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molosovsky (07.Sep.08): »Megaphonie einer Großstadt« 01
juyooh (31.Aug.08): Gratuliere!
molosovsky (25.Aug.08): Komisch, aber nicht NUR komisch.
molosovsky (16.Aug.08): Sechs Jahre
lucardus (15.Aug.08): Interessant, aber ...
tkl (13.Aug.08): Hardcover-Minus
molosovsky (11.Aug.08): Bescheidgeb wegen »Magira 2008«
molosovsky (09.Aug.08): Schreib nie online!
molosovsky (09.Aug.08): @lucardus: Moore und Listen
molosovsky (09.Aug.08): @tkl: Gor-Link
tkl (07.Aug.08): Norman, der alte Spalter
molosovsky (07.Aug.08): Paradoxie der Phantastik
tkl (07.Aug.08): Die Große Mauer
molosovsky (06.Aug.08): Schön beschissen gebastelt,
molosovsky (06.Aug.08): Diagnose: Optimismus,
tkl (05.Aug.08): Wo?
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geschrieben von molosovsky, am: Samstag, 16. Aug. 2008
(Eintrag No. 522; Alltag, Wartung) — Für alle, die sich für zyklische Wiederkehr interessieren. Am 16. August 2002 erschien der erste Molochronik-Eintrag.
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geschrieben von molosovsky, am: Sonntag, 29. Jun. 2008
(Eintrag No. 515; Alltag, Hinweise) — Endlich mal eine Zwischendurchvermeldung, um es nicht so weit kommen zu lassen, dass hier einen Monat am Stück gaar nix geschieht.

Was ist los? Habe ich den Bloggerblues? — Nein. Aber seit Mitte Mai habe ich nun endlich wieder einen richtigen Vollzeitjob. Derart ›voll‹ sogar, dass ich zu kaum was mehr komme, vor lauter 12- bis 15-Stundenschicht-Tagen, Wäschewaschen, Haushaltspflichten und der ein oder anderen Runde »GTA-IV«-Multiplayer-Rennen. Meine Partnerin witzelt, dass meine Bubu-Rate enorm gestiegen ist und ja, ich penne früh am Abend beim »Heroes«- oder EM-Gucken ein und lasse mir alles hinterher erzählen (bzw. gucke dann als Frühestaufsteher die Serienfolgen am Morgen zum Frühstück). — Aber: Im Verschlingen großer Mengen Zitroneneis, bzw. Wegschlürfen von Bionade und Edelkaffe aber bin ich noch so gut wie immer, wenn nicht sogar noch besser (da ich mir ja nun mehr Eis leisten kann).

Freilich kam ich auch zum Lesen und Filmegucken und eigentlich, ja eigentlich, sollte ich noch eine Sammelrezi für das kommende »Magira« fertigmachen, und meine Empfehlungs-Reihen zur »Bibliothek von Babel« und zu »The Sandman« harren des Fortgesetztwerdens, bzw. könnte für »LiteraturWelt« und eben die »MoloChronik« mal kurz meine Meinung zu solchen jüngst fertiggelesenen Lektüren wie
  • Daths »Maschinenwinter« (lustig)
  • Proulx »Mitten in Amerika« (meisterhaft)
  • Borges »Das Handwerk des Dichters« (kompakt)
  • Armstrongs »Kurze Geschichte des Mythos« (Schmuh!)
usw. liefern. — Ach ja: ein Bericht über das vor zwei Wochen stattgefunden habende Vorbereitungs-Symposium zur im Februar 2009 kommenden Ausstellung »Darwin oder die Suche nach den Ursprüngen« der Schirn Kunsthalle Frankfurt steht auch noch aus! Und Illus für meine »AtD«-Gewinner wollt ich zeichnen und und und.

Wie gesagt: ich komme derzeit nicht nach.

Jetzt geh ich erstmal Socken und Co zusammenkratzen und eine Wäschetrommel füllen. Mal schauen, ob ich heute dann nach dem Altpapier- und sonstigen Müll-Entsorgen noch eines der eben angesprochenen Projekterln abschließen kann.

