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    <title>molochronik</title>
    <link>http://molochronik.antville.org/</link>
    <description>Meinungen, Zeichnungen, Prosa, Lyrik, Musik, Kritiken eines Phantasten und Amoenokraten</description>
    <language>de</language>
    <pubDate>Fri, 25 Jul 2008 18:57:19 GMT</pubDate>
    <dc:date>2008-07-25T18:57:19Z</dc:date>
    <dc:language>de</dc:language>
    <item>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1811252/#1817284</link>
      <description>Kann ich mir gut vorstellen: &lt;i&gt;&amp;raquo;Die blockierte WC-Kabine ist mit einem Verstopften verstopft&amp;laquo;&lt;/i&gt;.</description>
      <pubDate>Thu, 17 Jul 2008 14:29:38 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2008-07-17T14:29:38Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1811252/#1817226</link>
      <description>Wer weiss, vielleicht sitzen da immernoch die Geplagten?..</description>
      <pubDate>Thu, 17 Jul 2008 11:20:22 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>merzmensch</dc:creator>
      <dc:date>2008-07-17T11:20:22Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1815629/#1816974</link>
      <description>An ungeh&amp;ouml;rigen Anfl&amp;uuml;gen von Gr&amp;ouml;&amp;szlig;enwahn leide ich ja ab und an. Deshalb ich bin ich erleichtert, dass Dir, liebe Ju, und nicht mir diese kecken Zeilen entflossen sind und reibe mir freudig grinsend die H&amp;auml;ndchen.</description>
      <pubDate>Wed, 16 Jul 2008 16:36:31 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2008-07-16T16:36:31Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1815629/#1816914</link>
      <description>Da fehlt doch das "...und du bist raus"&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="lyrik"&gt;...als der Papst zu Fall gebracht,&lt;br /&gt;
hast du ziemlich laut gelacht,&lt;br /&gt;
sucht sich Rom was Neues aus,&lt;br /&gt;
und du bist raus.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

Obwohl Du als Papst nat&amp;uuml;rlich schon eine Bereicherung gegen&amp;uuml;ber dem gegenw&amp;auml;rtigen Zustand w&amp;auml;rst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="lyrik"&gt;Schaut mal was der Alex kann,&lt;br /&gt;
dem g'h&amp;ouml;rt jetzt der Vatikan&lt;br /&gt;
er lebt fortan zu Rome&lt;br /&gt;
gestattet uns Kondome...&lt;br /&gt;
und Ratzi, ei der Daus&lt;br /&gt;
&amp;auml;h... der ist jetzt raus... ??&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Wed, 16 Jul 2008 14:03:55 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1815629/#1816914</guid>
      <dc:creator>juyooh</dc:creator>
      <dc:date>2008-07-16T14:03:55Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1811252/#1816895</link>
      <description>Obwohl ich es schon einige Zeiten lang wei&amp;szlig;, schockiert mich immer noch, warum in manchen (vielen?) &amp;ouml;ffentlichen WCs ein paar T&amp;uuml;ren immer zu, also abgeschlossen sind. Weil die Putzleute zu faul sind, alle Kabinen zu reinigen.</description>
      <pubDate>Wed, 16 Jul 2008 12:14:54 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1811252/#1816895</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2008-07-16T12:14:54Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1811252/#1816883</link>
      <description>Ja, das stimmt, Vollzeit kann voll zeitfressend sein. Aber ich will mich nicht beklagen :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Uuml;brigens, zur Aufschrift: oft habe ich in &amp;ouml;ffentlichen Toiletten das Verlangen... gut, das eben klang etwas platt und ambivalent... ich versuche es mal andersrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich in &amp;ouml;ffentlichen Toiletten die Aufschrift &lt;i&gt;"Bitte diese T&amp;uuml;r geschlossen halten"&lt;/i&gt; sehe, ist mein Verlangen gross, vor &lt;i&gt;"geschlossen"&lt;/i&gt;  ein &lt;i&gt;"f&amp;uuml;r"&lt;/i&gt;  dazuzuschreiben.</description>
      <pubDate>Wed, 16 Jul 2008 11:41:51 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1811252/#1816883</guid>
      <dc:creator>merzmensch</dc:creator>
      <dc:date>2008-07-16T11:41:51Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1815629/#1816443</link>
      <description>Danke danke. Abz&amp;auml;hlreime sind aber auch wichtig, wenn man sich eben nicht zwischen Sahnekirsch, Sacher und Kirschmichel entscheiden kann.</description>
      <pubDate>Tue, 15 Jul 2008 07:29:51 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1815629/#1816443</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2008-07-15T07:29:51Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Bravo!</title>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1815629/#1816423</link>
      <description>Ein Lob der Lyrik und Ihnen, lieber Molosovsky, auch daf&amp;uuml;r, da&amp;szlig; Sie dem Genre "Abz&amp;auml;hlreim" wieder ans Licht helfen.</description>
      <pubDate>Tue, 15 Jul 2008 05:46:06 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1815629/#1816423</guid>
      <dc:creator>CaraSays</dc:creator>
      <dc:date>2008-07-15T05:46:06Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Abzählreim</title>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1815629/</link>
      <description>&lt;i&gt;(Eintrag No. 517; Lyrik)&lt;/i&gt; &amp;#8212; Wie gesagt: Durch meinen Vollzeitjob komme ich kaum noch zum Schreiben dieser Tage. Also, sozusagen als kleiner Trosthappen, hier nun ein kleiner Abz&amp;auml;hlreim, den ich diese Woche erdichtet habe, als ich mit einer Auswahl verschiedener Kuchen zurande kommen mu&amp;szlig;te.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="lyrik"&gt;Jeden Tag ess ich nen Frosch,&lt;br /&gt;
dann brat ich eine Nachtigall;&lt;br /&gt;
sing ein Duett mit einem Dorsch&lt;br /&gt;
und bringe einen Papst zu Fall.&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Sat, 12 Jul 2008 09:14:15 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1815629/</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2008-07-12T09:14:15Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1811668/#1813595</link>
      <description>Ja, wie, Hella? &amp;#8250;Darf&amp;#8249; man Dich etwa nur noch als Nordlicht gut finden, lesen und verlinken? :-) &amp;#8212; Ich guck schon mindestens einmal monatlich bei Dir vorbei um zu gucken, was sich getan hat. Da ich mich selber ja nicht unbedingt schwerpunktm&amp;auml;&amp;szlig;ig mit hiesiger Gegenwartsliteratur auseinandersetzte, bin ich eben auf die Zufl&amp;uuml;sterungen von anderen meines Vertrauens angewiesen.&lt;br /&gt;
Gr&amp;uuml;&amp;szlig;e aus dem Urban-Hessischen&lt;br /&gt;
Alex / molo</description>
      <pubDate>Sun, 06 Jul 2008 06:52:40 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1811668/#1813595</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2008-07-06T06:52:40Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1811668/#1812443</link>
      <description>Es ist doch immer wieder erstaunlich zu sehen, da&amp;szlig; es fern meiner Heimatstadt Menschen gibt, die von meiner Bachmann-Berichterstattung wissen, wohingegen die hiesige Literaturszene ... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwamm dr&amp;uuml;ber &amp;amp; Gru&amp;szlig; nach Ffm!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hella</description>
      <pubDate>Wed, 02 Jul 2008 13:45:02 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1811668/#1812443</guid>
      <dc:creator>Hella</dc:creator>
      <dc:date>2008-07-02T13:45:02Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>S’war Bachmann-Wettlesen…</title>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1811668/</link>
      <description>&amp;#8230;und hier sind die (meiner unma&amp;szlig;geblichen Meinung nach) die beiden besten Berichterstattungen dazu, die sich im Netzel finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(Eintrag No. 516; Woanders, Literatur)&lt;/i&gt; &amp;#8212; &lt;b&gt;Uno:&lt;/b&gt; leider leider leider hatte ich auch dieses Jahr schon wieder Termine und konnte das Ringelreihlesen und die Ensemble-Kritik nicht mitverfolgen. Hoffentlich klappt es n&amp;auml;chstes Jahr. &amp;#8212; &lt;b&gt;Due:&lt;/b&gt; Was f&amp;uuml;r eine Wonne f&amp;uuml;r mich, der ich damals  (in meiner Jugend) ORF-&amp;raquo;Kunstst&amp;uuml;cke&amp;laquo;-Fan war, diesmal Dieter Moor als Klagenfurt-Moderator zu erleben. Ein paar Schnipsel des Wettlesens und die Preisverleihung habe ich gesehen und bin ganz baff gewesen. Wie gesittet das ablief, wie wenig Knall-Peng-Schwachsinn grassierte, wie gepflogen und herzig moderiert wurde. Lediglich Burkhard Spinnens allzu getragene rethorische Spitzenstickerei hat mich ein klein wenig irritiert. Aber warum sollte ich dem einst so angriffslustigen, zeitweise perfide Stichelnden Herrn Spinnen nicht g&amp;ouml;nnen, mit dem Alter ein wenig betulicher, feierlicher zu werden? Sei ihm und dem Wettlesen geg&amp;ouml;nnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So. Nun aber f&amp;uuml;r alle, die wie ich auch keine Gelegenheit hatten zum Gucken, hier der Linkservice zu den zwei berichtet habenden Grand Damen meines Vertrauens:
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Der komplette Tag 1  in &lt;a href="http://gig.antville.org/stories/1810901/" target="_blank"&gt;Andrea Dieners &amp;raquo;Reisenotizen&amp;laquo;&lt;/a&gt;;&lt;/li&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Der Vormittag (Teil 1) von Tag 1 in &lt;a href="http://hoehereweltenblog.twoday.net/stories/5022878/" target="_blank"&gt;Hella Streichers &amp;raquo;H&amp;ouml;heren Welten&amp;laquo;&lt;/a&gt;;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der Vormittag (Teil 2) von Tag 1 in &lt;a href="http://hoehereweltenblog.twoday.net/stories/5023137/" target="_blank"&gt;Hella Streichers &amp;raquo;H&amp;ouml;heren Welten&amp;laquo;&lt;/a&gt;;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der Nachmittag von Tag 1 in &lt;a href="http://hoehereweltenblog.twoday.net/stories/5023771/" target="_blank"&gt;Hella Streichers &amp;raquo;H&amp;ouml;heren Welten&amp;laquo;&lt;/a&gt;;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;li&gt;Der komplette Tag 2 in &lt;a href="http://gig.antville.org/stories/1811138/" target="_blank"&gt;Andrea Dieners &amp;raquo;Reisenotizen&amp;laquo;&lt;/a&gt;;&lt;/li&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Der Vormittag (Teil 1) von Tag 2 in &lt;a href="http://hoehereweltenblog.twoday.net/stories/5025149/" target="_blank"&gt;Hella Streichers &amp;raquo;H&amp;ouml;heren Welten&amp;laquo;&lt;/a&gt;;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der Vormittag (Teil 2) von Tag 2 in &lt;a href="http://hoehereweltenblog.twoday.net/stories/5025357/" target="_blank"&gt;Hella Streichers &amp;raquo;H&amp;ouml;heren Welten&amp;laquo;&lt;/a&gt;;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der Nachmittag von Tag 2 in &lt;a href="http://hoehereweltenblog.twoday.net/stories/5025553/" target="_blank"&gt;Hella Streichers &amp;raquo;H&amp;ouml;heren Welten&amp;laquo;&lt;/a&gt;;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;li&gt;Die Preisverleihung in &lt;a href="http://gig.antville.org/stories/1811270/" target="_blank"&gt;Andrea Dieners &amp;raquo;Reisenotizen&amp;laquo;&lt;/a&gt;;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Preisverleihung in &lt;a href="http://hoehereweltenblog.twoday.net/stories/5026165/" target="_blank"&gt;Hella Streichers &amp;raquo;H&amp;ouml;heren Welten&amp;laquo;&lt;/a&gt;;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
Und hier noch zur von &lt;a href="http://gig.antville.org/stories/1811541/" target="_blank"&gt;Andrea zusammengestellten Presseschau&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielen Dank f&amp;uuml;r Eure M&amp;uuml;hen, Euren Ezzes und Eure geteilte Leidenschaft!</description>
      <pubDate>Mon, 30 Jun 2008 13:04:11 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1811668/</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2008-06-30T13:04:11Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>»Achtung! Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt explodieren!«</title>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1811252/</link>
      <description>&lt;i&gt;(Eintrag No. 515; Alltag, Hinweise)&lt;/i&gt; &amp;#8212; Endlich mal eine Zwischendurchvermeldung, um es nicht so weit kommen zu lassen, dass hier einen Monat am St&amp;uuml;ck gaar nix geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist los? Habe ich den Bloggerblues? &amp;#8212; Nein. Aber seit Mitte Mai habe ich nun endlich wieder einen richtigen Vollzeitjob. Derart &lt;i&gt;&amp;#8250;voll&amp;#8249;&lt;/i&gt; sogar, dass ich zu kaum was mehr komme, vor lauter 12- bis 15-Stundenschicht-Tagen, W&amp;auml;schewaschen, Haushaltspflichten und der ein oder anderen Runde &lt;i&gt;&amp;raquo;GTA-IV&amp;laquo;&lt;/i&gt;-Multiplayer-Rennen. Meine Partnerin witzelt, dass meine Bubu-Rate enorm gestiegen ist und ja, ich penne fr&amp;uuml;h am Abend beim &lt;i&gt;&amp;raquo;Heroes&amp;laquo;&lt;/i&gt;- oder EM-Gucken ein und lasse mir alles hinterher erz&amp;auml;hlen (bzw. gucke dann als Fr&amp;uuml;hestaufsteher die Serienfolgen am Morgen zum Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;ck). &amp;#8212; Aber: Im Verschlingen gro&amp;szlig;er Mengen Zitroneneis, bzw. Wegschl&amp;uuml;rfen von Bionade und Edelkaffe aber bin ich noch so gut wie immer, wenn nicht sogar noch besser (da ich mir ja nun mehr Eis leisten kann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freilich kam ich auch zum Lesen und Filmegucken und eigentlich, ja eigentlich, sollte ich noch eine Sammelrezi f&amp;uuml;r das kommende &lt;i&gt;&amp;raquo;Magira&amp;laquo;&lt;/i&gt; fertigmachen, und meine Empfehlungs-Reihen zur &amp;raquo;Bibliothek von Babel&amp;laquo; und zu &amp;raquo;The Sandman&amp;laquo; harren des Fortgesetztwerdens, bzw. k&amp;ouml;nnte f&amp;uuml;r &lt;i&gt;&amp;raquo;LiteraturWelt&amp;laquo;&lt;/i&gt; und eben die &lt;i&gt;&amp;raquo;MoloChronik&amp;laquo;&lt;/i&gt; mal kurz meine Meinung zu solchen j&amp;uuml;ngst fertiggelesenen Lekt&amp;uuml;ren wie
