molochronik
Dienstag, 11. Dezember 2018

Burnout-Link-Tipps — #4

Hier die vierte Lieferung der (fast) täglichen kulturellen Link-Bonbons, die mir Freude machen und Kraft spenden und die ich seit meinem Burnout-Zwischenfall mit ›meinen Leuten‹ in einer kleinen Privatmitteilungs-Gruppe bei Twitter teile.

Montag, 3. Dezember 2018

54 Fragen über Bücher und Literaturgeblogge

Ich bin mal voll die Sau und klaue einen Fragebogen, den die Heldinnen und Recken von »54books« (von denen ich einigen auf Twitter folge) für »mojoreads« beantwortet haben. Hab heut schon früh begonnen weiter meine Bude aufzuräumen, dann lang zu einer Wahnsinns-Compilation angezappelt und musste danach auch meinen Geist entrümpeln.

{Weiterlesen im neuen Blog molochronik reloaded.}

Freitag, 30. November 2018

Burnout-Link-Tipps — #3

Hier die dritte Lieferung mit kulturellen Bonbons, die mir in meiner Burnout-Zeit Freude und Kraft spenden, und die ich in meiner Arkadischen Guerilla-Twitter-PM-Gruppe teile.

Viel Spaß.

Dienstag, 27. November 2018
Sonntag, 25. November 2018

Burnout-Link-Tipps — #2

Hier die zweite Lieferung mit kulturellen Bonbons, die mir in meiner Burnout-Zeit Freude und Kraft spenden, und die ich in meiner Arkadischen Guerilla-Twitter-PM-Gruppe teile.

Viel Spaß.

Montag, 19. November 2018

Burnout-Link-Tipps — #1

Teste drüben bei Wordpress eine neue Blogoberfläche aus, weil mich antville zu sehr deprimiert mit seiner umständlichen, für mich undurchschaubaren Handhabe (und die Hilfsseiten helfen überhaupt nicht weiter, zB um herauszubekommen, wie man das Kopfbild hier ändern könnte … vom CSS will ich gar nicht anfangen).

Allein, dass seit dem neuen Content-Eingabe-System meine geliebten einfachen französischen Anführungszeichenn nicht mehr anwendbar sind, weil eins davon der Tastenkurzbefehl für »Text nach links markieren« ist, macht mich irr.

Hier mein erster Eintrag bei »molochronik reloaded«: Sammlung der ersten Woche täglicher Link-Tipps, die sich seit meinem Burnout in meiner »safe space«-Twitter-Privatmitteilungsgruppe verbreite.

Viel Spaß!

Donnerstag, 15. November 2018

Carl Sagan: »Pale Blue Dot« / »Kleiner, blasser Fleck«

Wenn es einen Text gibt, den ich quasi als Gebet respektiere, dann diese Zeilen von Carl Sagan, dessen bahnbrechende Dokumentations-Reihe »Unser Kosmos« mich als Kind/Jugendlicher bei seiner deutschen Erstaustrahlung (trotz der Verstümmelung durch das ZDF) 1983 ungemein geprägt hat.

Letztes Jahr hab ich — ausgerechnet bei einem Plausch über »Star Treck: Discovery« und »The Orville« — eine erste, schnelle Übersetzung von »Pale Blue Dot« auf Twitter gepostet. Mittlerweile habe ich weitere deutsche Fassungen gefunden: die der deutschen Buchausgabe von »Blauer Punkt im All«, und eine sehr gute auf der Website von Andreas Kalt. Im Affekt habe ich mich grad auf der Wiki-Site zu »Pale Blue Dot« anonym über die dort derzeit eingepflegte Übersetzung uffgeregt (keine Quellenangabe, peinliche Bezugsfehler).

Der Text IST eine knifflige Übersetzungsaufgabe, denn er ist reich an Begriffen, die punktgenau (ha ha!) übertragen werden wollen; er sollte eingängig, leicht verständlich sein und eine berührende, ja lyrische Qualität inne haben.