(P.S.: Die Überschrift zu diesem Eintrag ist ein für Mitarbeiter des Sicherheits- & Wachdienstgewerbes typischer und mir mittlerweise innig ans Herz gewachsener Kalauer, den ich von meinem Vorgesetzten D. habe.)
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geschrieben von molosovsky, am: Montag, 11. Feb. 2008
(Eintrag No. 466; Alltag, Gedankenwälzerei) — Urobos, die sich selbst verschlingende Weltenschlange. Zugleich leidet sie/er/es an unersättlicher Fresslust, erfreut sich dadurch aber eines steten Nachwachstums und nicht zuletzt scheißt sich dieses autophagische Kosmosreptil dauernd selbst in’s Maul. — Was lernen wir daraus? Großmythologischen Viechern sind menschliche Geschmacksgrenzen herzlich schnurz. Aber eine schöne Metapher für den Wandel in der Vergänglichkeit ist der Urobos dennoch.
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geschrieben von molosovsky, am: Freitag, 08. Feb. 2008
(Eintrag No. 463; Alltag, Nicht viel los auf der Arbeit) — War heute fast 5 Stunden am Stück dazu angehalten, einfach nur herumzusitzen, ab und zu vor die Tür zu gehen um mir auf eher engem Raum die Beine zu vertreten und frische Luft zu schnappen, und konnte ansonsten die heutige »Le Monde Diplomatique« am Stück weglesen.

Hier, was ich unterstrichen und eingekastelt habe (ich habe nicht in allen Artikeln rumgekritzelt), damit man sich einen Eindruck machen kann, welche Diskursfetzen mir jetzt durch die Birne schwirren.

•••••
Goldpreis / 2001 / Platzen der New-Economy-Blase / »Ökonomie der Steine« / 2005 den Leitzins / Kettenreaktion / 3 Millionen US-Haushalten / 200 Milliarden Dollar / faulen Schuldtitel / spekulative Finanzierungsfonds / Banken in der Welt abstreuten / Epidemie / riesige Verluste / Abschreibungen / Und mehrere gefährdete Institute mussten neues Kapital von »souveränen Fonds« (goverment-owned investment fonds) akzeptieren, die von Schwellenländern und Ölmonarchien kontrolliert werden. / Finanzökonomie / Realwirtschaft / anhaltende Krise / asiatischen Ökonomien … USA abzulösen / Potsdam blühen die Privatschulen mit Limousinenservice / Herkunftsstolz / Mächten der Bejahung / Krause Kritiker / »Hey, ihr da in der weißen Mitte, macht Babys!« / Schutzmacht des Justemilieu / Resttugenden … kommunale Sozialismus … soziale Wohnungsbau … Fusion von christlicher Soziallehre und halbiertem Sozialismus / Gegensätzen / »Wir haben gewählt, aber hatten wir die Wahl?« / {Fraktion A} nationalkapitalistische Mobilmachung für die Weltmarktschlachten … {Fraktion B} Lebensinteressen der Bürger an Umwelt … Sicherheit … Frieden / Globalisierungs -verweigerern … -gestaltern / Marktstaat / Kirche bleibt im Dorf, alles andere steht zur Disposition / Polarisierung / Kommunismuslabel / »… Wenn Ypsilanti über Ypsilantis Welt spricht, ist es ein wenig so, als sprächen die Hobbits im ›Herrn der Ringe‹ von Auenland.« / Träumerin / Wohlfühlruck / Postdemokratie / zwei verschiedene Wege … großen Akteuren kontrolliert … Blick auf die solare Revolution / Volksentscheid in Hessen für eine Vermögenssteuer zur Finanzierung einer wirklichen Bildungsreform / »Wenn in der Savanne zwei Elefanten miteinander kämpfen, leidet nur das Gras.« / Fantasie / Islamisierung … strategischen Faktor … nationalistischen … ethnischen … tribalistischen / Trauma {1} Scheitern … 1918 … Projekts … arabisches Königreich / Trauma {2} Schaffung Staates Israel / Trauma {3} Verschiebung … Gleichgewichts zwischen Schiiten und Sunniten / Frage der politischen Legitimität / açabiyya oder Solidaritätsgruppe / ausgehöhlt von inneren Spannungen / Geschichtslast / Fantasiegebilde eines »islamistischen Internationale« / Überall neigen die staatliche Logik und die populäre Demagogie zur Ausgrenzung des anderen, mag er auch Muslim sein / Brautpreise / »der Weg nach Jerusalem geht durch Kerbala« / Panisalmismus / Salafismus / Gefühl lokaler Zugehörigkeit / Gefühl supranationaler panarabischer Identität / Nachkriegszeiten / In einer solchen Konstellation flüchtet sich die Identität häufig in eine kulturelle Fantasiewelt / Stämme zur Welt hin offen / Drogenhandel … Schmuggel … Arbeitsmigration / Belutschen / passt nicht zu vorherrschenden Klischees / »Haben Sie ein Kind … Moslems pflanzen sich unentwegt fort« / Irakkrieg … »ein toller Erfolg« / simple Regeln / »Kanadier gegen Selbstmordattentäter« / »Wenn es soweit ist, werden wir die Franzosen nicht noch einmal raushauen.« / Gott für die ›Fox News‹ zu danken / neuen Vietnamkrieg / liberalen Weicheier / Partei der Gewinner … Partei der Verlierer / sind wir hervorragend im Töten von Feinden / ewigen, von oben offenbarten Gewissheiten / Hass auf den gottlosen Kommunismus / Kinder zu Serienkillern herangewachsen / Vierten Weltkrieg / tausend Meilen langen Zaun / Feminismus / Auslieferung Rumsfelds / Vorstellung, dass Europa übernommen wird / europäischen Rassen … Weißen / Antiamerikanismus … Zangenangriff … dekadent seien … nicht dekadent genug sind / raubkopierte … Mixtapes … Kompilationen … Mischungen … improvisatorischen Elemente … originären Beiträge / finanzielle Flaute der Musikindustrie / ganz persönliche »Juwelen« / kreative Bastion / Straßenzeitung / kostenlose Werbung / wie jemand bei den Leuten ankommt / Gesteht eine alteingesessene Branche damit nicht ihr Versagen ein … hartnäckigen Verachtung gegenüber diesen informellen Markt … nicht gelungen ist, auf den fahrenden Zug aufzuspringen / können sehr gut ohne die Plattenfirmen leben / Sündenböcke / alles monopolisieren / zum Teufel scheren.
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geschrieben von molosovsky, am: Dienstag, 22. Jan. 2008
(Naja, zumindest ein Albumcover)

