Ich muss mal auch die deutsche Übersetzung lesen. Ich hoffe, dass hier keine "Lost-in-translation"-Katastrophe ereignete, wie es den Film ereilte.
Denn der Film wurde in der deutschen Verleih derlei verunstaltet... Da kam urplötzlich Buffy statt einer russischen Animation aus dem Fernseher, ganze Szenen wurde unerklärlicherweise geschnitten - ich habe sogar die Tendenz entdeckt, alle nicht-vampir-relevanten Szenen (einfache Moskauer, die sich mit dem Unerklärlichen konfrontieren) wurden rausgenommen, was den Film noch mehr in die Richtung des Märchenhaften (un-frei nach Todorov) rückte, obwohl ausgerechten das Phantastische prevalierte im Original.
Aber ich denke, eine Buchübersetzung ist von solchen Massnahmen verschont geblieben :-)
molosovsky Besitzerin
Das sind ja horrende Meldungen über die Verunstaltung der »Wächter«-Filme, merzmensch. Gerade der Alltagskram hätte mich sehr interessiert.
Aber bei den Büchern sind wir wohl verschont geblieben von derartigen Verschlankungen. Was die Übersetzungsqualität angeht, kann ich nix sagen, da eben des Russischen nicht mächtig. — Obwohl ich den »Wächter«-Weltenbau wirklich fein finde, bin ich nicht so Feuer und Flamme für den Stoff, dass ich die Bücher zwei mal lesen würde. Ich habe noch nicht mal Bock bisher, mir weitere Lukianenko-Bücher anzuschauen.
Da kann ich noch was klärendes anmerken. Ich habe ja grob gesagt zwei Lesehaltungen. Einerseits treibt mich mal die Hingabe für ›schwere‹, verflixt gefinkelte Bücher um; andererseits dürstet ich auch nach locker-flottlesbarer Schlürf-Weg-Lektüre. Die »Wächter«-Bücher befriedigten vorzüglich das letztere Bedürfnis.