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Daths &lt;i&gt;&amp;raquo;Maschinenwinter&amp;laquo;&lt;/i&gt; (lustig)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Proulx &lt;i&gt;&amp;raquo;Mitten in Amerika&amp;laquo;&lt;/i&gt; (meisterhaft)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Borges &lt;i&gt;&amp;raquo;Das Handwerk des Dichters&amp;laquo;&lt;/i&gt; (kompakt)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Armstrongs &lt;i&gt;&amp;raquo;Kurze Geschichte des Mythos&amp;laquo;&lt;/i&gt; (Schmuh!)&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
usw. liefern. &amp;#8212; Ach ja: ein Bericht &amp;uuml;ber das vor zwei Wochen stattgefunden habende Vorbereitungs-Symposium zur im Februar 2009 kommenden Ausstellung &lt;i&gt;&amp;raquo;Darwin oder die Suche nach den Urspr&amp;uuml;ngen&amp;laquo;&lt;/i&gt; der Schirn Kunsthalle Frankfurt steht auch noch aus!  Und Illus f&amp;uuml;r meine &lt;i&gt;&amp;raquo;AtD&amp;laquo;&lt;/i&gt;-Gewinner wollt ich zeichnen und und und.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gesagt: ich komme derzeit nicht nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geh ich erstmal Socken und Co zusammenkratzen und eine W&amp;auml;schetrommel f&amp;uuml;llen. Mal schauen, ob ich heute dann nach dem Altpapier- und sonstigen M&amp;uuml;ll-Entsorgen noch eines der eben angesprochenen Projekterln abschlie&amp;szlig;en kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(P.S.: Die &amp;Uuml;berschrift zu diesem Eintrag ist ein f&amp;uuml;r Mitarbeiter des  Sicherheits- &amp;amp; Wachdienstgewerbes typischer und mir mittlerweise innig ans Herz gewachsener Kalauer, den ich von meinem Vorgesetzten D. habe.)</description>
      <pubDate>Sun, 29 Jun 2008 08:45:11 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1811252/</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2008-06-29T08:45:11Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Neil Gaimans »The Sandman« Band 3: »Traumland« mit »Hilfreichen Handreichungen« als PDF</title>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1774222/</link>
      <description>&lt;p align="center"&gt;&lt;div class="statusdark" style="font-size:120%; text-align:center;"&gt;Dritter Teil von Molos Empfehlungen von &lt;a href="http://journal.neilgaiman.com/" title="Zu Neil Gaimans englischem Blog."&gt;&lt;b&gt;Neil Gaimans&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/meme_500_sandman.jpg"&gt;&lt;br /&gt;
inkl. &lt;i&gt;&amp;raquo;Hilfreicher Handreiche&amp;laquo;&lt;/i&gt; &amp;uuml;ber mythologische, historische und literarische Anspielungen.&lt;/div&gt;&lt;/p&gt;

&lt;i&gt;(Eintrag No. 484; Literatur, Phantastik, Comic, Neo-Mythos, Kurzgeschichten)&lt;/i&gt; &amp;#8212; Der dritte Band der zehnteiligen Gro&amp;szlig;erz&amp;auml;hlung vom Wandel des Herrschers der Tr&amp;auml;ume, &lt;b&gt;&amp;raquo;Traumland&amp;laquo;&lt;/b&gt;, versammelt vier f&amp;uuml;r sich allein stehende Kurzgeschichten, die 1991 als Einzelhefte Nr. 17 bis 20, und im Englischen als Sammelband 1995 erschienen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kleine Wermutstropfen der ansonsten pr&amp;auml;chtig gelungenen Ausgabe von Panini Comics sei gleich zu Beginn abgehandelt: Leider wurde das im englischen Sammelband wiedergegebene Manuskript zu dem Heft &lt;i&gt;&amp;raquo;Kalliopie&amp;laquo;&lt;/i&gt; nicht f&amp;uuml;r den deutschen Band &amp;uuml;bernommen. Gaiman und sein Team gew&amp;auml;hren darin ihren englischsprachigen Lesern einen interessanten Einblick in den Herstellungsprozess der Comic-Kunst, wenn sich die 39 Seiten Text-Skript vergleichen lassen mit den 24 Seiten Comic. Es ist aufschlussreich dort zu verfolgen, wie ausf&amp;uuml;hrlich der Autor Gaiman im lockeren Ton eines an die Zeichner gerichteten Briefes Beschreibungsaufwand leistet, um der Illustratorenarbeit m&amp;ouml;glichst hilfreich zuzuarbeiten. &amp;#8212; Aber au&amp;szlig;er dem Fehlen dieses Manuskriptes gibt es wirklich nichts zu jammern &amp;uuml;ber die Panini-Ausgabe. Wie schon ihre beiden Vorg&amp;auml;ngerb&amp;auml;nde &lt;a href="http://molochronik.antville.org/stories/1665883/" title="Zur ersten Folge meiner &amp;raquo;Sandman&amp;laquo;-Empfehlung mit &amp;raquo;Hilfreicher Handreiche&amp;laquo;."&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Pr&amp;auml;ludien &amp;amp; Notturni&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://molochronik.antville.org/stories/1723067/" title="Zur zweiten Folge meiner &amp;raquo;Sandman&amp;laquo;-Empfehlung mit &amp;raquo;Hilfreicher Handreiche&amp;laquo;."&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Das Puppenhaus&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; trumpft sie auf mit einem gestochen klaren Druck und der leuchtenden, nuancenreichen Digital-Kolorierung. Wahrlich, eine Augenweide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.paninicomics.de/sandman-3-traumland-i4036.html" title="Link zu Paninis Artikelseite des &amp;raquo;Sandman&amp;laquo;-Sammelbandes No. 3."&gt;&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/cover_sandman_03.jpg" align="right" style="margin-bottom:5px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://www.paninicomics.de/sandman-3-traumland-i4036.html" title="Link zu Paninis Artikelseite des &amp;raquo;Sandman&amp;laquo;-Sammelbandes No. 3."&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Traumland&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; bietet einen erfrischenden Sprung raus aus dem bisherigen gro&amp;szlig;en Erz&amp;auml;hlstrom der Reihe. Von Beginn an war es eine Absicht von Gaiman bei der Gestaltung von &amp;raquo;The Sandman&amp;laquo;, zur Abwechslung zwischen den l&amp;auml;ngeren Geschichten, deren Handlungsb&amp;ouml;gen sich &amp;uuml;ber mehrere Kapitel/Einzelhefte spannen, abgeschlossene Einzelerz&amp;auml;hlungen zu bieten. Insgesamt aber werden alle Sammelb&amp;auml;nde und die Sandman-Geschichte im Ganzen gepr&amp;auml;gt, von dem auff&amp;auml;lligen Merkmal des verschachtelten Ineinander von Geschichten in Geschichten. Strukturell steht Sandman damit solchen Potpourrie-Schatzkammern wie &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tausendundeine_Nacht" title="Zum dt. Wiki-Eintrag."&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;1001 und eine Nacht&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; oder Jan Potockis &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Handschrift_von_Saragossa" title="Zum dt. Wiki-Eintrag."&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Handschriften von Saragossa&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; nahe, und kann sich ohne dass man &amp;uuml;bertreiben muss, als moderne, eben im Comicmedium dargereichte Variante derartiger ehrenvoll-wilder Fabulations-Klassiker gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zur Erinnerung:&lt;/b&gt; Band 1, &lt;a href="http://www.paninicomics.de/sandman-1-praeludien--notturni-i3940.html" title="Im Katalog von Panini."&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Pr&amp;auml;ludien &amp;amp; Notturni&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; hat uns die manchmal nur am Rande auftretende Hauptfigur des Epos, den Herren der Tr&amp;auml;ume, Morpheus, Dream, vorgestellt, und wie dieser zu Beginn des 20. Jahrhunderts von einem englischen Scharlatanmagier beschworen und gefangen gesetzt wurde; wie Dream nach vielen Jahrzehnten erst in den Achtzigerjahren seinem Kerkermeister entkommt und langsam seine Kr&amp;auml;fte wiedererlangt und sich auf eine Quest begibt, um die wichtigsten und machtvollsten seiner zwischenzeitlich verstreuten Herrschaftsartefakte einzusammeln. &amp;#8212; In Band 2, &lt;a href="http://www.paninicomics.de/sandman-2-das-puppenhaus-i4028.html" title="Im Katalog von Panini."&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Das Puppenhaus&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;, k&amp;uuml;mmerte sich Morpheus dann um die Restauration des in seiner langen Gefangenschaft verwahrlosten Traumreiches. Vier der machtvollsten Traumreichbewohner waren ausgeb&amp;uuml;chst und sorgten in der Menschenwelt geh&amp;ouml;rig f&amp;uuml;r Angst und Schrecken. Au&amp;szlig;er um diese Ausreisser, hatte sich Morpheus auch noch um einen alle Tr&amp;auml;ume erfassenden Wirbel zu k&amp;uuml;mmern, der sich in Gestalt der jungen Frau Rose manifestierte. Nebenbei lernten wir zwei Geschwister von Dreams seltsamer Familie der &lt;i&gt;&amp;#8250;Ewigen&amp;#8249;&lt;/i&gt; kennen &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(eine siebenk&amp;ouml;pfige Sippe menschenf&amp;ouml;rmiger, universeller Prinzipien deren Namen im englischen alle mit &lt;i&gt;&amp;#8250;D&amp;#8249;&lt;/i&gt; beginnen)&lt;/span&gt;: seine &amp;auml;ltere Schwester Tot &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(Death, die als &amp;uuml;berraschend gut gelauntes und bodenst&amp;auml;ndiges Grufi-Chick daherkommt)&lt;/span&gt; und die/den gegen Morpheus intrigierende(n) geschlechtsneurtale(n) Begierde (Desire).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Band 3 hat Gaiman seine bis dahin etwas tastende anf&amp;auml;ngliche Suche nach dem richtigen Ton und Rhythmus der Sandman-Comics endg&amp;uuml;ltig abgeschlossen. Das soll nicht hei&amp;szlig;en, dass die Geschichten der ersten beiden Sammelb&amp;auml;nde misslungen sind, auch wenn dort noch bisweilen einige etwas umst&amp;auml;ndliche Schlenker oder etwas unelegante Huppel im Erz&amp;auml;hlflu&amp;szlig; bemerkbar sind. Immerhin ist die Ambition, die Gaiman bei seiner Saga antrieb, repekteinfl&amp;ouml;&amp;szlig;end und die gesteckten Ziele alles andere als Kinderspiele. So zeichnet sich Sandman von Beginn an durch eine &amp;auml;u&amp;szlig;erst eng gewobene und geschickte Mischung von alten Mythen, klassischer Literatur mit &amp;auml;lterer und zeitgen&amp;ouml;ssischer Popkultur aus, die miteinander verflochten eben nichts weniger ergeben, als eine gro&amp;szlig;e Geschichte &amp;uuml;ber das Geschichtenerz&amp;auml;hlen selber, eine Geschichte &amp;uuml;ber die Kraft von Mythen, jene tr&amp;uuml;gerischen Wunschvorstellungen die mal als Orientierung, mal als Irref&amp;uuml;hrung &amp;uuml;ber die gro&amp;szlig;en Zusammenh&amp;auml;ngen des Daseins berichten, hier vor allem &amp;uuml;ber Erinnerung, Verlust und den Wunsch und die damit verbundenen Schwierigkeiten, wenn man sich ver&amp;auml;ndern, formen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den vier Geschichten von &amp;raquo;Traumland&amp;laquo; im Einzelnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&amp;raquo;Kalliope&amp;laquo;:&lt;/b&gt; Hier treten antike Gestalten in der modernen Welt auf, und eine unheimlich-sp&amp;ouml;ttische Erz&amp;auml;hlung &amp;uuml;ber das moderne Schriftstellerdasein wird geboten. Die Muse Kalliope wird als inspirations-liefernde Sklavin gehalten und von einem altem Schriftsteller in London an einen jungen Horror-Autoren f&amp;uuml;r ein alchemistisches Artefakt eingetauscht. Von zwei der beklemmensten Schrecknissen aller Kreativen wird dabei berichtet: einerseits die Marter, wenn gro&amp;szlig;er Tatendrang mit der Angst vor Ideenlosigkeit einhergeht und andererseits die ruhelosen Qualen eines &amp;uuml;berbordenden Ideenreichtums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&amp;raquo;Der Traum von 1000 Katzen&amp;laquo;&lt;/b&gt; ist nat&amp;uuml;rlich ein Fest f&amp;uuml;r alle Katzenfreunde, wenn hier bei einem n&amp;auml;chtlichen Treffen auf einem Friedhof eine versammelte Felidenschar einer Katzenerz&amp;auml;hlerin lauscht, die von ihrer Reise zum K&amp;ouml;nig der Tr&amp;auml;ume erz&amp;auml;hlt &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(der sich in seiner Gestalt immer gem&amp;auml;&amp;szlig; der ihm Begegnenden anpasst und hier als gro&amp;szlig;e schwarze Katze mit rotleuchtenden Augen auftritt)&lt;/span&gt;. Diese Geschichte f&amp;uuml;hrt die F&amp;auml;higkeit kraftvoller Phantastik vor wenn es darum geht, die menschliche Perspektive zu &amp;uuml;berwinden, und von ein paar Schritten Seitw&amp;auml;rts der Wirklichkeit, in diesem Fall aus der Sicht von Katzen, &amp;uuml;ber gro&amp;szlig;e Not und sinnstiftende Visionen &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(oder sind es nur scheinbar Hoffnung machende Truggebilde?)&lt;/span&gt; nachzudenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&amp;raquo;Ein Sommernachtstraum&amp;laquo;:&lt;/b&gt; Diese Geschichte ist f&amp;uuml;r viele ein hei&amp;szlig;er Kandidat, wenn es um die Frage geht, welches der 75 Kapitel/Einzelhefte von Sandman die aller aller beste ist. Und tats&amp;auml;chlich erregte dieses herausragende Meisterst&amp;uuml;ck der Sandman-Saga &amp;uuml;ber die comiclesenden Phantastikzirkel hinaus f&amp;uuml;r Aufsehen, als es 1991 den &lt;i&gt;&amp;#8250;World Fantasy Award&amp;#8249;&lt;/i&gt; als beste Kurzgeschichte gewann &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(woraufhin eine Regell&amp;uuml;cke des Wettbewerbs gekittet wurde, auf Dr&amp;auml;ngen derer, die sich emp&amp;ouml;rten, dass so eine &amp;#8250;unw&amp;uuml;rdige&amp;#8249; Medienform wie eine Comicerz&amp;auml;hlung diesen altehrw&amp;uuml;rdigen Preis einheimsen konnte, und seitdem k&amp;ouml;nnen nur noch Prosawerke diesen Preis gewinnen)&lt;/span&gt;. &amp;#8212; &amp;raquo;Ein Sommernachtstraum&amp;laquo; ist eines von zwei Sandman-Kapiteln, mit denen Gaiman dem gro&amp;szlig;en William Shakespeare seinen Respekt zollt. Die zweite, &lt;i&gt;&amp;raquo;Der Sturm&amp;laquo;&lt;/i&gt;, wird erst als letztes Kapitel den Sammelband &lt;i&gt;&amp;raquo;Das Erwachen&amp;laquo;&lt;/i&gt; und damit als Epilog das ganze Epos abschlie&amp;szlig;en. Shakespeare ist hier nun in Sussex unterwegs und gibt mit seiner Truppe eine exklusive Premieren-Sondervorstellung f&amp;uuml;r eine illustrere Schar aus dem Feenreich, angef&amp;uuml;hrt von niemand anderem als Titania und Oberon selbst, und der lustig-unheimliche Droll (auch als Puck bekannt) ist auch mit von der Partie und macht sich auf und davon f&amp;uuml;r seine sp&amp;auml;tere, wichtige Rolle in der gro&amp;szlig;en Sandman-Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&amp;raquo;Fassade&amp;laquo;:&lt;/b&gt; Mit dieser Geschichte widmet sich Gaiman einer vergessenen Superheldin der 60er-Jahre, um ihr eine tragisch-melancholische Abschiedsvorstellung zu bereiten. Au&amp;szlig;ergew&amp;ouml;hnlich ist, dass Dream selbst gar nicht vorkommt in dieser tragischen Erz&amp;auml;hlung &amp;uuml;ber Element Girl, die sich &amp;auml;ngstlich zur&amp;uuml;ckgezogen hat. &amp;raquo;Fassade&amp;laquo; ist eine sehr melancholische Geschichte &amp;uuml;ber eine Person, die wegen ihrer F&amp;auml;higkeit der Gestaltwandlung den Kontakt zur Au&amp;szlig;enwelt verloren hat, und die sich, da sie unsterblich ist, nach einem erl&amp;ouml;senden Ausweg sehnt. Wie immer, wenn Sandman &amp;uuml;ber unser Verh&amp;auml;ltnis zur Provokation des Sterben-M&amp;uuml;ssens sinniert, betritt Dreams Schwester Death die Erz&amp;auml;hlb&amp;uuml;hne um wie so manches Male einer in der eigenen Tragik gefangenen Figur den Kopf zurechtzur&amp;uuml;cken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders erw&amp;auml;hnen muss ich die vier Cover des englischen Grafikmagiers und Gaiman-Kumpels &lt;a href="http://www.mckean-art.co.uk/" title="Zur engl. Website &amp;raquo;The Art of Dave McKean&amp;laquo;."