(Eintrag No. 444; Alltag, Kurzweil) — Lustige Spielerei, über »Wos waas a Fremda?« gefunden, der’s von Freund »Cynx« hat und viele andere haben sich den Spaß auch gegönnt.

Man klicke …
  1. … hier für einen Zufalls-Wikiartikel (engl.) und nehme von dort die Wörter der ersten Überschrift der Eintragsstruktur. In meinem Fall von der Seite ›Sony CISC‹, wobei ich nur die ersten beiden Worte ausschnitt. — Ergibt den Gruppennamen.
  2. … hier für ein Zufalls-Zitat (engl.) und nehme die letzten vier Worte des letzten Zitats. In meinem Fall Seeing ourselves as others see us would probably confirm our worst suspicions about them, einem Ausspruch des amerikanischen Journalisten Franklin Pierce Adams. — Ergibt den Albumnamen.
  3. … und hier für ein Zufalls-Flickrbild, in meinem Falle diese ›Bubba Bubbles‹. — Liefert das Albumcover.
Dann schütte man das alles in ein Bildbearbeitungsprogramm, rühre und pfusche solange mit konzentriert herausspitzelnder Zunge herum, bis ein CD/Plattencover rauskommt bei.

Voila! — Meine erste Platte meiner ersten ›Freestyle Impro Postpunk Progrock Schublattl Accapella‹-Band.

Für die Font-Freaks: Ich habe ›Kaiserzeit Gotisch‹, ›Distro Distrob‹ und ›Music Hall‹ verwendet.
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geschrieben von molosovsky, am: Dienstag, 04. Dez. 2007
(Eintrag No. 422; Alltag, Netznepp)Warnung!!! Irgendjemand versucht sich unter meinem Namen und mit meiner Anschrift bei eBay anzumelden. Wer immer auch unter der eMail-Adresse
>>>>> alexander65933ffm@web.de <<<<<
rumfuhrwerkt, ich bin es nicht.

Heut kam ein entsprechender Brief von eBay aus der Schweiz, in dem ich (eben nicht ich) aufgefordert werde, die Einrichtung meines (eben nicht meines) Nutzerkontos zu bestätigen.

Was mich nun nervt: der Telefonsupprt von eBay funktioniert nur, wenn man bereits angemeldet ist. Der eMail-Kontakt-Support funktioniert nur, wenn man sich bei eBay anmeldet.

