>>>ANMELDEN<<<

Übersicht meiner
Filmrezis und
Buchbesprechungen.
Molos Serie zu Neil Gaimans mit umfangreichen
»Hilfreichen Handreichungen«
1: »Präludien & Notturni«
2: »Das Puppenhaus«
3: »Traumland«
Molos Wanderungen durch &raquo;Bibliothek von Babel&laquo;-Banner, gro&szlig;. der Büchergilde Gutenberg
Jaques Cazotte:
»Der verliebte Teufel«
G. K. Chesterton:
»Apollos Auge«
Lord Dunsany:
»Das Land des Yann«
J. L. Borges:
»25. August 1983«
Deutsche Fassungen (auch als PDF) der phantastischen Literaturseminare von ›Crooked-Timber‹ über:
»Der Eiserne Rat« von China Miéville
Deutsche Fassung des Interviews von Laurie Penny mit Terry Pratchett:
»Sex, Tod & Natur«
Remix von Marcus Hammerschmitt:
»White Light / White Heat«
Großes Lob für & Zitate aus:
Neal Stephensons »Diamond Age«
Großes Buh für & Zitate aus:
Tad Williams »Der Blumenkrieg«
Material zum Kapieren:
Der katholische Tolkien
Vorstellung zum 60gen:
Mervyn Peake »Gormenghast«
Molos Übersetzung von Daniel Chandler:
»Eine Einführung in die Genre-Theorie«
Wallpaper für Lovecraft-Fans:
»Soggoth-Idylle mit Hasen«
Wallpaper für Freunde farbiger Plüschodelik:
»Große Acryl-Impro«
Molos beste Dichtheit:
»Verborgene Orte«
Molos kapriziöse Kurzprosa:
»Zehn Etüden«
Exzessive Melomanie als mp3:
Molomukke Eins, Zwei, Drei, Vier & Fünf, sowie die Vertonung von »The Second Coming«
Impropathos auf 'nem Steinway-Flügel:
»Am Herzen Herumhängen – Arbeiten für den Inkubus«
MOLOsovskysCHRONIK
Netztagebuch eines amœnokratischen Phantasten, Skribblers, Kritikers & Übersetzers


geschrieben von molosovsky,
am: Samstag, 18. Dez. 2004
(Film) – Worauf freut ich mich, wovor zittere ich? Meine Prognosen.
••• Nachtrag zur Filmvorschau:

Februar, Constantine: Hier erwarte ich nicht mehr viel und könnte somit angenehm überrascht werden. Comic-Meister Alan Moore hat John Constantine als Nebenfigur für »Swamp Thing« erfunden, und bald schon gab es eine eigene Serie namens »Hellblazer« um den prolligen Okkult-Detektiv. Im Comic ist Constantine Engländer und blond, im Film vom Keanu Reeves gespielt ist Constantine eben dunkelhaarig lebt in Los Angeles.

Erstes Quartal, Sin City: Das ist mein Tip für den Knaller des Jahres. Der erste große S/W-Film von Robert Rodriguez nach den harten Gangster-Comics von Frank Miller. Bruce Willis, Benico del Toro und Mickey Rourke werden sich auf Maul hauen.

Erstes Quartal, Elektra: Wenn schon ein Ableger des ehr mau gelungenen »Daredevil«, warum dann nicht die Lebensgeschichte von Bösewicht Bullseye? Weil die Meute nach Frau Garners Rehäuglein lechzt. Hoffe ich mal, daß die Mukke und die Stunts passen werden und der Film als Äktschn-Popcorn seine Pflicht erfüllt.

März, Vanity Fair: Hoffentlich wird das eine richtige Epochenverfilmung des Klassikers von Thackery. Und leider spielt die Witherspoon mit … aber auch Gabriel Byrne.

März, Robots: Computeranimation aus dem »Ice Age«-Haus. Kann nicht viel schiefgehen

Mai, Kingdom of Heaven: Weltenbaumeister Ridley Scott hat sich wieder mal in Marrokko ausleben dürfen. Ersten Berichten nach, wird es eine 45 Minuten lange Schlacht um Jerusalem geben. Mal schaun … Hauptsache Männer in Blechdosen dengeln mit Schwertern aufeinander ein.

