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Samstag, 18. Dezember 2004

Vorschau 2005

(Film) – Worauf freut ich mich, wovor zittere ich? Meine Prognosen.
••• Nachtrag zur Filmvorschau:

Februar, Constantine: Hier erwarte ich nicht mehr viel und könnte somit angenehm überrascht werden. Comic-Meister Alan Moore hat John Constantine als Nebenfigur für »Swamp Thing« erfunden, und bald schon gab es eine eigene Serie namens »Hellblazer« um den prolligen Okkult-Detektiv. Im Comic ist Constantine Engländer und blond, im Film vom Keanu Reeves gespielt ist Constantine eben dunkelhaarig lebt in Los Angeles.

Erstes Quartal, Sin City: Das ist mein Tip für den Knaller des Jahres. Der erste große S/W-Film von Robert Rodriguez nach den harten Gangster-Comics von Frank Miller. Bruce Willis, Benico del Toro und Mickey Rourke werden sich auf Maul hauen.

Erstes Quartal, Elektra: Wenn schon ein Ableger des ehr mau gelungenen »Daredevil«, warum dann nicht die Lebensgeschichte von Bösewicht Bullseye? Weil die Meute nach Frau Garners Rehäuglein lechzt. Hoffe ich mal, daß die Mukke und die Stunts passen werden und der Film als Äktschn-Popcorn seine Pflicht erfüllt.

März, Vanity Fair: Hoffentlich wird das eine richtige Epochenverfilmung des Klassikers von Thackery. Und leider spielt die Witherspoon mit … aber auch Gabriel Byrne.

März, Robots: Computeranimation aus dem »Ice Age«-Haus. Kann nicht viel schiefgehen

Mai, Kingdom of Heaven: Weltenbaumeister Ridley Scott hat sich wieder mal in Marrokko ausleben dürfen. Ersten Berichten nach, wird es eine 45 Minuten lange Schlacht um Jerusalem geben. Mal schaun … Hauptsache Männer in Blechdosen dengeln mit Schwertern aufeinander ein.

Mai, Star Wars Episode III: Eeeeendlich darf die Gemeinde erfahren wie aus der männlichen Dumpfbacke Anakin das Phantom des Imperiums wird. Mal sehen, welche religiöse Joseph Campell-Volte Herr Lucas diemal in petto hat: Auferstehung von den Schockgefrohrenen und jungfräuliche Geburt hatten wir ja schon.

Juni, Per Anhalter durch die Galaxis: Die Mutter aller SF-Parodien, die selbst ein starkes Stück SF ist. Von einer richtig ordentlichen Verfilmung träumen die Fans schon seit Jahrzehnten.

Juni, War of the Worlds: Bei Spielberg kann ich sicher sein einen unglaublich gut gemachten Film zu erwarten. Bei Cruise kann man erwarten, daß sein Charakter wieder einen heftigen Karthasis-Parkur absolviert. Leider wurde die Geschichte in das gegenwärtige Amerika verlegt. Die viktorianische Kulisse des H. G. Wells-Roman wäre mir freilich lieber gewesen.

Juni, Batman Begins: Endlich ein Batman-Film, der auf einem Comic von Frank Miller basiert. Hoffentlich kommt der Flattermann diesmal wirklich düster rüber und nicht mit dieser ekligen Selbstironie der Schumacher-Vehikel.

Juli, Charlie and the Chocolate Factory: Tim Burton dreht ein Musical und Johnny Depp macht mit. Was kann da noch danebengehen?

Juli, Fantastischen Vier: Über einen Mangel an Superhelden kann man sich im 2005er Jahr nicht beschweren. Bin neugierig ob dieser Kultstoff geschickt oder blöd umgesetzt wird.

Juli, The Island: Die Story ist ein Derivat von »Flucht aus dem 21. Jahrhundert«. Michael Bay als Produzent verspricht große Äktschn und krasse Bilder.

Drittes Quartal, Adventures of Shark Boy: Robert Rodriguez die Zweite, hier der Kinder-Abenteuerfilm in 3D.

August, Doom: Aus dem düsteren SF-Ego-Shooter einen Film machen. Verspricht großartige Äktschn und krasse Kulisse. Hoffentlich arbeiten die dabei auch mit einem Drehbuch.