Fazit: Jetzt kann ich den Druckertoner schütteln um einen Brief an eBay zu schreiben.
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geschrieben von molosovsky, am: Montag, 05. Nov. 2007
(Eintrag No. 417; Alltag, Arbeit, Kunst) — Seit Mai dieses Jahres arbeite ich ja als Aufsicht in der Frankfurter Schirn, und es ist eine Wonne, dort das (größtenteils) begeisterte Publikum der feinen Ausstellung »Kunstmaschinen Maschinenkunst« zu erleben (noch bis 27. Januar 2008). Zwei Drei der dort ausgestellten Werke kann man auch im Intetnet zuhause und jederzeit genießen.

Schwer beliebt ist der net.art.generator von Cornelia Sollfrank. Unter ›Artist‹ gibt man (wenn man will) den eigenen Namen ein, unter ›Title‹ einen oder mehrere Begriffe, wählt noch die Größe und das Bilddateiformat, klickt auf ›Create‹ dann sucht der Generator über Google nach Bildern (mindestens 2, maximal 8) die irgendwie miteinander kombiniert werden (mit Betonung auf ›irgendwie‹). Hier ein Beispiel mit dem Suchbegriff ›Molochronik‹.
Vier JPEGs der Molochronik zusammengewurschtelt vom »net.art.generator«

Mein persönlicher Liebeling ist iPollock von Miltos Manetas. In der Schirn ist dieses kleine, elegante Malprogramm superluxuriös aufgebaut, mit großen Beamern und ohne den kleinen Pixel-Pollock. Mit diesem Programm kann jeder ein Jackson Pollock-artiges Bild zusammenklecksen. Eine andere Oberfläche wird bei jacksonpollock.org geboten. — Allemal eine Alternative zu Solitaire, Moorhuhn und Mindsweep, wenn sich im Büro mal wieder Ödnis wie dichter Nebel breit macht.
Ein »iPollock«-Gemälde von Molo

Leider funktioniert auf meinem alten Mac das sehr schöne Programm I Said If von Lia nicht. Probiert es aber mal aus. Wenns klappt, dann hat man hier eine sehr feine, mathematisch-musikalische Meditationshilfe.

Viel Spaß beim Kreativieren!
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geschrieben von molosovsky, am: Dienstag, 28. Aug. 2007
(Eintrag No. 403; Olympierrückkehr) — Heit, anläschlich desch Gebuttstages, und der vorörtlichen Feschtlichkeit der Änthüllung des frisch rennofierten Dänkmals gehts natärrlich um njemands annasch als den gutn altn …
Die Namensplakette des Goethedenkmals
Ein Hoch auf ihn, auch mir ist er ein Wetzstein sondergleichen, und da wollt ich a mal gucken, wie das so zugeht, wenn man einen Klassiker wieder auf den Sockel hebt. Schon mal reingefallen: die Denkmalsenthüllung hab ich prall verpasst, denn ich trudelte erst um 13 Uhr am Rossmarkt ein, und das Hinfortreissen der Verhüllung soll dem Vernehmen nach pünktlich zur Geburtsstunde Schlag 12 Uhr stattgefunden haben.

So konnte ich aber staunen, wie der Platz sich binnen einen Stunde füllte, derweil »Die Dramatische Bühne« wie immer köstlich und lebendig einen gerafften »Faust« aufführte. Umsonstversorgung mit Apfelschorle und süßen Gespritzen wurde ausgeschenkt (weil der Frankfurter ja sonst nicht weiß, daß es was zum Stehenbleiben gibt). Herr Bürgermeisterin Petra Roth sprach Punkt 14 Uhr die lässlichen offiziösen Feiertagsworte und sodann stiegen die Dramatiker richtig ins Eisen. Ja doch, das Volk klatschte, als in Goethes Worten das buckelnde Untertanentum gescholten wurde; jedoch, als Bauernaufstandsmob gab man nur lasch Getön (wohl schon zuviel vom guten Äpfelbräu intus), da half es auch nichts, die wohlroutinierten Aversionen zwischen Offenbachern und Frankfurtern zu beschwören. Wer so mau revoluzzt, stört nicht mal den Nachbarn beim glotzen der großen Samstagabendshow (für die ganze Familie).