Mai, Star Wars Episode III: Eeeeendlich darf die Gemeinde erfahren wie aus der männlichen Dumpfbacke Anakin das Phantom des Imperiums wird. Mal sehen, welche religiöse Joseph Campell-Volte Herr Lucas diemal in petto hat: Auferstehung von den Schockgefrohrenen und jungfräuliche Geburt hatten wir ja schon.

Juni, Per Anhalter durch die Galaxis: Die Mutter aller SF-Parodien, die selbst ein starkes Stück SF ist. Von einer richtig ordentlichen Verfilmung träumen die Fans schon seit Jahrzehnten.

Juni, War of the Worlds: Bei Spielberg kann ich sicher sein einen unglaublich gut gemachten Film zu erwarten. Bei Cruise kann man erwarten, daß sein Charakter wieder einen heftigen Karthasis-Parkur absolviert. Leider wurde die Geschichte in das gegenwärtige Amerika verlegt. Die viktorianische Kulisse des H. G. Wells-Roman wäre mir freilich lieber gewesen.

Juni, Batman Begins: Endlich ein Batman-Film, der auf einem Comic von Frank Miller basiert. Hoffentlich kommt der Flattermann diesmal wirklich düster rüber und nicht mit dieser ekligen Selbstironie der Schumacher-Vehikel.

Juli, Charlie and the Chocolate Factory: Tim Burton dreht ein Musical und Johnny Depp macht mit. Was kann da noch danebengehen?

Juli, Fantastischen Vier: Über einen Mangel an Superhelden kann man sich im 2005er Jahr nicht beschweren. Bin neugierig ob dieser Kultstoff geschickt oder blöd umgesetzt wird.

Juli, The Island: Die Story ist ein Derivat von »Flucht aus dem 21. Jahrhundert«. Michael Bay als Produzent verspricht große Äktschn und krasse Bilder.

Drittes Quartal, Adventures of Shark Boy: Robert Rodriguez die Zweite, hier der Kinder-Abenteuerfilm in 3D.

August, Doom: Aus dem düsteren SF-Ego-Shooter einen Film machen. Verspricht großartige Äktschn und krasse Kulisse. Hoffentlich arbeiten die dabei auch mit einem Drehbuch.

September, Aeon Flux: Auf MTV in den Achzigern ein Zeichentrickkult, soll nun mit Schauspielern verfilmt werden. Damals ergaben die zwischen klaustrophobischen und eskapistischen Polen pendelnden Clips keine zusammenhängende Geschichte. Bleibt also zu fürchten, daß man einen simplen Scharrn über die Kultmarke stülpt.

Oktober, Legende von Zorro: Degenballett in dem neben Herrn Zorro diesmal auch Frau Zorro den Stahl zischen lassen.

Oktober, Wallace & Gromit: Hurrah, und ich dachte schon, daß nach dem »Chicken Run«-Kassenflop die Knetschöpfer aus England keine Chance mehr in der Filmindustrie bekommen.

November, Cars: Die Feuerprobe meiner Begeisterung für die Pixar-Zauberer, denn ich hasse Autos. Können die mir eine Geschichte erzählen, ohne daß ich dauernd genervt und geekelt denken muß: »Aber es sind Sch***-Autos!«

November, Harry Potter und der Feuerkelch: Spannend wird, wie sehr die Geschichte des Buches diesmal vereinfacht und gekürzt werden muß, damit man alles noch in einen Zweistunden-Film unterbringt.

Dezember, King Kong: Peter Jackson erfüllt sich einen weiteren Jugendtraum und ich darf hoffen, daß der große Affe mich diesmal überzeugt. Außerdem darf die Massenszenensoftware aus der Ring-Trio hier zum ursprünglich gedachten Einsatz kommen.

Dezember, The Chronicles of Narnia: Nach »Der Herr der Ringe« die zweite krypto-christliche Trost-Fantasy aus dem Inkling-Kreis. Ginge nicht das Wort, daß »Narnia« ein ausgesprochen bunter Monsterfilm werden wird, er würde mich kaum interessieren.