September, Aeon Flux: Auf MTV in den Achzigern ein Zeichentrickkult, soll nun mit Schauspielern verfilmt werden. Damals ergaben die zwischen klaustrophobischen und eskapistischen Polen pendelnden Clips keine zusammenhängende Geschichte. Bleibt also zu fürchten, daß man einen simplen Scharrn über die Kultmarke stülpt.

Oktober, Legende von Zorro: Degenballett in dem neben Herrn Zorro diesmal auch Frau Zorro den Stahl zischen lassen.

Oktober, Wallace & Gromit: Hurrah, und ich dachte schon, daß nach dem »Chicken Run«-Kassenflop die Knetschöpfer aus England keine Chance mehr in der Filmindustrie bekommen.

November, Cars: Die Feuerprobe meiner Begeisterung für die Pixar-Zauberer, denn ich hasse Autos. Können die mir eine Geschichte erzählen, ohne daß ich dauernd genervt und geekelt denken muß: »Aber es sind Sch*-Autos!«

November, Harry Potter und der Feuerkelch: Spannend wird, wie sehr die Geschichte des Buches diesmal vereinfacht und gekürzt werden muß, damit man alles noch in einen Zweistunden-Film unterbringt.

Dezember, King Kong: Peter Jackson erfüllt sich einen weiteren Jugendtraum und ich darf hoffen, daß der große Affe mich diesmal überzeugt. Außerdem darf die Massenszenensoftware aus der Ring-Trio hier zum ursprünglich gedachten Einsatz kommen.

Dezember, The Chronicles of Narnia: Nach »Der Herr der Ringe« die zweite krypto-christliche Trost-Fantasy aus dem Inkling-Kreis. Ginge nicht das Wort, daß »Narnia« ein ausgesprochen bunter Monsterfilm werden wird, er würde mich kaum interessieren.

Noch ohne Starttermin:
••• NachtragThe New World: Der neue Terence Mallick, dessen »Thin Red Line« diesertage mit Abstand mein liebster Kriegsfilm ist. Diesmal nimmt er sich die frühe Koloialzeit von Nordamerika vor. Colin Farrell gibt den John Smith und wir dürfen anehmen, daß es anders als bei »Pocahontas« diesmal keine Songs oder sprechenden Bäume geben wird.

Mirrormask: Drehbuch von Neil Gaiman, Regie und Gestaltung Dave McKean. Story klingt »Alice im Wunderland«-ähnlich, nur etwas düsterer. •••

Hannibal: Vin Diesel hat zweifellos die nötige Präsenz um den punischen Heerführer zu geben. Und die Alpenüberquerung mit Elefanten schreit in Zeiten der massiven Effekte nach Verfilmung.

The Corpse Bride: Tim Burton die Zweite. Endlich wieder ein Animationsfilm vom Meister. Blindes Vertrauen läßt mich prophezeien, daß dies ein toller Film wird.

Und sonst …
… freue ich mich Tom Tykwers Umsetzung von Süßkinds »Das Parfüm« entgegen, von dem ich noch nicht weiß, wann der kommen soll.
Außerdem wurden zwei gewichtige Comic-Klassiker von Alan Moore in Produktion geschickt. »X-Men«-Autor Hayter hat ein verfilmbares und angeblich brilliantes Drehbuch aus »Watchmen« gemacht, und nach all den Regisseur-wechsel-Dich-Reigen der Vergangenheit hat man sich auf Paul Greengrass geeinigt. Jude Law hat bereits angeboten Adrian Veidt zu spielen, auch wenn er – wie viele seiner Zunft – lieber den Rorschach geben würde (immerhin trägt Law ein Rorschach-Tattoo und hat seine Produktiktionsfirma nach dem menschgewordenen Nietzsche-Abgrund genamst).
Die Wachowski-Brüder und Herr Silver wollen sich vom »Matrix«-Brimborium erholen, indem sie Alan Moores »V for Vendetta« auf die Leinwand bringen. Die Wachowski liefern das Drehbuch und Herr Silber sorgt dafür, daß die Explosionen nicht zu klein werden.
Ins Kino kommen die beiden Filme so um 2006.
Schön wärs, wenn »Watchmen« und »V for Vendetta« nicht solche mehr oder minder gescheiterten Umsetzungen von Moore-Comics werden, es wie »League of Extraodinary Gentlemen« und »From Hell« waren. Aber wie und wer überwacht die Filmindustrie?

Mein Twitter-Gezwitscher.

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