&gt;&lt;b&gt;Dave McKean&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;. Okey, ich geb zu, ich folge fast allen Arbeiten von McKean mit treu ergebener Fan-Hingerissenheit, aber die vier Arbeiten der &amp;raquo;Traumland&amp;laquo;-Sammlung z&amp;auml;hlen f&amp;uuml;r mich zu den allerfeinsten Bildern, die er je zusammengezaubert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann verstehen, dass man als Neuleser z&amp;ouml;gert, ob sich die Anschaffung von zehn Sammelb&amp;auml;nden lohnt. &lt;b&gt;&amp;raquo;Traumland&amp;laquo;&lt;/b&gt; ist eine vorz&amp;uuml;gliche M&amp;ouml;glichkeit, sich erstmal eine Kostprobe zu g&amp;ouml;nnen, denn die hier pr&amp;auml;sentierten Geschichten bereiten auch dann gro&amp;szlig;es Lesevergn&amp;uuml;gen, wenn man keine Ahnung vom weiten Terrain der gro&amp;szlig;en Sandman-Erz&amp;auml;hlung hat, und liefert dabei dennoch einen kraftvollen und sehr abwechslungsreichen Einblick zu diesem herausragenden Comicroman.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/files/sandman_traumland_handreiche.pdf" title="Klicken auf das Bild startet das Herunterladen der &amp;raquo;Handreiche&amp;laquo;."&gt;&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/sandman_handreiche_03.jpg" align="right" style="margin-left:5px" /&gt;&lt;/a&gt;Und hier zum Schlu&amp;szlig; noch die deutsche Fassung der Anmerkungen zu Sandman f&amp;uuml;r alle, die sich nicht m&amp;uuml;hen wollen mit der englischen Fassung, die sich dennoch aufmachen m&amp;ouml;chten, die tieferen Schichten dieses anspielungs- und zitatenreichen Comics zu ergr&amp;uuml;nden. Viele Leser haben unter Leitung von &lt;a href="http://www.arschkrebs.de/sandman/dream_country.shtml" title="Zur &amp;Uuml;bersicht der englischen &amp;raquo;Annotations&amp;laquo; auf Ralf Hildebrandt Seiten."&gt;Greg Morrow und David Goldfarb (und Websiten-betreut durch Ralf Hildebrandt) diese &lt;i&gt;&amp;raquo;Annotations&amp;laquo;&lt;/i&gt; zusammengestellt&lt;/a&gt;, die ich bearbeitet, erg&amp;auml;nzt und &amp;uuml;bersetzt habe und hier den deutschsprachigen Lesern als &lt;a href="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/files/sandman_traumland_handreiche.pdf" title="Hier oder auf das Titelbild klicken, um das Herunterladen der &amp;raquo;Handreiche&amp;laquo; zu starten."&gt;&lt;i&gt;&amp;raquo;Hilfreiche Handreichung&amp;laquo;&lt;/i&gt; zu &lt;b&gt;&amp;raquo;Traumland&amp;laquo;&lt;/b&gt; als PDF zum Download&lt;/a&gt; (ca. 211 KB) biete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;L&lt;span style="font-size: 80%;"&gt;INK-&lt;/span&gt;S&lt;span style="font-size: 80%;"&gt;ERVICE:&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.webcritics.de/page/reviews.php5?id=1538" title="Zu &amp;raquo;Webcritics.de&amp;laquo;"&gt;&lt;b&gt;Frank Drehmel&lt;/b&gt; schw&amp;auml;rmt f&amp;uuml;r &lt;b&gt;&amp;raquo;Webcritics&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; &amp;uuml;ber die Arbeit der Zeichner von &amp;raquo;Traumland&amp;laquo;:&lt;br /&gt;
&lt;div class="quote"&gt;Sei es Kelly Jones feiner Strich mit seinen tiefen, harten Schatten, Charles Vess&amp;#8217; luftig leichter Duktus oder Colleen Dorans merkw&amp;uuml;rdig zerrissen wirkende Linienf&amp;uuml;hrung, immer erg&amp;auml;nzen sich Story und Zeichnungen in nahezu perfekter Weise.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

&lt;a href="http://www.fantasyguide.de/5466.0.html" title="Zu &amp;raquo;Fantasyguide.de&amp;laquo;."&gt;&lt;b&gt;Christian Endres&lt;/b&gt; jubelt f&amp;uuml;r &lt;b&gt;&amp;raquo;Fantasyguide&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; &amp;auml;hnlich wie ich, &amp;uuml;ber die besondere G&amp;uuml;te dieses Bandes:&lt;br /&gt;
&lt;div class="quote"&gt;&amp;raquo;Traumland&amp;laquo; ist mit ziemlicher Sicherheit das &amp;raquo;unepischste&amp;laquo; der Sandman-Tradepaperbacks. Trotzdem &amp;#8212; oder gerade deshalb &amp;#8212; zeigt dieser d&amp;uuml;nne Sammelband alle St&amp;auml;rken (und Schw&amp;auml;chen) von Gaimans einmaligem Comic-Kosmos um die Ewigen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

Und &lt;a href="http://www.literra.info/rezensionen/rezension.php?id=1579" title="Zu &amp;raquo;Literra.de&amp;laquo;."&gt;&lt;b&gt;Christel Scheja&lt;/b&gt; bringt f&amp;uuml;r &lt;b&gt;&amp;raquo;Literra&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; den besonderen Charakter der Erz&amp;auml;hlungen des Bandes auf den Punkt:&lt;br /&gt;
&lt;div class="quote"&gt;In keiner der Geschichten steht die Action im Vordergrund sondern eine intelligent erz&amp;auml;hlte eher stille Geschichte, deren tiefgr&amp;uuml;ndige Hinweise und Zitate erst bei genauerem Lesen und Betrachten deutlich werden. Wieder gelingt es Neil Gaiman und den K&amp;uuml;nstlern, eine unwirkliche, magische Atmosph&amp;auml;re zu erzeugen, die zu verzaubern wei&amp;szlig;. Er spielt mit der d&amp;uuml;steren Melancholie, die den Tr&amp;auml;umen unterliegt, und verzaubert durch seine &amp;uuml;berspr&amp;uuml;hende Phantasie, die Gewalt durch viel tiefer unter die Haut gehende Bedrohungen und den Blick in den Spiegel ersetzt.&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Wed, 19 Mar 2008 13:51:27 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1774222/</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2008-03-19T13:51:27Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Neil Gaimans »The Sandman« Band 2: »Das Puppenhaus« mit »Hilfreichen Handreichungen« als PDF</title>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1723067/</link>
      <description>&lt;p align="center"&gt;&lt;div class="statusdark" style="font-size:120%; text-align:center;"&gt;Zweiter Teil von Molos Empfehlungen von &lt;a href="http://journal.neilgaiman.com/" title="Zu Neil Gaimans englischem Blog."&gt;&lt;b&gt;Neil Gaimans&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/meme_500_sandman.jpg"&gt;&lt;br /&gt;
inkl. &lt;i&gt;&amp;raquo;Hilfreicher Handreiche&amp;laquo;&lt;/i&gt; &amp;uuml;ber mythologische, historische und literarische Anspielungen.&lt;/div&gt;&lt;/p&gt;
&lt;i&gt;(Eintrag 419; Literatur, Comic, Phantastik, Neo-Mythos)&lt;/i&gt; &amp;#8212; Weiter geht es mit meiner Serie &amp;uuml;ber die zehn B&amp;auml;nde der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sandman#Titel_der_einzelnen_Graphic_Novels" target="_blank" title="Zum deutschen Wiki-Eintrag"&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Sandman-Bibliothek&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; (&lt;span style="font-size: 80%;"&gt;&lt;a href="#Handreiche_02"&gt;mit exklusiver &lt;b&gt;&amp;raquo;Hilfreicher Handreiche&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;), die seit Fr&amp;uuml;hjahr 2007 endlich in angemessener Aufmachung im Quartalsrhythmus von &lt;a href="http://www.paninicomics.de/?s=vertigo_programm" target="_blank" title="Zum Programm von Panini/Vertigo"&gt;&lt;b&gt;Panini/Vertigo&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; herausgebracht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.paninicomics.de/sandman-2-das-puppenhaus-i4028.html" title="Link zum Katalog von Panini" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/cover_sandman_puppenhaus.jpg" align="right" style="margin-left: 1em;" /&gt;&lt;/a&gt;Wer den ersten Band &lt;a href="http://molochronik.antville.org/stories/1665883/" target="_blank" title="Zum Molochronik &amp;uuml;ber Band 1 der Sandman-Bibliothek"&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Pr&amp;auml;ludien &amp;amp; Notturni&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; noch nicht gelesen hat, bekommt mit Band 2 &lt;b&gt;&amp;raquo;Das Puppenhaus&amp;laquo;&lt;/b&gt; eine weitere feine Einstiegshilfe. Obwohl, &amp;auml;h, da verzapf ich grad Quatsch, denn die meisten der zehn Einzelb&amp;auml;nde der &amp;raquo;Sandman-Bibliothek&amp;laquo; lassen sich ganz gut allein stehend genie&amp;szlig;en &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(ich werd bei den B&amp;auml;nden, die als Einstieg etwas zu sperrig sind bescheid geben)&lt;/span&gt;. Aber zugleich bilden die zehn B&amp;auml;nde zusammen eine gro&amp;szlig;e Saga &amp;uuml;ber den Herrscher der Tr&amp;auml;ume, Morpheus, und seine dysfunktionale Familie der Ewigen, die neben Dream aus sechs weiteren menschenf&amp;ouml;rmigen Personifizierungen ewiger Prinzipien besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einstiegshilfe von &amp;raquo;Das Puppenhaus&amp;laquo; kommt in Form einer &lt;i&gt;&amp;#8250;Was bisher geschah&amp;#8249;&lt;/i&gt;-Einleitung daher. &lt;b&gt;Ganz schnell:&lt;/b&gt; Anfang des 20. Jhd. hat ein englischer Okkultguru &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(mehr unfreiwillig)&lt;/span&gt; Morpheus eingesperrt. Nach vielen Jahrzehnten kann Morpheus entkommen, er r&amp;auml;cht sich an seinen Peinigern und macht sich auf zu einer Queste, um seine geklauten und verstreuten Macht-Artefakte wiederzuerlangen. Im letzten Kapitel (&lt;span style="font-size: 80%;"&gt;&amp;raquo;Das Rauschen ihrer Fl&amp;uuml;gel&amp;laquo;&lt;/span&gt;) von &amp;raquo;Pr&amp;auml;ludien &amp;amp; Notturni&amp;laquo; d&amp;uuml;mpelt Dream mit Post-Abenteuer-Depri in New York und f&amp;uuml;ttert Tauben, als seine Schwester Death vorbeischneit, den Tunichtgut einen Tag lang mitnimmt auf ihre Pflichtg&amp;auml;ngen, und ihn dabei an den Wert des Lebens und seine Verantwortung als Traumherrscher und -besch&amp;uuml;tzer erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die versammelten acht Kapitel (&lt;span style="font-size: 80%;"&gt;urpspr&amp;uuml;nglich als Einzelhefte ver&amp;ouml;ffentlicht&lt;/span&gt;) von &lt;b&gt;&amp;raquo;Das Puppenhaus&amp;laquo;&lt;/b&gt; erz&amp;auml;hlen nun davon, wie Morpheus das in seiner langen Abwesenheit verlotterte Traumreich aufr&amp;auml;umt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptaugenmerk des Bandes konzentriert sich in sechs Kapiteln auf die jugendliche Protagonistin &lt;b&gt;Rose Walker&lt;/b&gt;, die zusammen mit ihrer Mutter ihre Gro&amp;szlig;mutter in einem englischen Pflegeheim besucht. Gro&amp;szlig;mutter Walker wurde im ersten Band kurz erw&amp;auml;hnt. Dort war sie ein Opfer einer geheimnisvollen Schlafkrankheit die durch Morpheus Gefangenschaft verursacht wurde. Jetzt da der Herrscher des Traumreichs wieder frei ist, ist auch Gro&amp;szlig;mutter Walker wieder wach und hat &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(verm&amp;ouml;gend wie sie ist)&lt;/span&gt; &amp;uuml;ber Detektive ihre Verwandtschaft finden lassen. Wer aber noch fehlt, ist Roses j&amp;uuml;ngerer Bruder Jed. &amp;#8212; Im Handlungsstrang um Rose kommt Gaimans St&amp;auml;rke zum Zuge, wenn er von &amp;#8250;ganz normalen&amp;#8249; Menschen erz&amp;auml;hlt, die wundersame Abenteuer erleben. Rose zieht in Florida in eine WG und als Leser gucken wir Rose &amp;uuml;ber die Schulter, wenn sie in ihren Tagebucheintr&amp;auml;gen &amp;uuml;ber die anderen WG-Bewohner l&amp;auml;stert. Hier wimmelt es Exzentriker wie das P&amp;auml;rchen Ken und Barbie &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(die so aussehen und sich so geistlos verhalten wie die bekannten Matell-Figuren)&lt;/span&gt;, und die Grufti-Lesben Chantal und Zelda die eine unheimliche Leidenschaft f&amp;uuml;r Spinnen pflegen. &amp;#8212; Zudem wei&amp;szlig; Rose nicht, dass sie ein &lt;b&gt;Traumwirbel&lt;/b&gt; ist. Und ein Traumwirbel zu sein, ist kein Zuckerschlecken, oh nein. In jedem Zeitalter taucht so ein Traumwirbel auf, oftmals in Form eines Gegenstandes, seltener auch, wie bei Rose, in Gestalt einer Person. Ein Traumwirbel strebt unwissentlich danach, f&amp;uuml;r kurze Zeit alle Einzeltr&amp;auml;ume der Menschen in einem gro&amp;szlig;em Traum zu vermischen, und im Umfeld des Traumwirbels treten ungew&amp;ouml;hnlich viele Zuf&amp;auml;lle auf. Somit beobachtet Rose in ihren Tr&amp;auml;umen die Tr&amp;auml;ume anderer und begegnet magischen Wesen, wie den drei Hexeng&amp;ouml;ttinen die eine sind, oder Traumd&amp;auml;monen und Alptr&amp;auml;umen die sich w&amp;auml;hrend Morpheus Gefangenschaft aus dem Traumreich davongemacht haben, wie den hinterh&amp;auml;ltigen  Gaunern Brute &amp;amp; Glob und dem schrecklichen Vison&amp;auml;r &lt;b&gt;&lt;i&gt;&amp;#8250;der Korinther&amp;#8249;&lt;/i&gt;&lt;/b&gt; &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(ein heimlicher Star der Sandman-Saga)&lt;/span&gt;. &amp;#8212; Zusammen mit Gilbert &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(dem entfleuchten Traumort Fiddlers Green, der sich in Gestalt des englischen Erzphantasten &lt;a href="http://molochronik.antville.org/stories/1701809/" title="Zum Molochronik-Eintrag &amp;uuml;ber den Chesterton-Band &amp;raquo;Apollos Auge&amp;laquo; der &amp;raquo;Bibliothek von Babel&amp;laquo;."