Noch ohne Starttermin:
••• NachtragThe New World: Der neue Terence Mallick, dessen »Thin Red Line« diesertage mit Abstand mein liebster Kriegsfilm ist. Diesmal nimmt er sich die frühe Koloialzeit von Nordamerika vor. Colin Farrell gibt den John Smith und wir dürfen anehmen, daß es anders als bei »Pocahontas« diesmal keine Songs oder sprechenden Bäume geben wird.

Mirrormask: Drehbuch von Neil Gaiman, Regie und Gestaltung Dave McKean. Story klingt »Alice im Wunderland«-ähnlich, nur etwas düsterer. •••

Hannibal: Vin Diesel hat zweifellos die nötige Präsenz um den punischen Heerführer zu geben. Und die Alpenüberquerung mit Elefanten schreit in Zeiten der massiven Effekte nach Verfilmung.

The Corpse Bride: Tim Burton die Zweite. Endlich wieder ein Animationsfilm vom Meister. Blindes Vertrauen läßt mich prophezeien, daß dies ein toller Film wird.

Und sonst …
… freue ich mich Tom Tykwers Umsetzung von Süßkinds »Das Parfüm« entgegen, von dem ich noch nicht weiß, wann der kommen soll.
Außerdem wurden zwei gewichtige Comic-Klassiker von Alan Moore in Produktion geschickt. »X-Men«-Autor Hayter hat ein verfilmbares und angeblich brilliantes Drehbuch aus »Watchmen« gemacht, und nach all den Regisseur-wechsel-Dich-Reigen der Vergangenheit hat man sich auf Paul Greengrass geeinigt. Jude Law hat bereits angeboten Adrian Veidt zu spielen, auch wenn er – wie viele seiner Zunft – lieber den Rorschach geben würde (immerhin trägt Law ein Rorschach-Tattoo und hat seine Produktiktionsfirma nach dem menschgewordenen Nietzsche-Abgrund genamst).
Die Wachowski-Brüder und Herr Silver wollen sich vom »Matrix«-Brimborium erholen, indem sie Alan Moores »V for Vendetta« auf die Leinwand bringen. Die Wachowski liefern das Drehbuch und Herr Silber sorgt dafür, daß die Explosionen nicht zu klein werden.
Ins Kino kommen die beiden Filme so um 2006.
Schön wärs, wenn »Watchmen« und »V for Vendetta« nicht solche mehr oder minder gescheiterten Umsetzungen von Moore-Comics werden, es wie »League of Extraodinary Gentlemen« und »From Hell« waren. Aber wie und wer überwacht die Filmindustrie?

Stichworte: Film

Geschieben von menteith,
am: Montag, 20. Dez. 2004
Da sind ja einige hübsche Sachen dabei. Dass V for Vendetta verfilmt wird war mir neu, da bin ich aber sehr gespannt. Leider hilft uns das alles nicht über das Weihnachtsloch. Ich werd noch enen in The Incredibles gehen aber dann...?

Geschrieben von molosovsky,
am: Montag, 20. Dez. 2004
… für die besinnliche Jahreszeit: »Team America«, der erste Marionettenfilm ab 18 (von den »South Park«-Machern).

Geschrieben von deedee523,
am: Montag, 20. Dez. 2004
was dann noch fehlt, wär die transmetropolitan-verfilmung, am besten mit patrick stewart als spider jerusalem. meinetwegen darf ruhig christopher nolan regie führen, und für den soundtrack könnte man aphex twin oder autechre engagieren. ja, das wär´schön.

und wann verfilmt tim burton "sandman" oder "death" ? als lucifer hätt´ich jedenfalls gerne david bowie. und marilyn manson als morpheus.

Geschieben von david ramirer,
am: Montag, 20. Dez. 2004
und auch von v for vendetta kann nur der "grad des scheiterns" als qualitätskriterium herangezogen werden. der stoff und die story beider comics ist einfach zu komplex für den film, zu sehr "absoluter comic", also dem medium mehr als nur trikoteng an den leib geschneidert. ich könnte mir vorstellen, dass lars von trier watchmen gut umsetzen könnte, oder auch rainer werner fassbinder v vor vendetta, aber ich kenne keine hollywood-niete, die da auch nur die stiefel dieser jahrhundertromane in bildform küssen dürfte.
auch an "from hell" ist hollywood ja recht kläglich gescheitert, mitsamt dem entbehrlichen erfundenen happy end... wi-der-lich.
bin schon neugierig auf die dehnun- und quetschun- und erfindungen im watchmen-gewebe...
aber ein gutes hat die sache: beide comics werden wieder bekannter gemacht, wenngleich die filme sicherlich lichtjahre hinterherhinken werden.
aber wer überwacht schon die rezeptionsfähigkeit eines (v)erblindeten publikums?
soviel zu meiner prognose.