Dennoch: auch mir wurd warm ums Poetenherz. Immerhin, soviele Leute waren da:
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Und wirklich schön buzzzt hamm'se das Denkmal, wie man den klassichen Sockelbasreliefs erkennen kann, die bekannte Stücke des Meisters zum Thema haben (ich glaube Ariadne auf Naxos und den Faust'schen Doktor mit Einflüster-Deifi erkennen zu können):
Klick aufs Blid führt zu einer größeren Wiedergabe

Mal schaun, zu welchen nun in den nächsten zwei Wochen stattfindenden Goethefestivalsveranstaltungen ich meinen Kadaver schleppen kann. Derweil hab ich schon mal einen kleinen Johann Wolfang-Stapel in meiner (gothischen) Leseklause aufgetürmt; natürlich die sechsbändige Inselkassette, der Inselband mit den Gedichten komplettamente, mit »Unser Goethe« von Bernstein und Henscheid, mit Nicholas Boyle prächtiger zweibändiger Biographie und als mir wertestes Gemmchen: »Gute Güte, Goethe – Bizarres und Behämmertes aus 250 Jahren deutschen Goethetums« von Oliver Maria Schmitt & J.W. Jonas. — Soviel von nem Bild der Welt, die man für die beste hält, amici
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geschrieben von molosovsky, am: Dienstag, 21. Aug. 2007
Und dies ist der 400. Eintrag.
Macht durchschnittlich einmal rumbloggen alle 5 Tage.

An dieser Stelle keine Nabelschau, kein Gedöns, kein Hampeln, sondern aufrichtig, leicht feuchtaugig in Richtung
  • antville (denen ich armer Schlucker bisher nie was spenden konnte und die mich ergo hier umsonst furhwerken lassen);
  • Andrea (weil sie die Beste ist und ich der ihre sein darf);
  • meiner Molochronik- und Forums-Kumpeln — Ihr wisst hoffentlich, wer damit alles gemeint ist (ohne Euch vergäße ich, was das hier alles soll);
vielen vielen Dank für Alles!
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geschrieben von molosovsky, am: Montag, 23. Jul. 2007
(Eintrag No. 388; Seltsamer Anruf) — Leichte Panik meinerseits. Grad eben, um 15:17 Uhr, rief mich ein Herr Görmann an (Vorname hab ich nicht gleich aufgeschrieben, war aber glaub ich Sven). Der klang sachlich, etwas knappwortig und angenehme Nachrichtensprecherstimme. Herr Görmann meinte, er will den Computer, den er über eBay von mir gekauft hat, wieder zurückgeben.

Ich bin verdutzt und kläre ihn auf, daß ich nie einen Computer über eBay verkauft habe. Vor einigen Jahren wurde ich schon mal Opfer eines Identidätsklaus und bitte Herrn Görmann, diese Sache mit mir zusammen bei eBay zu klären. Herr Görmann bleibt dabei, daß ich den Computer zurücknehmen soll. Ich sag ihm nochmal, daß ich keine eBay-Geschäfte mache und wir die Sache mit eBay klären sollen. Herr Görmann meint, ich solle zu dem Verkauf stehen. Ich frage ihn, woher er überhaupt meine Telefonnummer (Festnetz) hat, bzw. wie er denn des Computers habhaft wurde, denn ich habe nie einen Computer verschickt, nie angeboten, nie verkauft.

Und dann brach die Leitung ab. Mein Telefon zeigt zwar die Anrufzeit von Herr Görmann an, aber keine Nummer, keinen Namen.

Ich hoffe, daß wenn der Herr Görmann echt ist und ein Problem hat, er den Nepp, dem er wohl zum Opfer fiel, klären kann.

EDIT-Nachtrag: Ha, alles okey. Die lästige Firma Marcophono.de bietet lustigen Telefonspaß an. Sowas ist erlaubt! Professionelle, technische Unterstützung zum Verwirren von Leuten! Frechheit das. Mögen die heulende Höllenhunde dem Strolch der mir diesen Streich spielte die Nasenhaare bis in die Stirnhölen wachsen lassen!!!
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geschrieben von molosovsky, am: Samstag, 28. Apr. 2007
(Eintrag No. 369; Alltag, Daddeln, Weltenbau) — Da hab ich nette helfende Freunde vor Ort (wie den Meister Gosseratz) die mir in ihrem Urlaub eine Playstation leihen, damit ich auch mal daddeln kann und was ist?: meine Uralt-Sony-Glotze kann das Teil gar nicht wiedergeben. Dafür bräuchte ich zum Auswählen des AV-Kanals die Original- (die bei meiner Frühneunzigerglotze fehlt) oder eine Universalfernbedienung.
Echt super. (Fiktive Tonne tret)
Naja. (Enttäuschungen sind die Freuden des hedonistischen Stoikers)
Wenigstens weiß ich jetzt, daß ich gut daran tat, keine PS2-Schnäppchenkäufe gemacht zu machen. Bin trotzdem ganz schon gefrustet.