&gt;&lt;b&gt;G. K. Chesterton&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; als Besch&amp;uuml;tzer von Rose ins Zeug schmei&amp;szlig;t)&lt;/span&gt; macht sich Rose auf die Suche nach ihrem Bruder Jed und stolpert unwissentlich in einen Kongress von Serienm&amp;ouml;rdern &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(eine k&amp;ouml;stliche Parodie auf Comic- und SF-Conventions und Serienm&amp;ouml;rder-Fanship)&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Kapitel von &amp;raquo;Das Puppenhaus&amp;laquo; fallen aus dem Rahmen. Er&amp;ouml;ffnet wird der Band mit einer f&amp;uuml;r sich stehenden Erz&amp;auml;hlung &amp;uuml;ber &lt;b&gt;&amp;raquo;Geschichten im Sand&amp;laquo;&lt;/b&gt;, &amp;uuml;ber eine weit, weit zur&amp;uuml;ckliegende tragische Liebesgeschichte von Morpheus und der &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(wahrscheinlich afrikanischen)&lt;/span&gt; K&amp;ouml;nigin Nada. Hier kommt Morpheus nicht so doll weg, denn er benimmt sich so unreif und kaltherzig, dass er seine Geliebte in den Selbstmord und damit in die H&amp;ouml;lle treibt. &amp;#8212; In &lt;b&gt;&amp;raquo;M&amp;auml;nner mit Gl&amp;uuml;ck und Geschick&amp;laquo;&lt;/b&gt; sorgt zuerst eine Wette zwischen Morpheus und Schwesterchen Death daf&amp;uuml;r, dass ein einfacher Mann des Mittelalters, Hob Gadling, nicht stirbt; dann werden die alle hundert Jahre stattfindenden Treffen von Hob und Morpheus geschildert, in deren Verlauf sich eine Kumpel-Freundschaft zwischen dem unsterblichen Gl&amp;uuml;cksritter Gadling und dem unnahbaren Ewigen entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganz gro&amp;szlig;e Klammer von &amp;raquo;Das Puppenhaus&amp;laquo; und Puzzlest&amp;uuml;ck im weitausholenden Bogen der Sandman-Bibliothek bildet die Konkurrenz zwischen Morpheus und seinem Geschwister &lt;b&gt;Desire&lt;/b&gt;, also das Heck-Meck zwischen Traum und Begehren. Der erste Auftritt von Desire &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(die im Herzen eines riesigen schwebenden K&amp;ouml;rpers wohnt)&lt;/span&gt; und die abschlie&amp;szlig;ende Konfrontation von Morpheus und Desire geh&amp;ouml;ren f&amp;uuml;r mich zu den Glanzpunkten der Saga. &amp;#8212; &lt;i&gt;Sind wir nur Marionetten unserer Leidenschaften? Speist unser Begehren unsere Tr&amp;auml;ume, oder formen unsere Tr&amp;auml;ume unser Begehren? K&amp;ouml;nnen wir unser Schicksal selbst bestimmen, oder sind wir nur Spielzeugpuppen in den H&amp;auml;nden des t&amp;uuml;delnden Schicksals?&lt;/i&gt; &amp;#8212; In derartige philosophische Gefilde f&amp;uuml;hrt einen Gaiman mit dem vorliegenden Band, und zeigt damit, wie man Comic- und Popkulturtrash mit Mythen und Klassikern vorz&amp;uuml;glich vegn&amp;uuml;glich zu gedankenanregenden Fabulationen verflechten kann. &amp;#8212; Nicht von ohngef&amp;auml;hr gilt Gaimans &amp;raquo;Sandman&amp;laquo; neben solchen Werken wie &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Watchmen" target="_blank" title="Zum deutschen Wiki-Eintrag"&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Watchmen&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; &amp;amp; &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/V_wie_Vendetta_%28Comic%29" target="_blank" title="Zum deutschen Wiki-Eintrag"&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;V for Vandetta&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(beide geschrieben von Alan Moore)&lt;/span&gt; oder &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Dark_Knight_Returns" target="_blank" title="Zum deutschen Wiki-Eintrag"&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Die R&amp;uuml;ckkehr des Dunklen Ritters&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; &amp;amp; &lt;b&gt;&amp;raquo;Ronin&amp;laquo;&lt;/b&gt; &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(beide von Frank Miller)&lt;/span&gt; als wichtige Wegmarke eines Wandels zum Besseren in der anglo-amerikanischen Comickultur, als die K&amp;auml;stchenerz&amp;auml;hlungen dort in den 80ern begannen ernsthafter und erwachsener zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a name="Handreiche_02"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/files/sandman_puppenhaus_handreiche.pdf" title="Klick auf das Bild startet das Herunterladen der Anmerkungen." target="_blank"&gt;&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/sandman_02_handreiche.jpg" align="right" style="margin-left: 1em;" /&gt;&lt;/a&gt;Die &amp;raquo;Sandman&amp;laquo;-Geschichten sind reich gespickt mit Anspielungen und Zitaten und f&amp;uuml;r jene, die Lust darauf haben, diese &lt;i&gt;&amp;#8250;anspruchsvolleren&amp;#8249;&lt;/i&gt; Schichten freizulegen, haben sich &amp;raquo;Sandman&amp;laquo;-Leser schon fr&amp;uuml;h unter der Leitung von &lt;a href="http://www.arschkrebs.de/sandman/dolls_house.shtml" target="_blank" title="Zu &amp;Uuml;bersicht der englischen &amp;raquo;Doll's House&amp;laquo;-Anmerkungen"&gt;Greg Morrow und David Goldfarb (und Websiten-betreut durch Ralf Hildebrandt) aufgemacht, all diese Hinweise in einem gro&amp;szlig;en &lt;b&gt;&amp;raquo;Annotations&amp;laquo;&lt;/b&gt;-Unternehmen&lt;/a&gt; zu sammeln. Diese englischsprachigen &amp;raquo;Annotations&amp;laquo; habe ich bearbeitet, erg&amp;auml;nzt und &amp;uuml;bersetzt und biete sie hier den deutschsprachigen Lesern als &lt;a href="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/files/sandman_puppenhaus_handreiche.pdf" target="_blank" title="Klick hier oder auf das Titelbild der &amp;raquo;Handreiche&amp;laquo; und das herunterladen zu starten."&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Hilfreiche Handreichung&amp;laquo;&lt;/b&gt; zu &lt;b&gt;&amp;raquo;Das Puppenhaus&amp;laquo;&lt;/b&gt; als PDF zum Download&lt;/a&gt; (ca. 250 KB). Wiederum danke ich meinem Phantastik-Haberer &lt;b&gt;Lucardus&lt;/b&gt; f&amp;uuml;r seine Hilfe als Korrekturleser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders freut mich, dass die deutsche Ausgabe dabei auf die neue, digitale Kolorierung zur&amp;uuml;ckgreift. Die urspr&amp;uuml;ngliche F&amp;auml;rbung war zwar nicht grottenschlecht, aber doch deutlich gepr&amp;auml;gt von der schrilleren &amp;Auml;sthetik, die nun mal vor der Revolution der Digialkolorierung vorherrschte. Die neue Digikoloierung d&amp;uuml;rfte den &lt;i&gt;&amp;#8250;Normallesern&amp;#8249;&lt;/i&gt;, die keine ausgepr&amp;auml;gten Horror- und Superheldencomic-Fans sind, entgegenkommen, ist sie doch kein so heftiger geschmacklicher Extremisten-Hieb aufs Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hier ein Beispiel&lt;/b&gt;; Seite 10 des Kapitels: &amp;raquo;Men Of Good Fortune&amp;laquo; (&amp;raquo;M&amp;auml;nner mit Gl&amp;uuml;ck und Geschick&amp;laquo;):&lt;br /&gt;
&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/sandman_02_kolorvergleich.jpg" title="Links die alte, rechts die neue Kolorierung. Copyright by DC/Vertigo und Panini/Vertigo."&gt;&lt;br /&gt;
Links die alte Kolorierung von Robbie Bush aus meinem &lt;b&gt;&amp;raquo;Doll&amp;#8217;s House&amp;laquo;&lt;/b&gt;-Trade des DC-Verlages von 1990. Rechts die Digitalkolorierung von Zylonol aus dem neuen &lt;b&gt;&amp;raquo;Das Puppenhaus&amp;laquo;&lt;/b&gt;-Sammelband des Panini-Verlages von 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&lt;span style="font-size: 120%;"&gt;L&lt;/span&gt;INK-&lt;span style="font-size: 120%;"&gt;S&lt;/span&gt;ERVICE:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://209.85.135.104/search?q=cache:1OUsudKpZMYJ:www.sf-fan.de/fo/219.pdf+%22Das+Puppenhaus%22+sandman&amp;amp;hl=de&amp;amp;ct=clnk&amp;amp;cd=198" target="_blank"&gt;Olf Funke schreibt f&amp;uuml;r den &lt;b&gt;&amp;raquo;Fandomobserver&amp;laquo; (No. 219)&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;: &lt;span style=" color: #333333; background-color: #CCCCCC; font-family: Century Gothic,Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;"&gt;Wenn sich die Geschichten nur um diese vordergr&amp;uuml;ndigen Themen drehen w&amp;uuml;rden, w&amp;auml;re dies nur eine nette Geschichte, aber Gaiman taucht auch hier wieder in die Abgr&amp;uuml;nde der menschlichen Psyche ein und macht daraus wieder etwas ganz besonderes.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://goon-magazine.de/index.php/2007/09/15/neil-gaiman-sandman-2-das-puppenhaus/" target="_blank"&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Goon &amp;#8211; Magazin f&amp;uuml;r Gegenwartskultur&amp;laquo;&lt;/b&gt; meint&lt;/a&gt;: &lt;span style=" color: #333333; background-color: #CCCCCC; font-family: Century Gothic,Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;"&gt;Eine Figur und eine ganze Serie stellten Heft f&amp;uuml;r Heft unter Beweis, dass der amerikanische Superheldencomic eine zutiefst intellektuelle Sache sein kann und trotzdem seine Coolness nicht verliert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://comicneurotiker.blogger.de/stories/859753/" target="_blank"&gt;Der &lt;b&gt;&amp;raquo;Comic-Neurotiker&amp;laquo;&lt;/b&gt; orientiert&lt;/a&gt;: &lt;span style=" color: #333333; background-color: #CCCCCC; font-family: Century Gothic,Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;"&gt;Erst im &amp;raquo;Puppenhaus&amp;laquo; kann man wirklich entscheiden, ob man &amp;raquo;Sandman&amp;laquo; mag oder nicht. Der Band ist typisch f&amp;uuml;r die Serie und zeigt, wohin die Reise geht. {&amp;#8230;} Gaimans Serie verdankt ihren Ruhm vor allem der Tatsache, dass der Autor das Erz&amp;auml;hlen von Geschichten und die Lust am Tr&amp;auml;umen selbst zum Thema macht.&lt;/span&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 19 Nov 2007 09:17:16 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1723067/</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2007-11-19T09:17:16Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Neil Gaimans »The Sandman« Band 1: »Prädludien &amp; Notturni« mit »Hilfreichen Handreichungen« als PDF</title>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1665883/</link>
      <description>&lt;p align="center"&gt;&lt;div class="statusdark" style="font-size:120%; text-align:center;"&gt;Erster Teil von Molos Empfehlungen von &lt;a href="http://journal.neilgaiman.com/" title="Zu Neil Gaimans englischem Blog."&gt;&lt;b&gt;Neil Gaimans&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/meme_500_sandman.jpg"&gt;&lt;br /&gt;
inkl. &lt;i&gt;&amp;raquo;Hilfreicher Handreiche&amp;laquo;&lt;/i&gt; &amp;uuml;ber mythologische, historische und literarische Anspielungen.&lt;/div&gt;&lt;/p&gt;
&lt;a href="http://www.paninicomics.de/?s=artikel&amp;amp;g_artikel_id=3940" target="_blank" title="Link zu Paninis Artikelseite von &amp;raquo;Sandman&amp;laquo;-Sammelband No. 1"&gt;&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/cover_sandman_01.jpg" align="right" style="margin-left: 1em;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;(Eintrag No. 389; Literatur, Comic, Phantastik, Neo-Mythos)&lt;/i&gt; &amp;#8212; Sch&amp;ouml;n langsam mutiert die Molochronik zu einem &lt;b&gt;Neil Gaiman-Fanblog&lt;/b&gt;. Was soll ich auch machen? Gaiman ist nun mal einer der originellsten und fruchtbarsten Gegenwartsvertreter der Genre-Phantastik, und da durch so manches Ungeschick seine Werke bei uns bisher zumeist in nicht so dollen Ausgaben erschienen, werf ich mich gern ins Zeug um diesen &lt;i&gt;&amp;#8250;modernen Multimedia-Ovid&amp;#8249;&lt;/i&gt; lobzupreisen. Ich sch&amp;auml;tze Gaiman deshalb so hoch, weil er es &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(nicht immer aber eben immer wieder)&lt;/span&gt; schafft, einem Literatur-Ideal gerecht zu werden, da&amp;szlig; mir durch solche respektablen Klassiker wie den R&amp;ouml;mer &lt;b&gt;Horaz&lt;/b&gt; oder den &lt;a href="http://molochronik.antville.org/stories/1350913/" title="Zu meiner Empfehlung von &amp;raquo;Das Kritikon&amp;laquo;"&gt;&lt;b&gt;Barock-Gelehrten Gracian&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; schmackhaft nahegebracht wurde. Kein Zweifel: Literatur, Fiktionen, Fabulation sollten zu mehr n&amp;uuml;tzen, als dem Publikum eine Wohlf&amp;uuml;hlmassage zu verschaffen. Leser von Romanen &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(egal ob in Prosa oder in graphischer Form)&lt;/span&gt; sollten auch zum Nachdenken angeregt werden. Doch zweiteres will nun mal besser schmecken, wenn die Belehrung nicht so dr&amp;ouml;ge, steif und nur bildungshuberisch daherkommt. Zuerst einmal mu&amp;szlig; unterhalten werden, mu&amp;szlig; die Hemmung durch den Zweifel &amp;uuml;berwunden werden. Derart beschwingt ist es dann auch locker-flockiger m&amp;ouml;glich, den Lesern ernste Gedanken nachzubringen, auf die sie sich ansonsten nicht einzulassen die Lust gehabt h&amp;auml;tten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den fr&amp;uuml;hen 90gern lauschte ich auf einer Fantasy-Con Freunden beim Fachsimpeln &amp;uuml;ber die &amp;raquo;Sandman&amp;laquo;-Comics. Es ging um die &lt;b&gt;&amp;#8250;Endless&amp;#8249;&lt;/b&gt;, die Endlosen, jene 7-k&amp;ouml;pfige, dysfunktionale Familie &lt;i&gt;anthropomorpher Personifizierungen&lt;/i&gt;, deren Namen auf englisch alle mit D beginnen &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(der ernste &lt;b&gt;D&lt;/b&gt;estiny/Schicksal, die lockere &lt;b&gt;D&lt;/b&gt;eath/Tod, der vergr&amp;uuml;belte &lt;b&gt;D&lt;/b&gt;ream/Traum, der lebenslustige &lt;b&gt;D&lt;/b&gt;estruktion/Zerst&amp;ouml;rung, die intrigante &lt;b&gt;D&lt;/b&gt;esire/Verlangen, die selbstqu&amp;auml;lerische &lt;b&gt;D&lt;/b&gt;espair/Verzweiflung und die j&amp;uuml;ngste im Bunde &lt;b&gt;D&lt;/b&gt;elirium, die einst &lt;b&gt;D&lt;/b&gt;elight/Entz&amp;uuml;cken war).&lt;/span&gt; &amp;#8212; Als jemand, der schnell mal hingerissen ist, wenn philosophische Menschen- und Weltenlauf-Bespiegelung mit &amp;Auml;ktschn, Spannung und Soap vermengt werden, spitzte ich die Ohren. &lt;i&gt;Hmm, neue, neutrale &amp;#8250;G&amp;ouml;tter&amp;#8249;, eine moderner Pantheon f&amp;uuml;r eine globalisierte Welt&lt;/i&gt;, dachte ich mir neugierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Worauf l&amp;auml;&amp;szlig;t man sich ein?