Geschieben von corinthas,
am: Dienstag, 21. Dez. 2004
Ich hatte vor kurzem wieder mal das "hitchhikers guide.. " aufgemacht. Hätte beinahe vergessen wieviel Spass es war sich dahindurch zu lesen. Ich will hier auch kurtz melden das es ursprünglich als Hörspiel auf BBC Radio erschien. Dass jetzt eine Verfilmung (von Disney meine ich) auf uns wartet ist ein Geschenk Gottes, aber was für ein Geschenk werden wir noch sehen da Disney ja seinen Finger im Spiel hat.
"War of the Worlds" und die Comic-films ("Aeon Flux", "V for Vendetta" und "Die Watchmen") haben alle meine Kuck-lust aufgeweckt, da ich sie als Comic gerne mag. Ich bin ganz schön begeistert. {)

Geschieben von molosovsky,
am: Donnerstag, 23. Dez. 2004
@deedee: Was noch fehlt, wie Du schreibt … ist tatsächlich eine »Transmetropolitain«-Verfilmung. Allerdings würde ich da auf Joe Pantoliano als SF-Hunter S. Thompson setzten, statt auf Captain Picard. Nicht daß ich Steward für zu schlecht halte, aber für zu alt.
»The Sandman« halte ich derweil noch für unverfilmbar, und meine Sehnsucht nach einer Filmumsetzung des Comic-Epos von Neil Gaiman hält sich entsprechend in Grenzen. Ich stimme aber zu, daß Marilyn Manson einen Morpheus spielen könnte. Im Comic sieht Morpheus von Heft zu Heft, oft auch innerhalb eines Heftes, immer wieder anders aus. Entsprechend finde ich, daß mehrere verschiedene Darsteller zur Portraitierung des Traumgottes herangezogen werden sollten. »Sandman« müßte ziemlich zerhackstückt, oder eine der vielen Geschichten herausgepickt, oder überhaupt eine neue Geschichte geschaffen werden, um daraus einen Film zu machen. Durchaus übertragbar aber erscheint mir die verschachtelte und ausufernde Struktur des »Sandman«-Comics auf die Bedingungen und Möglichkeiten von Konsolen- und PC-Spielen. Egal ob Äktschn-, Strategie- oder Athmo-orientiert umgesetzt, wäre ein »Sandman«-Spiel unglaublich esoterisch.

@David: »Watchmen« und »V for Vendetta« sind unzweifelhaft Klassiker der Bildliteratur, und sind (und bleiben) damit stark mit diesem Medium verbunden, egal in welche anderen Medien sie übertragen werden. Das beste, was beiden Comics geschehen kann, ist ein Scheitern auf dem Niveau der »Der Herr der Ringe«-, »Spiderman«-, »X-Men«- und »Hellboy«-Verfilmungen. Übrigens wird bei »V for Vendetta« ein Regie-Debütant antreten: ein bisheriger Zweitstab-Leiter von »Star Wars« und «The Matrix«.
Bei »Watchmen« bin ich schon sehr gespannt, wie die Superhelden-Ebene ausgespielt wird. Immerhin beruht nicht wenig des Nimbus von »Watchmen« darauf, einen erfrischend neuen Blick auf diese Helden/Protagonisten-Gattung zu werfen.
Bei »V for Vendetta« frag ich mich, ob man die 1812-Overtüre von Tschaikowski wie im Comic prominent in Szene setzten darf. Außerdem erscheint mir zumindest das ganze Comic als viel zu düster und von der Stimmung her zu UK-spezifisch, um wirklich Filmindustrie-geeignet zu sein.

@corinthas: »Hitchhikers Guide…« habe ich in diesem Jahr auch wieder mal aus dem Regal geholt. Bin ja gespannt, welche Teile der Geschichte diesmal umgesetzt werden. Für die jetztige Verfilmung hat ja Spike Jonze zwischen Drehbuchrechteinhabern, Adams-Erben und jungen Londoner (Islingtoner!) Musik-Clip-Jungfilmern vermittelt.