Außerdem.

Seit einiger Zeit bekomme ich immer wieder mal Referrer vom »Br-igitt-Ä«-Gästebuch angezeigt, kann aber unregestriert nicht gucken, wer da auf was von mir wie und warum verlinkt.
Unheimlich.
Solle es möglich sein, daß ich hier in meiner Molochronik was geschrieben, geschskribbelt oder gedudelt habe, was »Brigitte«-Leserinnen (oder Leser) verlinkenswert finden. Ich hab ja immer noch nicht die Paranoia abschütteln können, die Referrers von »Riesenmaschine« bei mir zeitigten. (Obwohl, damit die Riesenmaschine nicht erschrickt: zwischen »Brigitte« {hust-röchel} und »Riesenmaschine« {respekt} liegt ein himmelweiter Unterschied. Referrers von ersterem machen mich grausen, von zweiteren bereiten mir Hirnsausen, da die »Riesenmaschine«-Leute ja soooo hipp und fähig und eloquent und zeitgeisty sind, und ich mir so gar nicht vorstellen kann, was DIE zu mir Linkenswertes fanden.)



FORTSETZUNG:
Ein paar Tage versunken. Mein netter Nachbar, der manchmal mit Kumpeln im Hof RPGs spielt, hat mir seine Universalfernbedienung vermach, da er damit nix anfangen kann. Kurz: es funzt!!! Molo daddelt PS2 wie besessen bis zum 08. Mai.

Seit Sonntag rase ich also mit »Crazy Taxi« durch die Gegend. Lieblingsfahrer: der alte Gus. Ich schaff ca. 7000 $, das sind ca. 13 bis 25 Fahrgäste.

Wirklich göttlich, beeindruckend komplex, originell und spaßig aber finde ich »Cavis Canem Edit«. Da spielt man einen Pubertierenden in einem Eliteinternat (für schwierige, hoffnungslose Fälle) einer Kleinstadt.

Es geht ums Tyrannisieren von Mitschülern und Knutschen von Mädels, um Unterrichtsstunden, Prügelein & Boxen, BMX-Rennen & Streiche anzetteln (z.B. Feuerwerkskörper im Klo hochgehen lassen, Murmeln, Eier, Juckpulver werfen), Rasenmähen & Zeitungsaustragen, Panoramen fotographieren & verlohrene Hunde finden und vieles andere mehr. — Mal gucken, vielleicht schaff ichs ja, eine Art Rezension zu dem Spiel zu verfassen. Immerhin ist dieses Erzählen in spielerischen Möglichkeitsräumen eine feine Sache.

Und »Cavis Canem Edit« erzählt eine feine Geschichte über Kinder von fertigem Geld, und wirft einen z.T. wunderbaren bitter-lustigen Blick auf Schläger und Weicheier.
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geschrieben von molosovsky, am: Sonntag, 22. Apr. 2007
(Eintrag No. 364; Alltag) — Noch zwei Wochen, bis ich einen 400 €-Aufsichtsjob anfang. Da ich ALG-2 beziehe, bleiben mir von den 400 ca. 150/160 übrig; davon geht dann wieder erstmal ca. 50 € weg für die Fahrkarte, damit ich zur Arbeit komm.

Zudem hab ich erstmal 100 € Schulden machen dürfen, für ein neues Paar schwarze Halbschuhe (weil alle meine anderen Schuhe zu klobig {Doc-Stiefel} oder zu ranzig sind).

Aussicht auf Teilzeit/Vollzeit? Eher nicht. Stundenlohn: keine 7 €, was ca. 56 Stunden im Monat für die 400 € entspricht. Das sind ca. 56 Stunden weniger Zeit zum lesen, schreiben, zeichnen. Hoffentlich erfüllt sich der Mutmachspruch des 3-monatigen Bewerbungstrainings: dass ich über den Job irgendwie neue Kontakte knüpfen kann, und ›weiterkomme‹.