&lt;/b&gt; Auf einen gro&amp;szlig;en, zehnb&amp;auml;ndigen Epos &amp;uuml;ber die Krise von Dream/Morpheus, seinen Niedergang und seine Wiederauferstehung; auf eine kecke Mischung aus Altem und Neuen, wobei Mythologien und Klassiker von fr&amp;uuml;hester Zeit an und aus allen m&amp;ouml;glichen Weltgegenden Hand in Hand mit Neo-Mythen der westlichen Pop-Moderne einen abwechslungsreichen Reigen tanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/files/sandman_anmerkung_01.pdf" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/sandman_anmerkunen_img_01.jpg" title="Klick auf das Bild startet das Herunterladen der Anmerkungen." align="right" style="margin-left: 1em;" /&gt;&lt;/a&gt;Entbrannt vor Begeisterung f&amp;uuml;r Gaimans graphischen Wunderzyklus werde ich basierend auf den von &lt;a href="http://www.arschkrebs.de/sandman/annotations/"&gt;&lt;b&gt;Greg Morrow&lt;/b&gt; und &lt;b&gt;David Goldfarb&lt;/b&gt; gesammelten, und von &lt;b&gt;Ralf Hildebrandt&lt;/b&gt; betreuten englischen Anmerkungen&lt;/a&gt; zu &amp;raquo;Sandman&amp;laquo;, begleitend zur Neuauflage der Sammelb&amp;auml;nde, in der Molochronik k&amp;uuml;nftig reichlich Material f&amp;uuml;r bildungsinteressierte Freunde der Edel-Phantastik reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier zum Download des &lt;a href="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/files/sandman_anmerkung_01.pdf" target="_blank"&gt;PDFs der ersten Abteilung meiner &lt;b&gt;&amp;raquo;Hilfreichen Handreichungen&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; zu &lt;b&gt;Neil Gaimans&lt;/b&gt; gro&amp;szlig;artigen Comicroman. &amp;#8212; 1000 Dank an &lt;b&gt;lucardus&lt;/b&gt; f&amp;uuml;r eine spendierte Runde Korrektur!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Band &lt;b&gt;&amp;raquo;Pr&amp;auml;dludien &amp;amp; Notturni&amp;laquo;&lt;/b&gt; versammelt den aus acht Kapiteln/Heften bestehenden er&amp;ouml;ffnenden Handlungsbogen, dessen Arbeitstitel auf englisch &lt;b&gt;&amp;raquo;More than Rubies&amp;laquo;&lt;/b&gt; (Mehr als Rubine) lautet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nach dem Vorbild des Scharlatan-Okkultisten Aleister Crowley gestalteter englischer Gurumotz hegt die alte Menscheitsambition den Tod zu &amp;uuml;berwinden zu wollen. Dazu zieht dieser Roderick Burgess Anfang des 20. Jhd. ein Beschw&amp;ouml;rungsritual mit seiner Kultgang durch, verhaut sich aber grob. Statt Death/Tod zu bannen, f&amp;auml;ngt Burgess deren &amp;#8250;kleinen&amp;#8249; Bruder Dream/Traum in seinem Zauberkreis, wo der bleiche K&amp;ouml;nig der Traumlande &amp;uuml;ber siebzig Jahre darbt. Durch Dreams Abwesenheit verfiel sein Reich, viele Traumlandbewohner haben sich auf und davon gemacht und treiben ihr Unwesen in unserer Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/sandman_altefarbe.jpg" title="&amp;raquo;Sandman&amp;laquo;, Heft 1, Seite 1, alte Kolorierung. Copyright by Vertigo/DC."align="left" style="margin-right: 1em;" /&gt;Erster und Zweiter Weltkrieg vertreichen, wie auch die Nachkriegsepoche, bis es Dream schlie&amp;szlig;lich Ende der 80-ger gelingt seinen Kerkermeistern zu entkommen und in seine Heimatgefilde zur&amp;uuml;ckzukehren. Soweit das erste Kapitel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest von &amp;raquo;Pr&amp;auml;ludien &amp;amp; Notturni&amp;laquo; erz&amp;auml;hlt dann ausf&amp;uuml;hrlich und abwechslungsreich, wie der geschw&amp;auml;chte Morpheus St&amp;uuml;ck f&amp;uuml;r St&amp;uuml;ck seine machtvollen Artefakte wiedererlangt und sein Reich halbwegs restauriert. Zu den H&amp;ouml;hepunkten des ersten Sammelbandes geh&amp;ouml;rt ein Ausflug von Morpheus in die H&amp;ouml;lle, wo er sich mit einem gemeinen D&amp;auml;mon ein &lt;i&gt;&amp;#8250;Duell der Realit&amp;auml;t&amp;#8249;&lt;/i&gt; liefert; ein verst&amp;ouml;rendes Kapitel &amp;uuml;ber Gr&amp;ouml;&amp;szlig;enwahn und Ma&amp;szlig;losigkeit, wenn ein Stra&amp;szlig;enrestaurant zum Hort t&amp;ouml;dlichen Gruppen-Irrsins wird; und nat&amp;uuml;rlich das abschlie&amp;szlig;ende achte Kapitel des ersten Bandes, wenn dem selbstmitleidigen Morpheus von seiner &amp;uuml;beraus symphatischen Grufischwester Death der Kopf gerade ger&amp;uuml;ckt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine ersten &amp;raquo;Sandman&amp;laquo;-Einzelhefte las ich noch leihweise, bevor ich im September 1992 mit Heft 41 selbst anfing zu sammeln. Im Lauf der Zeit besorgte ich mir die zehn englischen Sammelb&amp;auml;nde von Vertigo/DC. Mit gro&amp;szlig;er Verst&amp;ouml;rung beobachtete ich vor Jahren, wie diese Sammelb&amp;auml;nde in schrecklicher Art und Weise das erste Mal auf Deutsch herausgebracht wurden. In zu gro&amp;szlig;em (europ&amp;auml;ischem) Albumformat auf viel zu schwerem Papier, und &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(was am r&amp;uuml;genswertensten ist)&lt;/span&gt; oftmals wurden die Original-Sammelb&amp;auml;nde f&amp;uuml;r die deutsche Ausgabe einst zweigeteilt ver&amp;ouml;ffentlicht. Zudem wurde diese erste deutsche Ausgabe nie abgeschlossen. Sicherlich hat das f&amp;uuml;r enorm viel Frust bei der Comicliteratur-Leserschaft gesorgt &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(und wieviele Jungleser durch diese &amp;#8250;Schlampausgaben&amp;#8249; dazu getrieben wurden, gleich auf Englisch zu lesen, wage ich gar nicht zu spekulieren)&lt;/span&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/sandman_neuefarbe.jpg" title="&amp;raquo;Sandman&amp;laquo;, Heft 1, Seite 1, neue Digital-Kolorierung. Copyright by Vertigo/DC." align="right" style="margin-left: 1em;" /&gt;Nun &amp;#8212; endlich! &amp;#8212; mit gro&amp;szlig;er Versp&amp;auml;tung, daf&amp;uuml;r aber auch mit erfeulicher Sorgfalt gestaltet erscheinen seit Anfang dieses Jahres die Sammelb&amp;auml;nde bei &lt;a href="http://www.paninicomics.de/?s=vertigo_programm" title="Zur Hauptseite von Panini/Vertigo" target="_blank"&gt;&lt;b&gt;Panini/Vertigo&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; erneut. Panini hat Sandman neu &amp;uuml;bersetzten lassen lassen und folgt dabei der neusten Sammelauflage der Amerikaner, tischt uns damit also die neue digitale Kolorierung auf. Die alte Kolorierung ist freilich nicht g&amp;auml;nzlich zu verachten; vor allem Freunde der klassischer Gruselrie&amp;szlig;er-Comics d&amp;uuml;rften daran Gefallen finden. Immerhin: die 75 Hefte der &amp;raquo;Sandman&amp;laquo;-Reihe, die von 1989 bis 1996 (fast immer) monatlich erschienen, dokumentieren nebenbei auch die Geschichte der Umstellung zum digitalen Einf&amp;auml;rben der s/w-Linienzeichnung. Der Vergleich von Seite 1 in alter und neuer Kolorierung zeigt, wie Dank digitaler Bildbearbeitung feinere Farbnuancen &amp;amp; -verl&amp;auml;ufe m&amp;ouml;glich sind. Die Seiten sind zugleich dezenter eingef&amp;auml;rbt, und wirken dennoch plastischer. Dadurch geht zwar der horror-trashige Charakter der urspr&amp;uuml;nglichen Koloierung verlohren, aber alles in allem finde ich die neue Farbgestaltung angenehmer, stimmungsvoller, kurz: sch&amp;ouml;ner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bezaubernsten Markenzeichen von Gaiman geh&amp;ouml;rt, wie es ihm gelingt, kleine Geschichten in der gro&amp;szlig;en Geschichte unterzubringen; wie er vor allem mit &amp;raquo;Sandman&amp;laquo; eine Geschichtenerz&amp;auml;hl-Maschinerie anwirft, die im Besten Sinne an die ber&amp;uuml;hmte Wendung aus Michael Endes &lt;b&gt;&amp;raquo;Die Unendliche Geschichte&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class="quote"&gt;Aber dies ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erz&amp;auml;hlt werden&lt;/div&gt;
oder auch an die labyrinthische Weberei von Schahrasads Erz&amp;auml;hlungen in &lt;b&gt;&amp;raquo;Tausendundeiner Nacht&amp;laquo;&lt;/b&gt; erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei jeglicher ehrw&amp;uuml;rdiger Phantastik bietet &amp;raquo;Sandman&amp;laquo; seinen Lesern ein facettenreiches philosophisches Panoptikum an. Philosophisch im hehresten Sinne, eignet sich dieses Epos &amp;uuml;ber Niedergang und Wiederaufstieg, &amp;uuml;ber Sehnsucht und Zorn doch vorz&amp;uuml;glich dazu, den Leser unaufdringlich die Kunst des Sterbens zu lehren, ohne Verzweiflung damit fertig zu werden, da&amp;szlig; unser aller Leben auf ein unausweichliches Ende zustrebt, es also nur in unserer eigenen Verantwortung liegt, welche Welten wir f&amp;uuml;r uns und unsere Mitmenschen bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&lt;span style="font-size: 120%;"&gt;L&lt;/span&gt;INK-&lt;span style="font-size: 120%;"&gt;S&lt;/span&gt;ERVICE&lt;/b&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;In der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sandman" target="_blank"&gt;deutschsprachigen &lt;b&gt;Wikipedia&lt;/b&gt; schreiben Sandman-Leser flei&amp;szlig;ig&lt;/a&gt;, stellen &amp;Uuml;bersichten zu den zehn Sammelb&amp;auml;nden und die Charaktere zusammen. Guter Einstieg, um in den Tiefen der Sandman-Comics zu gr&amp;uuml;ndeln.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.buchkritik.at/kritik.asp?IDX=4444" target="_blank"&gt;J&amp;uuml;rgen Weber lobt f&amp;uuml;r &lt;b&gt;&amp;raquo;Buchkritik.at&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; und meint trefflich, da&amp;szlig; &lt;span style=" color: #333333; background-color: #CCCCCC; font-family: Century Gothic,Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;"&gt;&amp;raquo;Sandman&amp;laquo; {ihnen} Ihnen erlauben {wird} besser zu tr&amp;auml;umen&lt;/span&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=3852&amp;amp;letter=S" target="_blank"&gt;Bj&amp;ouml;rn Backes lobt in seiner Besprechung f&amp;uuml;r &lt;b&gt;&amp;raquo;Buchwurm&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;: &lt;span style=" color: #333333; background-color: #CCCCCC; font-family: Century Gothic,Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;"&gt;&amp;raquo;Sandman&amp;laquo; ist ein ehrenwerter Fundus abstrakter Poesie, d&amp;uuml;ster, bet&amp;ouml;rend, verwirrend und in seiner Form definitiv einzigartig.&lt;/span&gt; Leider st&amp;ouml;&amp;szlig;t Bj&amp;ouml;rn aber auch wieder in das Horn, welches tutet, da&amp;szlig; Gaiman verschreckend und verst&amp;ouml;rend &amp;#8250;brutal&amp;#8249; ist. Liebe Leut: &amp;raquo;Sandman&amp;laquo; ist gedacht f&amp;uuml;r &lt;i&gt;&amp;#8250;mature readers&amp;#8249;&lt;/i&gt;. Trotz aller Auch-Eignung f&amp;uuml;r aufgeweckte Teens, ist &amp;raquo;Sandman&amp;laquo; eben kein Kinderfantasykram, sondern beste Phantastik f&amp;uuml;r reife Leser.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.roterdorn.de/inhalt.php?xz=rezi&amp;amp;id=7575" target="_blank"&gt;F&amp;uuml;r &lt;b&gt;&amp;raquo;Roterdorn.de&amp;laquo;&lt;/b&gt; schreibt Arielen (Christel Scheja) &amp;uuml;ber Sammelband 1.&lt;/a&gt;, und lobt sehr trefflich: &lt;span style=" color: #333333; background-color: #CCCCCC; font-family: Century Gothic,Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;"&gt;Einerseits kann man sich einfach nur von einer spannenden und ungew&amp;ouml;hnlichen Geschichte unterhalten lassen - andererseits ist es auch m&amp;ouml;glich in die hintergr&amp;uuml;ndigen Szenarien einzutauchen, die in Text und Bildern erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind. Das macht die Serie zu Recht zu einem der Klassiker der Comic-Geschichte.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.screwtapes.de/wp/?p=249" target="_blank"&gt;Blogger-Kollege Miko O. von &lt;b&gt;&amp;raquo;Screwtape&amp;#8217;s&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; beschreibt das umfassende Staunen, das Sandman seinen Lesern bereitet.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 24 Jul 2007 15:05:21 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1665883/</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2007-07-24T15:05:21Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Danke für den Hinweis!</title>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/913101/#1805660</link>
      <description>&amp;#8230; lieber Merzmensch.&lt;br /&gt;
Der Trailer zu &amp;raquo;Avalon&amp;laquo;, den ich im Netzel gefunden habe, l&amp;auml;&amp;szlig;t mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Leider hat den Film meine Videothek nicht. Aber ich werd mal gucken, ob die DVD kosteng&amp;uuml;nstig genug zu beschaffen ist, um den Kauf zu wagen.</description>
      <pubDate>Fri, 13 Jun 2008 03:36:37 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/913101/#1805660</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2008-06-13T03:36:37Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/913101/#1804003</link>
      <description>Mein absoluter SF-Lieblingsfilm ist "Avalon" (japanisch-polnische Koproduktion). Das erste, was man nach der Vorf&amp;uuml;hrung denkt: "was war denn das f&amp;uuml;r seltsame unglogische Aneinanderreihung der Spezialeffekte?". Wenn man aber den Film analysiert, und gegebenenfalls nochmals anschaut - versteht man, alles in diesem Film ist st&amp;auml;hlernen  Logik, alles ist akribisch durchdacht, der Film ist reine Philosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe "Avalon" 14 mal gesehen - ohne ein Filmfreak zu sein. Und ich werde es immer wieder tun, denn jedes Mal entdeckt man neue Aspekte der Kosmologie, die in diesem Film herrscht.&lt;br /&gt;
:-)</description>
      <pubDate>Sun, 08 Jun 2008 18:56:27 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/913101/#1804003</guid>
      <dc:creator>merzmensch</dc:creator>
      <dc:date>2008-06-08T18:56:27Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>»Kritische Ausgabe – Abenteuer«</title>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1801339/</link>