Und Nachtrag wegen »Sin City«.
Guckt Euch mal diese wunderbare Bildstrecke mit Filmstils und Promo-Plakaten an!

Geschrieben von david ramirer,
am: Donnerstag, 23. Dez. 2004
sehen ziemlich gut aus, das liegt vielleicht auch daran, dass der comic seinerseits stilistisch stark von anleihen am film lebt (das harte schwarz-weiss der film noir-zeit). offenbar wollen die die ganze sin city-serie in einen film packen, was wiederum schade ist. "sin city" und "that yellow bastard" habe ich dechifrieren können aus den stills. naja, ist ja nur ein film.
bin übrigens ganz deiner meinung wegen watchmen und V für vendetta: man kann gespannt sein, und ein scheitern ist - auf hohem niveau - auch ein entsprechender genuss. das wirft die frage auf, ob das scheitern nicht ohnehin programm ist, heutzutage.

Geschrieben von stefan w,
am: Donnerstag, 13. Jan. 2005
Hallo molosovsky, ich bin Deinem Link vom scifiboard gefolgt und angenehm überrascht.
Abeeer: Von "Per Anhalter ..." gibt es eine wirklich gelungene Verfilmung und die ultimative "Sin City" stammt von AC/DC. :)
Gruß
Stefan

Geschrieben von molosovsky,
am: Donnerstag, 13. Jan. 2005
Vielen Dank Stefan für die freundlichen Worte zu meinem Blog. Ich hoffe ich enttäusche Dich nicht zu bald mit langen Hänger-Phasen, wie die im Augenblick … aber ich mache gerade einen ganzen Haufen neue Dinge.

Zu »Per Anhalter…«: Freilich ist das Buch toll. Die deutsche Hörspielfassung liebe ich seit vielen Jahren, und die englische Fernseh-Serie kenne ich auch. Und die Fernseh-Fassung finde ich nicht etwa mißlungen oder schlecht, aber … ehrlichgesagt, für mich ist die TV-Version schon ein trashig-spleeniges Kuriosum. Die Engländer haben ein größeres Herz für Phantastik. Man denke neben »Per Anhalter…« an Serien wie »The Prisoner«, »Neverwher«, »Gormenghast«, »Dr. Who«, »Tripods«, um nur einige zu nennen. Das hat bei denen (sagt es ehrfürchtig beneident): TRADITION, verbunden mit der Courage sich solcher Stoffe als TV-Unterhaltung anzunehmen. ––– Naja, UNS beneidet das Ausland um die feinen Dokumentationen und Fernsehspiele.
Ich fiebere dem Kino-Film entgegen, weil ich es für eine schwere (und damit hochinteressante) Aufgabe halte, einen visuellen Stil für wahnwitzigen Imaginationen von Adams zu finden. Ich meine z.B. eine ganz spezielle Stimmung der »Per Anhalter«-Bücher, die ich als Umkehrung der Lovecraft-Paranoia vor dem Universum nennen möchte: eine positiv-optimistische Grundstimmung im Angesicht der ego-sprengenden Weiten des Alles, der narrations-zerstäubenden Zufälligkeit des Chaos. Adams hat seinen Spaß mit Dingen, vor denen man bei Lovecraft nur Angst vermittelt bekommt.

Deine Seite habe ich mir angeschaut und werde ab und an vorbeischaun. Nur über einen Schreck stolperte ich: Du linkst auf Henrik Broder, diese Hysteriepumpe vom »Der Spiegel«? Nun, wir können nicht alle den selben Geschmack für homöopathische Gifte haben. Wäre ja auf Dauer langweilig.