Himmelwärts guck und zeter: »Weshalb bin ich zu doof, mit dem, was ich kann auch Geld zu verdienen!!!« (Weil, wenn Du erlich bist lieber Alex, Du eben das was Du zu können glaubst, nicht wirklich gut, schnell genug kannst, um damit Geld zu verdienen. Siehe Deine lächerlichen Icon-Design-Versuche, Deine ›ganz netten‹ Texte {vom Schreiben leben… PRUHAHA! dafür brauchst Du Legastheniker schlicht zu lange für einen halbwegs abgebbaren Text}.

Vielleicht sollte ich schlicht mal von Frankfurt nach Berlin ziehen (auch wenn ich in Berlin nach kurzer Zeit Ausschlag bekomme). Angeblich braucht man dort ja nicht erwachsen werden, weil alles so billig ist, und sich schnell und genug ›irgendwie-schwarz‹ was verdienen läßt. — DAS ist ja auch das peinliche: ich finde ja nicht mal Schwarzarbeit!

Naja, die ersten Schritte raus aus der Kacke der Erwerbslosigkeit sind immer noch Schritte in der Kacke. Das ist mir schon klar. Trotzdem: diesertage zieht mich das heftigst runter. Zwecks selber-Mut-machen kritzel ich so zwanghaft optimistische Skribbels.
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geschrieben von molosovsky, am: Montag, 16. Apr. 2007
(Eintrag No. 363; Alltag, Comics) — Endlich ist es so weit: zwei Portrait-Aufträge habe ich mir vergelten lassen mit den mir noch gefehlt habenden letzten beiden Sammelbänden des phantastischen Großcomcis »Cerebus« von Dave Sim & Gerhard.

Jetzt kann ich mich endlich zurücklehnen und die ca. 6000 Seiten dieses meisterhaften, sau-komischen, provokativen Comics am Stück lesen (und über meine Lektüre werde ich hier berichten … geplant ist, ein Molochronikeintrag zu jedem der 16 Sammelbände).

Die 16 Sammelbände des phantastischen Großcomics »Cerebus« von Dave Sim & Gerhard

Zuletzt berichtete ja (der für Comics und Phantastik lobenswert aufgeschlossene) Andreas Platthaus in der FAZaS vom 10. Dez. 2006 über seinen Hausbesuch bei Dave Sim.

Zur Vollendung von »Cerebus« hat dereinst im April 2004 der immer überraschend exzellende Dietmar Dath eine ganze Seite FAZ füllen dürfen, worüber ich freilich abjubeln musste.

Hier bei »Cerebus the Aardvark« kann man sich einen schnellen Überblick über das Gigantocomics verschaffen (und Schreibtischhintergrundbilder gucken); und ein eigenes, ergiebiges Fan-Wiki zum Barbaren-Schwein gibts auch.
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geschrieben von molosovsky, am: Mittwoch, 29. Nov. 2006
(Eintrag No. 315; Phonetische Zwischendurcherleuchtung) — Kann es sein, daß sich deutsche Dialekte mit spitzem St-ein ›st‹ gebildet haben, weil man eben aus Scham vermeiden wollte, bei der zu ›sch‹-lastigen Verschluderung von Worten wie ›Darstellung‹ — ob man will oder nicht — ›Arsch‹ zu sagen?

Notiz: Bei meiner nächsten Zeitreise auf Indizien dazu achten.
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Molos Wunschliste, falls Ihnen die Molochronik gefällt, und Sie mir aus Dankbarkeit eine Freude machen möchen.
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Molos Serie zu Neil Gaimans mit umfangreichen »Hilfreichen Handreichungen« als PDF.
Folge 1: »Präludien & Notturni«
Folge 2: »Das Puppenhaus«
Folge 3: »Traumland«
Molos Wanderungen durch der Büchergilde Gutenberg
Jaques Cazotte:
»Der verliebte Teufel«
G. K. Chesterton:
»Apollos Auge«
Lord Dunsany:
»Das Land des Yann«
J. L. Borges:
»25. August 1983«
Deutsche Fassungen (auch als PDF) der phantastischen Literaturseminare von ›Crooked-Timber‹ über:
»Der Eiserne Rat« von China Miéville
Remix von Marcus Hammerschmitt:
»White Light / White Heat«
Großes Lob für & Zitate aus:
Neal Stephensons »Diamond Age«
Großes Buh für & Zitate aus:
Tad Williams »Der Blumenkrieg«
Material zum Kapieren:
Der katholische Tolkien
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Molos kapriziöse Kurzprosa:
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Impropathos auf ‘nem Steinway-Flügel:
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