      <description>&lt;a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/hefte/abenteuer/" target="_blank" title="Zur Inhalts-&amp;Uuml;bersicht des Themenheftes &amp;raquo;Abenteuer&amp;laquo;, Sommer 2008."&gt;&lt;img title="" height="286" style="margin-left:5px;" alt="" width="200" align="right" src="http://www.antville.org/static/molochronik/images/cover_kritischeausgabe_som0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;(Eintrag No. 514; Literatur, Gesellschaft, Klassiker, Phantastik)&lt;/i&gt; &amp;#8212; Kenner meiner unversch&amp;auml;mt langen Link-Leiste &lt;span style="font-size:80%;"&gt;(rechte S&amp;auml;ule weiter unten)&lt;/span&gt; wissen ja, dass ich schon lange auf &lt;a href="http://www.kritische-ausgabe.de/" target="_blank" title="Zur Startseite von &amp;raquo;Kritische Ausgabe&amp;laquo;."&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Kritische Ausgabe&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;, das Literatur- und Germanistik-Magazin der Uni Bonn verlinke. Das Online-Angebot dort ist h&amp;uuml;bsch vielf&amp;auml;ltig und immer einen Klick wert, wenn man Musenzeit &amp;uuml;brig hat um interessante Rezensionen und Berichte aus dem Literaturbetrieb zu lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die gedruckten themenbezogenen Hefte lohnen sich. Zuletzt hatte ich Gelegenheit dazu und Freude damit &lt;a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/hefte/rausch/" target="_blank" title="Zur Inhalts-&amp;Uuml;bersicht des Themenheftes &amp;raquo;Rausch&amp;laquo;."&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Rausch&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/hefte/werkstatt/" target="_blank" title="Zur Inhalts-&amp;Uuml;bersicht des Themenheftes &amp;raquo;Werkstatt&amp;laquo;."&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Werkstatt&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; zu genie&amp;szlig;en (in letzterem findet sich z.B. ein langes, feines Interview mit Helmut Krausser!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Uuml;ber meine prinzipielle Begeisterung f&amp;uuml;r dieses Magazin hinaus, habe ich nun weitere Gr&amp;uuml;nde, auf die aktuelle Ausgabe zum Thema &lt;i&gt;&amp;raquo;Abenteuer&amp;laquo;&lt;/i&gt; aufmerksam zu machen. &amp;#8212; Der pers&amp;ouml;nlichere sei zuerst aber schnell abgehakt: mit dem Text &lt;a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1215/" target="_blank" title="Zum Trailer meines Beitrags."&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Das Abenteuer Phantastik&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; bin ich selbst vertreten. Darin schwurble ich &lt;span style="font-size:80%;"&gt;(deutlich von der Lekt&amp;uuml;re der Sloterdijk&amp;#8217;schen &amp;raquo;Sph&amp;auml;ren&amp;laquo; beeinflusst)&lt;/span&gt; ganz hyper-maximalistisch allgemein &amp;uuml;ber das Abenteuer des (Phantastik-)Lesens. Den ganzen ca. 40000-Zeichen langen Text werde ich ab Herbst/Winter 2008 hier in der Molochronik einpflegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alle etwa 30 Beitr&amp;auml;gen kann ich nicht n&amp;auml;her eingehen, aber die folgenden drei St&amp;uuml;ck will ich doch extrich erw&amp;auml;hnt haben:
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Der erste Text den ich unbedingt lesen musste, weil ich am neugierigsten auf ihn war, stammt von Nadja Nitsche: &lt;a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1219/" target="_blank" title="Zum Trailer von Nadja Nisches &amp;raquo;Monsters in Translation.&amp;laquo;"&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Monsters in Translation. Gisbert Haefs vs. Beowulf vs. Grendel&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;. Mit einem hinreissenden Beieinander von Respektlosigkeit, Freude am Thema und Gelehrigkeit berichtet sie &amp;uuml;ber die Probleme, welche die Neu&amp;uuml;bersetzung oder Neunachdichtung in Prosa eines Stoff wie Beowulf selbst einem veritablen &amp;Uuml;bersetzermeister und Selberfabulierer wie Gisbert Haefs bereitet, welchen Schindluder Heafs bei seinem Versuch trieb, was ihm aber auch gelang und &amp;uuml;berhaupt, wie Geschichte und Historisches mitunter in trashig-subversiven Schundliterazurzusammenh&amp;auml;ngen Metapherwellennkraft entfalten und dass letztendlich, wenn &amp;uuml;berhaupt etwas, nur die Phantasie der Leser die verschollenen Vorg&amp;auml;nge erhellen k&amp;ouml;nnen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Vergn&amp;uuml;glich viel gelernt und angeregt wurde ich durch Stefan Andres Beitrag &lt;a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1210/" target="_blank" title="Zum Trailer von Stefan Anders&amp;#8217; &amp;raquo;Ein Bandit, der B&amp;ouml;ses dabei denkt?&amp;laquo;"&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Ein &lt;i&gt;Bandit&lt;/i&gt;, der B&amp;ouml;ses dabei denkt? Die Gattung Schelmenroman, kurzgeschlossen mit Hobsbawms &amp;#8250;Sozialrebellen&amp;#8249;&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;. Das Buch &lt;i&gt;&amp;raquo;Banditen. R&amp;auml;uber als Sozialrebellen&amp;laquo;&lt;/i&gt; (engl. 1969; dt. 2007!) des Engl&amp;auml;nders Eric Hobsbawm, seines Zeichens ein marxistischer Historiker, reizt mich ja sowieso. Um so feiner, einiges &amp;uuml;ber die literatur-historischen Wurzeln heutiger Konventionen des Abenteuergenre zu lernen, sprich, &amp;uuml;ber die Pikaros, die als Gegenentwurf zu idyllischen Sch&amp;auml;ferspielchen und idealisierten Ritterabenteuren im barocken Spanien aufgekommen sind.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Und als Freund heimischer Klassiker lie&amp;szlig; ich mich gerne (wieder)anstecken von der virulenten Begeisterung, von der das Gespr&amp;auml;ch der &amp;raquo;K.A.&amp;laquo;-Redakteure Andreas J&amp;uuml;ngling und Nina Treude mit Prof. Dr. Norbert Oellers erf&amp;uuml;llt ist: &lt;a href="http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1220/" target="_blank" title="Zum Trailer des Gespr&amp;auml;chs mit Prof. Dr. Norbert Oellers: &amp;raquo;Schiller war ein Abenteurer&amp;laquo;."&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Schiller war ein Abenteurer &amp;#8211; Nicht nur in Liebesdingen, auch in Weltdingen&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;

Ebenso lohnend fand ich die Beitr&amp;auml;ge &amp;uuml;ber eine politische Lesart der Werke von Karl May, &amp;uuml;ber Erich K&amp;auml;stner als verhinderten S&amp;uuml;dsee-Abenteuerautoren, &amp;uuml;ber Parzival und Erec. Ebenfalls eine besondere Erw&amp;auml;hnung wert ist Claude Haas unaufgeregt lobende Rezension von Littells &amp;raquo;Wohlgesinnten&amp;laquo;, die statt Polemik Argumentation bietet. Gut so.</description>
      <pubDate>Sat, 31 May 2008 15:30:01 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1801339/</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2008-05-31T15:30:01Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Ricardo Pinto: »Der Steinkreis des Chamäleons«, Band 1 &amp; 2 oder: Vertriebene im ummaurten Garten der Götter</title>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1350914/</link>
      <description>&lt;div class="statusdark"&gt;Zuerst erschienen in &amp;raquo;&lt;a href="http://www.magira.com/" target="_blank"&gt;MAGIRA&lt;/a&gt; 2003 &amp;#8212; Jahrbuch zur Fantasy&amp;laquo;, herausgegeben von Michael Scheuch und Hermann Ritter. F&amp;uuml;r die Molochronik z.T. gek&amp;uuml;rzt bzw. erweitert. &amp;#8212; &lt;b&gt;EDIT:&lt;/b&gt; Um Autorenportrait erg&amp;auml;nzt und Formatierung verbessert am 31. Mai 2008.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/25360041@N06/2500657139/" title="Ricardo Pinto von molosovsky bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3068/2500657139_de45093491_m.jpg" width="240" height="233" align="right" style="margin-left:5px;" alt="Ricardo Pinto" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;(Eintrag No. 262; Literatur, Fantasy, Phantastik, Klassiker)&lt;/i&gt; &amp;#8212; Die Gebieter herrschen schon seit langer Zeit &amp;uuml;ber die &lt;i&gt;&amp;#8250;Drei Lande&amp;#8249;&lt;/i&gt;. Laut ihren Legenden stammen sie von den Sternen. Ihre Macht gr&amp;uuml;ndet sich auf den Fleischtribut den die Bev&amp;ouml;lkerung entrichtet und auf eine erbarmungslose Justiz, die nicht knauserig mit Verst&amp;uuml;mmelungs-, Blendungs- und Kreuzigungsurteilen ist. Nur unter ihresgleichen d&amp;uuml;rfen die Gebieter, die Auserw&amp;auml;hlten, ihre Gold- und Schmuckmasken ablegen. Erblicken Untergebene ihre unverh&amp;uuml;llten Gesichter &amp;#8212; &amp;#8230; siehe Justiz. Reinheit und Makellosigkeit der Abstammung ist f&amp;uuml;r die Gebieter von zentraler Bedeutung, so tragen sie die Blutwerte ihrer Eltern &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(Seriennummer l&amp;auml;&amp;szlig;t gr&amp;uuml;&amp;szlig;en)&lt;/span&gt; als Narben auf dem R&amp;uuml;cken, was auch zur rituellen Indentifizierung dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit empfiehlt sich &lt;b&gt;&amp;raquo;Der Steinkreis des Cham&amp;auml;leons&amp;laquo;&lt;/b&gt; schon mal als Lekt&amp;uuml;re f&amp;uuml;r alle, die in der Fantasy gerne und ausf&amp;uuml;hrlich die Schattenseiten menschlicher Kultur durchgespielt bekommen (und denen z.B. die Kulturbeschreibung in Michael Moorcocks &amp;raquo;Elric von Melnibon&amp;eacute;&amp;laquo; zu fl&amp;uuml;chtig war).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.klett-cotta.de/fantasy_buch_m.html?&amp;amp;tt_products=560&amp;amp;backPID=109" target="_blank" title="Im Katalog von Klett-Cotta."&gt;&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/cover_steinkreis_01.jpg" align="left" style="margin-right:5px;" /&gt;&lt;/a&gt;Angesiedelt in einer vorgeschichtlichen Zeit (mit Dinosauriern), begleitet der Leser die Bildungsreise des jugendlichen Karneol aus dem Hause Suth. Mit einem Teil seines Gefolges hat sich Karneols Vater auf eine Insel im Eismeer ins Exil begeben, fern vom paradiesischen Machtzentrum des Vulkankraterpalastes von Osrakum. Doch andere Gebieter kommen &amp;uuml;ber das Meer und bewegen den Vater, eine wichtige Rolle bei der anstehenden Wahl des neuen Gottkaisers einzunehmen. Mit dem Verlassen der Insel endet Karneols beh&amp;uuml;tete Kindheits- und Jugendwelt abrupt. In schmerzlichen Lektionen lernt er auf dem Weg nach Osrakum halbwegs, was seine Stellung als Gebieter eigentlich bedeutet; was dieser &lt;i&gt;&amp;#8250;Job&amp;#8249;&lt;/i&gt; an Distanziertheit, Selbstkontrolle und grausamen Kalk&amp;uuml;l verlangt. In Osrakum schlie&amp;szlig;lich setzt er unwissentlich eine alte Prophezeiung in Gang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ricardo Pinto war lange Zeit ein Designer f&amp;uuml;r Computerspiele &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(unter anderem des Klassikers &lt;b&gt;&amp;raquo;Carrier Command&amp;laquo;&lt;/b&gt;)&lt;/span&gt;, und das ist den aberwitzigen Landschaften, bombastischen Architekturen und der perfide ausgekl&amp;uuml;gelten Gesellschaftshierarchie von &amp;raquo;Der Steinkreis des Cham&amp;auml;leons&amp;laquo; anzumerken. Pinto verf&amp;uuml;gt &amp;uuml;ber viele originelle Ideen f&amp;uuml;r seine Welt; weniger innovativ ist der Aufbau und Stil des Buches. So ger&amp;auml;t manche Wegstrecke der beschwerlichen Reise(n) etwas langatmig und auch Karneols best&amp;auml;ndige Weigerung, sich gem&amp;auml;&amp;szlig; seiner Stellung als Gebieter zu verhalten, zeitigt L&amp;auml;ngen. Da bin ich nun  mal durch klassische Reiseberichte und alte Meister anspruchsvoll geworden im Lauf der Zeit. Doch werden diese etwaigen L&amp;auml;ngen durch intensive Abschnitte vollends ausgewogen, wenn Karneol neue Bauten und St&amp;auml;tten der Drei Lande &lt;i&gt;&amp;#8250;besichtigt&amp;#8249;&lt;/i&gt; (Panoramen!) oder anderen Gebietern begegnet (Mischung aus Duell und Konversation!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.klett-cotta.de/fantasy_buch_m.html?&amp;amp;tt_products=1597&amp;amp;backPID=109" target="_blank" title="Im Katalog von Klett-Cotta."&gt;&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/cover_steinkreis_02.jpg" align="right" style="margin-left:5px;" /&gt;&lt;/a&gt;Zwei Beispiele f&amp;uuml;r wuchtige Phantastik-Bilder: So wird das Ausma&amp;szlig; der grausamen Gebieterkultur  Karneols bei seiner Ankunft in Osrakum deutlich, wenn er erkennt, da&amp;szlig; der Kieselstrand am Eingang des Hauses seiner Familie aus Abermillionen kleiner handgeschnitzten Figuren besteht. Oder die Bibliothek der Weisen &amp;#8212; einer bis auf den Tastsinn verst&amp;uuml;mmelten Priesterkaste &amp;#8212;  in Osakum. Fenster und lichtlos (die Weisen orientieren sich in der Bibliothek anhand von Markierungen auf dem Steinboden), bewahrt sie das Wissen hunderter Generationen auf Perlschn&amp;uuml;ren; Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e, Form, Gewicht, Oberfl&amp;auml;chenstruktur und Temperatur (Koralle ist w&amp;auml;rmer als Metall) einer aufgeschn&amp;uuml;hrten Perle bestimmen dabei die Bedeutung des &lt;i&gt;&amp;#8250;Schrift&amp;#8249;&lt;/i&gt;-Zeichens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert aber ist noch etwas ganz anderes. Ricardo Pinto selbst bekennt sich offen zu seiner Homosexualit&amp;auml;t und scheut sich nicht, sie zu einem bedeutenden Thema seiner Trilogie zu machen.  Bei seinen  Erkundigungen in Osakrum trifft Karneol auf Osidian, einen der beiden Gottkaiseranw&amp;auml;rter. Zusammen tollen sie vergn&amp;uuml;gt durch die verbotenen G&amp;auml;rten von Osrakum, bis &amp;uuml;ble Intriganten sie aus der Machsph&amp;auml;re des Hofes entfernen und mit diesem Cliffhanger endet der erste Band &lt;b&gt;&amp;raquo;Die Auserw&amp;auml;hlten&amp;laquo;&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &lt;b&gt;&amp;raquo;Die Ausgesto&amp;szlig;enen&amp;laquo;&lt;/b&gt; finden sich der milde und mitf&amp;uuml;hlende Karneol und sein hochm&amp;uuml;tiger und grausamer Geliebter Osidian unter Wilden in dem von gigantischen Maueranlagen umspannten und unterteilen Bewachten Land wieder. Mit der Verschleppung aus dem Garten Eden endet die unbeschwerte Liebe der beiden. Osidian ist nicht wie Karneol gewillt, sich den Sitten des sie aufnehmenden Stammes anzupassen. Der verhinderte Gottkaiser sinnt vermehrt auf Rache gegen seinen nun inthronierten Bruder und macht sich nur insofern Gedanken um die Menschen des Stammes, wie er sie f&amp;uuml;r seine Zwecke einsetzten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn Pinto als Stilist und Dramaturg mehr hergeben k&amp;ouml;nnt, als Weltenbauer &amp;uuml;berzeugt er mich. Auf seiner &lt;a href="http://www.ricardopinto.com" target="_blank"&gt;&lt;b&gt;Homepage&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; bietet er interessante Einblicke in seine Notizen und Skizzen zur Welt der Drei Lande. Ob die Geschichte den ganzen Aufwand und die ca. 1800 Seiten wert sein wird, wird sich erst mit dem Erscheinen des dritten Bandes zeigen. Mit vielen kenntnissreichen Anlehnungen an alte und (sogenannte) primitive Kulturen schafft es Pinto, eine magische Vorwelt (ohne Magie) zu erschaffen, die sich nicht hinter klassischen Phantasien von vergessenen vorgeschichtlichen Reichen verstecken mu&amp;szlig;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#8226;&amp;#8226;&amp;#8226;&amp;#8226;&amp;#8226;&lt;br /&gt;
&lt;div class="statusdark"&gt; &lt;b&gt;Der Steinkreis des Cham&amp;auml;leons&lt;/b&gt; (The Stonedance of the Chameleon); aus dem Englischen von Wolfgang Kerge; jeweils drei Karten, gebunden mit Leseb&amp;auml;ndchen.