Dass AC/DC wie Du suggerierst einen (mir unbekannten) Song namens »Sin City« eingespielt haben, ist ja eigentlich völlig natürlich: auf dem Highway to Hell kommt man da direktemang hin :-)

Geschrieben von stefan w,
am: Freitag, 14. Jan. 2005
Hallo molosovsky,
der aus Deiner Sicht völlig berechtigte Hinweis auf Herrn Broder beruht auf einem Missverständnis: Ich bin bekennender Anti-Broderist und kann es zum Glück auch beweisen:
tagebuch.aol.de
Gruß
Stefan

Geschrieben von molosovsky,
am: Freitag, 14. Jan. 2005
… lieber Stefan.
Hier zuhause sprech ich ja nur noch vom Henli M. Blodel und versuche vorsichtig lediglich solche Texte von ihm zu lesen, die mich nicht völlig krank machen. Über sein Hysterie-Gekrähe wegen »Endstufe« habe ich mich außerordentlich geärgert, da ich mich ehr der Charles Chaplin und Mel Brooks-Fraktion zurechne, welche verteidigt, daß übers III. Reich und Hitler gelacht werden darf und sollte. –– So sehr ich als langjähriger Comic- und Spektakelkino-Fan Filme wie z.B. »Indiana Jones«, »X-Men« und »Hellboy« schätze, die sich mit den Nazis spielen, oder darauf verweisen (Magneto in X-Men ist da eine bemerkenswerte Figur!), so sehr gräme ich mich, daß wir in Deutschland nach dem Krieg – bis auf ganz wenige Ausnahmen, wie den von mir geschätzten Nick Knatterton oder den von mir nicht geschätzten Perry Rhodan – noch nicht mal mittelmäßige Superhelden-Figuren hervorgebracht haben. Doch da ärger ich mich auch über mich selbst, denn ich bring zu dem Thema auch (noch) nichts zustande.

Zurück zu Henrik Broder: sein letzter für mich amüsanter und gute Stimmung zeitigender Bericht, war die Sache mit den US-Bügern, die am Wochenend mit Familie zum D-Day-Grillfest fahren, und ein wenig Nazis nachstellen. (Auch die Japaner ziehen sich in der Freizeit gerne SS-Uniformen an und gehen in den Wald zum Paintball-Spielen.)
Sowiel derweil.
Man ließt sich.
Grüße
Alex / molosovsky

Geschieben von yiyippeeyippeeyay,
am: Samstag, 16. Jul. 2005
Hi Molo

Hab gerade am Ort deiner War-of-the-Worlds-Rezension (hinter dem "Diskussions-Link" dort) eine Frage an dich gestellt, wg. illegaler Haltung von Gnomen?!

Im Allgemeinen macht es mir auch Spaß idiosynchratische Rezensionen zu schreiben, aber ein (ehemaliger) Schreibkunst-Mentor von mir meinte mal dazu: "Was ist mit dem Dienst am Leser?" Heutzutage antworte ich am liebsten: "Na, wenn ich's nicht bezahlt kriege!..." ;)

Ach so, was hat das mit TCs "Katharsis-Parkur" auf sich? Meinst du der Junge ist wirklich so verklemmt? Oder ist das so 'n Scientology-Schritt, den mann machen muss um dem Thetaner näher zu kommen? :D

In Hoffnung auf baldige Antwort,
Kai

Seit 4430 Tagen aktiv. Am 16. April 2014 gab's zuletzt 'ne Änderung.


Re-Aktionen
molosovsky (22.Feb.14): Ich werd alt. Trotzdem wars schön.
molosovsky (21.Feb.14): Grenzübergang 2013 / 2014
molosovsky (26.Jan.14): @nisjasper
molosovsky (20.Jan.14): @Eosphoros: Hobbit-Filme
molosovsky (20.Jan.14): @Gero: ›Sardor‹

Google+ klicken, wenn Sie die Molochronik empfehlen möchten.
Zu Molos Google+-Profil.

 Einmal im Monat kann man als Flattr-Teilnehmer der Molochronik etwas zukommen lassen.

Molos Wunschliste, falls Ihnen die Molochronik gefällt, und Sie mir aus Dankbarkeit eine Freude machen möchten.

30. Dez 2012: Immer noch Layout-Neugestaltung des Blogs. Liste mit Linkempfehlungen fehlt weiterhin.

Creative Commons-Lizenzvertrag
Die Inhalte dieses Blogs dürfen nur unter Beachtung folgender Lizenz von Creative Commons bearbeitet werden. Wenn Sie bezüglich der Rechte hier nicht sicher sind, folgen Sie bitte dem CC-Link oder wenden sich per eMail an mich.