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Die Auserw&amp;auml;hlten&amp;laquo;&lt;/b&gt; (The Choosen, 1999): 603 Seiten, Klett-Cotta, Stuttgart 2001; ISBN: 978-3-608-93241-6&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Die Ausgesto&amp;szlig;enen&amp;laquo;&lt;/b&gt; (The Standing Dead, 2002): 624 Seiten, Klett-Cotta, Stuttgart 2002; ISBN: 978-3-608-93242-3&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 14 Mar 2006 18:12:16 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1350914/</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2006-03-14T18:12:16Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Jürgen Lodemann: »Siegfried und Krimhild« oder: Aus der Mitte Europas</title>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1350911/</link>
      <description>&lt;div class="statusdark"&gt;Zuerst erschienen in &amp;raquo;&lt;a href="http://www.magira.com/" target="_blank"&gt;MAGIRA&lt;/a&gt; 2003 &amp;#8212; Jahrbuch zur Fantasy&amp;laquo;, herausgegeben von Michael Scheuch und Hermann Ritter. F&amp;uuml;r die Molochronik z.T. gek&amp;uuml;rzt bzw. erweitert. &amp;#8212; &lt;b&gt;EDIT:&lt;/b&gt; Um Autorenportrait erg&amp;auml;nzt und Formatierung verbessert am 31. Mai 2008.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

&lt;i&gt;(Eintrag No. 259; Literatur, Fantasy, Phantastik)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class="quote"&gt;&lt;p align="center" style="font-size:90%;"&gt;Die &amp;auml;lteste Geschichte aus der Mitte Europas&lt;br&gt;
im 5. Jahrhundert notiert, teils lateinisch, teils in der Volkssprache,&lt;br&gt;
ins irische Keltisch &amp;uuml;bertragen&lt;br&gt;
von Kilian Hilarus von Kilmacduagh&lt;br&gt;
im 19. Jahrhundert von John Schazman ins Englische,&lt;br&gt;
&lt;br&gt;ins Deutsche &amp;uuml;bersetzt, mit den wahrscheinlichen Quellen&lt;br&gt;
verglichen und mit Erl&amp;auml;uterungen versehen&lt;br&gt;
von J&amp;uuml;rgen Lodemann&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

So lautet der komplette Nebentitel dieser gro&amp;szlig;artigen Neufassung der Geschichte des Nibelungenlieds. Kilian und Schazman sind dabei ebenso fiktiv, wie die durch sie auf Lodemann gekommene Urfassung der Nibelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/25360041@N06/2500657137/" title="J&amp;uuml;rgen Lodemann von molosovsky bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2282/2500657137_f78d963cf8_m.jpg" width="240" height="239" align="right" style="margin-left:5px;" alt="J&amp;uuml;rgen Lodemann" /&gt;&lt;/a&gt;Zwanzig Jahre Recherchen und Schreibarbeit hat J&amp;uuml;rgen Lodemann (*1936) in den Roman &lt;b&gt;&amp;raquo;Siegfried und Krimhild&amp;laquo;&lt;/b&gt; investiert. Er ist sonst eher bekannt als Gr&amp;uuml;nder der SWF-Bestenliste, einer meinungsgeben Plattform im  deutschen Literaturbetrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da freu ich mich freilich, wenn ein solch repektabler Autor noch dazu mit den n&amp;ouml;tigen Schreibmuskeln gesegnet geduldig der Forderung Goethes nachkommt, aus den Nibelungen ein spannendes Volksbuch zu machen. Fr&amp;uuml;h schon erkannten damals begeisterte Leser, da&amp;szlig; man diese &lt;i&gt;&amp;raquo;&amp;auml;lteste Geschichte aus der Mitte Europas&amp;laquo;&lt;/i&gt; in einer Liga mit den gro&amp;szlig;en Stoffen der Antike anzusiedeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.klett-cotta.de/literatur_buecher_l.html?&amp;amp;tt_products=1121" target="_blank" title="Im Katalog von Klett-Cotta."&gt;&lt;img title="" height="316" style="margin-right:5px;" alt="" width="200" align="left" src="http://www.antville.org/static/molochronik/images/cover_lodemann_hc.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Jedoch: Krasse Verdrehung wie der M&amp;auml;r von der Nibelungentreue der Nazis oder v&amp;ouml;llige Entleerung wie bei der Wormser Festspiel-Wurschtigkeit l&amp;auml;&amp;szlig;t bis heute f&amp;uuml;r viele eine  intensivere Auseinandersetzung mit dem Epos anr&amp;uuml;chig und suspekt erscheinen. Obwohl ihm das von einigen Kritikern attestiert wird, stellt Lodemanns Buch aber keine simple Gegen&amp;uuml;berstellung von widersprechenden Weltauffassungen dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das seit Umberto Ecos &lt;b&gt;&amp;raquo;Der Name der Rose&amp;laquo;&lt;/b&gt; bew&amp;auml;hrte (postmoderne) Verfahren der Vermengung von Fakten mit fiktiven Quellen nutzt Lodemann, um seine politischen und dramatischen Spekulation enger am Ideal historischer Authenzit&amp;auml;t entlang zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Szenenfolge der Geschichte stehen ja fest: Siegfrieds Heldentaten im Dienste des Wormser Hofes; seine Liebe zu Krimhild und die Beihilfe, die er ihrem Bruders Gunther bei der Brautwerbung um Br&amp;uuml;nhilde leistet; die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Br&amp;auml;uten Krimhild und Br&amp;uuml;nhild; der Verrat an Siegfried und seine Ermordung durch den Wormser Heermeister Hagen; der Wahnsinn der trauernden Krimhild und ihre Heirat mit Etzel; Krimhilds Rache an den M&amp;ouml;rdern Siegfrieds und das Blutbadfinale im Saalbrand. So klar die Taten beschrieben sind, so unklar bleiben gr&amp;ouml;&amp;szlig;tenteils bis heute die Beweggr&amp;uuml;nde der Figuren, die Hintergr&amp;uuml;nde der Geschehnisse. Eine (eindeutige) Urfassung aus der Zeit der Ereignisse wird zwar von der seri&amp;ouml;sen Forschung inzwischen als sehr wahrscheinlich angenommen, aber (noch) ist sie nicht gefunden worden. So schildern die drei bedeutendsten der uns bekannten Quellen aus der Zeit um 1200 bereits zeitgeschichtlich gef&amp;auml;rbte Versionen der Geschichte, z.B. lassen sie Siegfried mal als naiven Gutmenschen, mal als heidnischen T&amp;ouml;lpel erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutung der Ereignisse, die Lodemann anbietet, ist so unerh&amp;ouml;rt und abwegig nicht. Auf der einen Seite stehen die lateinisch-christlichen Herren, auf der anderen die Heiden von jenseits der Reste des r&amp;ouml;mischen Reiches. Das Machtstreben der heiligen Mutter Kirche und die Nulltoleranz gegen&amp;uuml;ber naturreligi&amp;ouml;sen Freidenkern bietet eine Schnur, auf der Lodemann die einzelnen Stationen des Nibelungenliedes &amp;uuml;berzeugend aufzuf&amp;auml;deln wei&amp;szlig;. Die politische These und Tendenz des Buches manifestiert sich vielleicht am klarsten in der einzigen gro&amp;szlig;en Hinzudichtung von Lodemann, Bischof Ringwolf, dem eigentlichen Machthaber zu Worms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.dtv.de/titel/lodemann_juergen_-_siegfried_und_krimhild_die_nibelungen_13359.html" target=_blank" title="Im Katalog von DTV."&gt;&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/cover_siegfried_krimhild.jpg" align="right" style="margin-left:5px;" /&gt;&lt;/a&gt;Der zweifarbige Schriftsatz (wie eine Simultan&amp;uuml;bersetzerstimme folgen in Rot die &amp;Uuml;bersetzungen etwa lateinischer Begriffe, sowie geographische, geschichtliche, mythologische und ethymologische Erl&amp;auml;uterungen) ist gew&amp;ouml;hnungsbed&amp;uuml;rftig, macht das Buch aber nebenbei zu einer unterhaltsamen gegenwartsbezogenen Gesellschaftskritik. Zumindest ich kann nicht sagen, da&amp;szlig; Lodemann sich ein endg&amp;uuml;ltiges, einseitiges Urteil g&amp;ouml;nnt sich , vielmehr h&amp;uuml;tet er sich aus den geschilderten Gegens&amp;auml;tzen einen manich&amp;auml;ischen Konflikt zu machen und l&amp;auml;&amp;szlig;t das Heldentaten-Buch, die Megatrag&amp;ouml;die melancholisch und ehrf&amp;uuml;rchtig ausklingen.&lt;br&gt;&#xD;
&lt;br&gt;&#xD;
Diese Nibelungen sind mehr als eine willk&amp;uuml;rliche Vermengung von wilden Helden- und blutr&amp;uuml;nstigen Rachegeschichten. Bemerkenswert ist zudem, mit welch gro&amp;szlig;er Sprachfreude und atemberaubender Vorstellungskraft &amp;raquo;Siegfried und Krimhild&amp;laquo; geschrieben ist. Hier wird spannend und kenntnisreich sichtbar gemacht &amp;#8212; und nichts anderes bedeutet das Wort &lt;i&gt;&amp;#8250;phantastisch&amp;#8249;&lt;/i&gt;.&lt;br&gt;&#xD;
&lt;br&gt;&#xD;
&amp;#8226;&amp;#8226;&amp;#8226;&amp;#8226;&amp;#8226;&lt;br&gt;&#xD;
&lt;div class="statusdark"&gt;&lt;b&gt;Siegfried und Krimhild&lt;/b&gt;: Zweifarbige Typographie; 886 Seiten.&lt;br&gt;&#xD;
&lt;b&gt;Gebunden&lt;/b&gt; mit Leseb&amp;auml;ndchen; Klett-Cotta, Stuttgart 2002; ISBN: 978-3-608-93548-6&lt;br&gt;&#xD;
&lt;b&gt;Taschenbuch&lt;/b&gt; bei DTV, M&amp;uuml;nchen 2005; ISBN: 978-3-423-13359-3&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 14 Mar 2006 18:09:44 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1350911/</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2006-03-14T18:09:44Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Baltasar Gracian: »Das Kritikon«&lt;br&gt; &lt;i&gt;oder: Ein Monsterschmöcker aus der spanischen Barocke&lt;/i&gt;</title>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1350913/</link>
      <description>&lt;div class="statusdark"&gt;Zuerst erschienen in &amp;raquo;&lt;a href="http://www.magira.com/" target="_blank"&gt;MAGIRA&lt;/a&gt; 2003 &amp;#8212; Jahrbuch zur Fantasy&amp;laquo;, herausgegeben von Michael Scheuch und Hermann Ritter. F&amp;uuml;r die Molochronik z.T. gek&amp;uuml;rzt bzw. erweitert. &amp;#8212; &lt;b&gt;EDIT:&lt;/b&gt; Um Autorenportrait erg&amp;auml;nzt und Formatierung verbessert am 31. Mai 2008.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/25360041@N06/2500657135/" title="Balthasar Gracian von molosovsky bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2064/2500657135_f8060c1d90.jpg" width="250" height="239" alt="Balthasar Gracian" align="right" style="margin-left:5px;"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;(Eintrag No. 260; Literatur, Fantasy, Phantastik, Klassiker)&lt;/i&gt; &amp;#8212; Tausendeinundvierzig Seiten, sechsundzwanzig s/w-Abbildungen, viele hilfreiche Fu&amp;szlig;noten, ein ausf&amp;uuml;hrliches und anregendes Nachwort inklusive einem Vergleich verschiedener bisheriger &amp;Uuml;bersetzungen, sowie eine sechszehnseitige &amp;#8250;sprechende&amp;#8249; &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(also synopsierende)&lt;/span&gt; Inhaltsangabe. &lt;b&gt;&amp;raquo;Das Kritikon&amp;laquo;&lt;/b&gt;: ein Monsterschm&amp;ouml;ker aus dem spanischen Barock (1651-1657). Klingt nicht nach einem mal so nebenbei und schnell wegzulesendem Buch, sondern nach einem das genug Reichhaltigkeit, Tiefe, Details und Gewitztheit bietet, um den Leser &amp;uuml;ber eine l&amp;auml;ngere Zeitdauer zu begleiten. Nichts weniger als eine &amp;uuml;berbordende Vorstellung eines Gro&amp;szlig;en Weltentheaters, ein universalsatirisches Panorama breitet der Jesuit Baltasar Gracian (1601-1658) hier aus. Der Autor ist in Deutschland haupts&amp;auml;chlich f&amp;uuml;r sein von Arthur Schopenhauer &amp;uuml;bersetztes &amp;raquo;Handorakel oder Die Kunst der Weltklugheit&amp;laquo; bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rote Faden der Handlung des &amp;raquo;Kritikons&amp;laquo; ist schnell zusammengefa&amp;szlig;t: Auf eine Insel gesp&amp;uuml;lt, trifft Critilo &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(ein Mann aus den Ostindischen Kolonien)&lt;/span&gt; auf Andrenio, einem Findelkind der Wildnis, ein Vorl&amp;auml;ufer von Defoes Freitag oder Kiplings Mowgli. Andrenio macht sich als lernbegieriger Sch&amp;uuml;ler und treuer Begleiter Critilos mit diesem auf die Suche nach dessen verschollener Geliebter Felisinda. Die Reise von Critilo und Andrenio f&amp;uuml;hrt  im geographischem Sinn durch die europ&amp;auml;ischen Kernl&amp;auml;nder, im &amp;uuml;bertragenem Sinn durch verschiedene symbolhafte Distrikte. Zu Beginn beispielsweise begegnen sie einer vielk&amp;ouml;pfigen Kinderschar, die von einer gro&amp;szlig;en Frau  zu einem Gebirgszug geleitet wird. Die Frau gibt den Infanten &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(= &amp;#8250;die noch nicht sprechen k&amp;ouml;nnen&amp;#8249;)&lt;/span&gt; in all deren W&amp;uuml;nschen nach und verh&amp;auml;tschelt sie und f&amp;uuml;hrt sie dennoch wissentlich den aus den Bergen st&amp;uuml;rzenden Ungeheuern und Bestien zu. Ein sp&amp;ouml;ttisches Bild auf die  Erziehungsbem&amp;uuml;hungen von Elterngenerationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhaltung und hohe Kunst waren im Barock noch nicht auf heutige Weise getrennt, und so ist &amp;raquo;Das Kritikon&amp;laquo; vom Anspruch her ein sehr ernsthaftes, zugleich aber im Auftreten ein sehr burleskes Buch. Bei der Gestaltung des Romans folgte der Jesuitengelehrte Gracian unter anderem diesen drei &amp;Uuml;berlegungen:
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Der christlichen Vorstellung des Lebens als Pilgerreise zum Seelenheil; der Mensch als Fremdling in der tr&amp;uuml;gerischen Welt. Ein wichtiges Thema auch der Fantasy, man denke nur an Frodos Reise nach Mordor. Durch die Landschaften des Fr&amp;uuml;hlings der Kindheit, des Sommers der Jugend, des Herbstes des Mannesalters und des Winters des Alters geht die Reise des vollst&amp;auml;ndigen Menschen, der durch das Wechselspiel der Figuren Critilo (der geistvolle, erfahrenere Mann) UND Andrenio (der naive Naturj&amp;uuml;ngling) dargestellt wird. Auf dieser Reise werden die beiden oftmals von kundigen F&amp;uuml;hrern (z.B. dem Chentaur Chiron oder dem Wandler Proteus) geleitet.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der Gegensatz von T&amp;auml;uschung (Wahnbefangenheit) und Entt&amp;auml;uschung (Wahnzerst&amp;ouml;rung), umfassend visualisiert in (alp)traumhaften Bildwelten, halluzinogenen Landschaften und Allegorie-Montagen des innigen Hieronymus-Bosch-Verehrers Gracian. Der verdrehten, verkehrten Welt &amp;#8212; als die Gracian seine tubulente Zeit &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;(sprich: die sich in der ersten Euphorie der terrestischen Globalisierung aufmachende Moderne)&lt;/span&gt;  erlebte &amp;#8212;, will er mit ihren eigenen Mitteln zu Leibe r&amp;uuml;cken. So wohldurchdacht der gro&amp;szlig;e &amp;#8250;belehrende&amp;#8249; oder &amp;#8250;seelenf&amp;ouml;rderliche&amp;#8249; Bogen des Buches ist, so wirbeln im Detail verschrobene Sichtbarmachungen, r&amp;auml;tselhafte Verschl&amp;uuml;sselungen, ausgefallene Gedankenspiele, &amp;Uuml;bertreibungen und frappierende Pointen drucheinander, die mit Sprachwitz und Tollheit aus vielerlei unterschiedlichsten Inspirationsquellen zusammengetragen wurden.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Vermittlung von Lebensweisheit und Ein-Sicht, die die Grundlagen f&amp;uuml;r die Entwicklung zur ganzen Person bilden. Gracian stimmt hier als einer der ersten das Thema vom kalt analysierenden, antiutopistisch gestimmten Helden an, der ganz  dem ungeschriebenen elften Gebot &amp;#8250;Du sollst dich nicht t&amp;auml;uschen&amp;#8249; (bzw: &amp;#8250;t&amp;auml;uschen lassen&amp;#8249;) zu folgen trachtet.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;

&lt;a href="http://www.fischerverlage.de/buch/Das_Kritikon/9783596159024" title="Im Katalog des Fischer Verlages" target=_blank"&gt;&lt;img src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/cover_kritikon.jpg" align="left" style="margin-right: 1em;" /&gt;&lt;/a&gt;Oberstes Stilkriterium f&amp;uuml;r einen guten Text war damals die F&amp;auml;higkeit eines Autors zur scharfsinnigen Rede, und obwohl die Sinnes- und Erscheinungswelt f&amp;uuml;r Gracian tr&amp;uuml;gerisch und gr&amp;ouml;&amp;szlig;tenteils von &amp;Uuml;bel ist, stellt er klar fest, da&amp;szlig; ein sch&amp;ouml;nes Geplauder in angenehmer Atmosph&amp;auml;re ein l&amp;ouml;bliches Vergn&amp;uuml;gen ist. Subversion &amp;#8250;schon&amp;#8249; in dieser alten Zeit, wenn Gracian also wei&amp;szlig;, da&amp;szlig; ohne den K&amp;ouml;der des gut Unterhaltenden man gar nicht erst anzufangen braucht, den Menschen Lebensweisheit und Kultiviertheit vermitteln zu wollen.&#xD;
&#xD;
Man l&amp;auml;&amp;szlig;t sich hier also auf einen ziemlich skurrilen Text aus alter Zeit ein. Das gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Hindernis d&amp;uuml;rfte dem heutigen Leser dabei Gracians tiefe Verachtung der Frauen sein. &lt;span style="font-size: 80%;"&gt;Mu&amp;szlig; man nicht so ernst nehmen und an sich rannlassen, der Mann war immerhin Jesuit. Hochgl&amp;auml;ubige Monotheisten aller Coleur pflegen ja mitunter pekuliare Ansichtung &amp;amp; Praktiken Geschlechtliches und K&amp;ouml;rperliches betreffend.&lt;/span&gt; Dank der hervorragenden &amp;Uuml;bersetzung und den erhellenden Fu&amp;szlig;noten von  Hartmut K&amp;ouml;hler findet man sich mit etwas Geduld bald in dem ausufernden und abschweifenden &amp;#8212; Voltaire urteilte absch&amp;auml;tzig &amp;#8250;harlekinhaften&amp;#8249; &amp;#8212; Text zurecht, und dann hat man auf lange Zeit gute Lekt&amp;uuml;re,  denn &amp;#8230;&#xD;
&lt;div class="quote"&gt;&amp;#8230; wer ger&amp;auml;t nicht au&amp;szlig;er sich, wenn er ein so einmaliges Konzert vernimmt, einen Zusammenklang aus so viel Entgegengesetztem. (Seite 43)&lt;/div&gt;&#xD;
&#xD;
&amp;#8226;&amp;#8226;&amp;#8226;&amp;#8226;&amp;#8226;&#xD;
&lt;div class="statusdark"&gt;&lt;b&gt;Das Kritikon&lt;/b&gt; (El Kritikon; erstmal erschienen 1651 bis 1657) aus dem Spanischen &amp;uuml;bersetzt und kommentiert von Hartmut K&amp;ouml;hler, mit einem Nachwort von Hans-R&amp;uuml;diger Schwab; Zeittafel, Personen- und Sachregister; 26 Abbildungen; 1041 Seiten.&lt;br&gt;&#xD;
&lt;b&gt;Gebunden&lt;/b&gt; im Schuber &amp;amp; mit Leseb&amp;auml;ndchen, Ammann-Verlag, Z&amp;uuml;rich 2002; ISBN: 3-250-10437-x&lt;br&gt;&#xD;
&lt;b&gt;Taschenbuch&lt;/b&gt; bei Fischer, Frankfurt 2004; ISBN: 978-3-596-15902-4&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 14 Mar 2006 18:10:50 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1350913/</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2006-03-14T18:10:50Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Portrait: Dave Duncan</title>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1800813/</link>
      <description>&lt;i&gt;(Eintrag No. 513; Portrait, Auftragsarbeit)&lt;/i&gt; &amp;#8212; Und noch eine kleine Vorschau auf die 2008-Ausgabe von &amp;raquo;Magira &amp;#8211; Jahrbuch zur Fantasy&amp;laquo;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schotte Dave Duncan (*1933) ist der Autor von Mehrteilern wie &amp;raquo;Das siebente Schwert&amp;laquo;, &amp;raquo;Pandemia-Saga&amp;laquo; und &amp;raquo;King&amp;#8217;s Blades&amp;laquo;. &amp;#8212; Ich pers&amp;ouml;nlich habe nix von ihm gelesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/25360041@N06/2535700038/" title="Dave Duncan von molosovsky bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2063/2535700038_ca9b920d06.jpg" width="496" height="493" alt="Dave Duncan" /&gt;&lt;/a&gt;</description>
      <pubDate>Fri, 30 May 2008 03:54:01 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1800813/</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2008-05-30T03:54:01Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Portrait: Ernst Vlcek</title>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1799087/</link>
      <description>&lt;i&gt;(Eintrag No. 511; Portrait, Auftragsarbeit)&lt;/i&gt; &amp;#8212; So. Nun arbeite ich also seit einer Woche Vollzeit. Die 12-Stunden-Schichten und einiges an Papierkram, Hausputz, Schreiberei haben mich in den letzten Wochen zu sehr besch&amp;auml;ftigt, und so ist mein Blog hier etwas verdurstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daf&amp;uuml;r gibt es nun (voraussichtlich t&amp;auml;glich) eine ganze Reihe Portraits, n&amp;auml;mlich jene, die ich in den letzten Jahren f&amp;uuml;r &lt;a href="http://www.magira.com/news/?cat=11" title="Zu den Eintragen &amp;uuml;ber das Jahrbuch auf der &amp;raquo;Magira-Site.&amp;laquo;" target="_blank" &gt;&lt;b&gt;&amp;raquo;Magira &amp;#8211; Das Jahrbuch zur Fantasy&amp;laquo;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; gezeichnet habe, und die noch nicht in der Molochronik erschienen sind (leider ist die Info-Site zu &amp;raquo;Magira&amp;laquo; derzeit kaputt, deshalb nur der Link zur News-Site).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst ein kleiner Blick auf die kommende Nummer des Herbstes 2008. Leider gibt es das Ableben einiger Phantastik-Autoren zu beklagen und hier also das f&amp;uuml;r den &lt;a href="http://www.magira.com/news/?p=366" title="Zum Nachruf bei &amp;raquo;Magira News&amp;laquo;." target="_blank" &gt;Nachruf auf Ernst Vlcek&lt;/a&gt; gedachte Portrait.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Vlcek (1941-2008) schrieb f&amp;uuml;r die Serien &amp;raquo;Perry Rhodan&amp;laquo;, &amp;raquo;Atlan&amp;laquo;, &amp;raquo;Mythor&amp;laquo;, &amp;raquo;D&amp;auml;monenkiller&amp;laquo; und zuletzt &amp;raquo;SunQuest&amp;laquo;. &amp;#8212; Ich pers&amp;ouml;nlich habe nix gelesen von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/25360041@N06/2514765867/" title="Ernst Vlcek von molosovsky bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2179/2514765867_198c21ae2c.jpg" width="496" height="500" alt="Ernst Vlcek" title="Ernst Vlcek f&amp;uuml;r &amp;raquo;Magira 2008&amp;laquo;" /&gt;&lt;/a&gt;</description>
      <pubDate>Sun, 25 May 2008 09:45:15 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1799087/</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2008-05-25T09:45:15Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Portrait: Werner K. Giesa</title>
      <link>http://molochronik.antville.org/stories/1799683/</link>
      <description>&lt;i&gt;(Eintrag 512; Illustration, Auftragsarbeit)&lt;/i&gt; &amp;#8212; Ebenfalls ein kleiner Trailer zum kommenden 2008er-&lt;b&gt;&amp;raquo;Magira&amp;laquo;&lt;/b&gt;-Jahrbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werner K. Giesa (1954-2008) ist vielen wohl besser unter dem Pseudonym &lt;i&gt;&amp;#8250;Robert Lamont&amp;#8249;&lt;/i&gt;, sprich: Autor der Bastei-Serie &amp;raquo;Professor Zamorra&amp;laquo; bekannt. &amp;#8212; Ich pers&amp;ouml;nlich habe von ihm nix gelesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/25360041@N06/2526170075/" title="Werner K. Giesa von molosovsky bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2157/2526170075_e8970c3f24.jpg" width="496" height="487" alt="Werner K. Giesa" /&gt;&lt;/a&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 27 May 2008 03:28:03 GMT</pubDate>
      <guid>http://molochronik.antville.org/stories/1799683/</guid>
      <dc:creator>molosovsky</dc:creator>
      <dc:date>2008-05-27T03:28:03Z</dc:date>
    </item>
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