Hier meine überarbeite eigene Fassung.

Aus so großer Ferne betrachtet, mag die Erde den Eindruck erwecken, nichts besonders zu sein. Aber für uns ist das nicht so. Schau dir diesen Punkt nochmal an. Das ist hier. Das ist unsere Heimat. Das sind wir. Alle die du liebst, alle die du kennst, alle von denen du je gehört hast, alle menschlichen Wesen die es je gab, haben hier ihr Leben verbracht.
Die Gesamtheit unserer Freuden und Leiden; tausende von selbstsicheren Religionen, Ideologien und wirtschaftlichen Glaubenslehren, alle Jäger und Sammler, alle Helden und Feiglinge, alle Zivilisations-Schöpfer und -Zerstörer, alle Könige und Ackersleute, alle verliebten jungen Pärchen, alle Mütter und Väter, hoffnungsvollen Kinder, Erfinder und Entdecker, alle Moral-Gelehrten und alle korrupten Politiker, alle ›Superstars‹, alle ›absoluten Herrscher‹, alle Heiligen und Sünder der Geschichte unserer Art haben hier — auf einem in den Strahlen der Sonne schwebenden Staubflöckchen — existiert.
Die Erde ist eine sehr bescheidene Bühne in einer unermesslichen kosmischen Arena. Denk an die Ströme aus Blut, die von all den Generälen und Kaisern vergossen wurden, um siegreich und ruhmvoll für eine Weile Herrscher eines Bruchteils dieses Flecks zu werden. Denk an die fortwährenden Grausamkeiten, die Bewohner eines Winkels dieses Flecks anderen, von ihnen kaum zu unterscheidenden Bewohnern eines anderen Winkels zufügten. Wie oft reden sie doch aneinander vorbei, wie eifrig bringen sie sich gegenseitig um, wie inbrünstig sie einander hassen. Unser Getue, unsere eingebildete Bedeutsamkeit, die Illusion, wir hätten eine herausragende Stellung im Universum inne, werden von diesem Pünktchen aus blassem Licht in Frage gestellt.
Unser Planet ist ein einsamer Fleck in der großen ihn umgebenden kosmischen Dunkelheit. Angesichts unserer Verlorenheit in dieser ungeheuren Weite, gibt es keinen Hinweis, dass von irgendwo anders Hilfe kommt, um uns vor uns selbst zu retten. Die Erde ist bisher die einzige uns bekannte Welt die Leben beherbergt. Zumindest für die absehbare Zukunft gibt es sonst keinen Ort, zu dem unsere Art auswandern könnte. Besuchen: durchaus. Besiedeln: noch nicht.
Die Erde ist der Ort, wo wir uns behaupten müssen, ob es uns gefällt oder nicht. Man sagt, dass Astronomie eine Bescheidenheit einflößende und den Charakter prägende Erfahrung bietet. Es hat vielleicht nie eine trefflichere Vorführung der Narrheit menschlicher Eingebildetheit gegeben, als dieses ferne Abbild unserer winzigen Welt. Für mich hebt es die Wichtigkeit unserer Verantwortung hervor, einander freundlicher zu begegnen, und den blassen blauen Fleck — die einzige uns bekannte Heimat — zu bewahren und zu lieben.

Mittwoch, 14. November 2018

Lebenszeichen oder Burnout, Baby, Burn!

Hab nach langem Nachdenken die ›molochronik‹ wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Zum Nachdenken komme ich seit letzter Woche — genauer: Mittwoch den 07. November 2018 — zwangsweise ausführlich … zB bei langen Spaziergängen und vermehrten meditieren. Am Dienstagabend bin ich nach der Arbeit von ca. 19–22 Uhr in ein erschöpftes Koma gefallen (meine allgemeine körperliche und vor allem geistige Stabilität hat in den letzten Jahren langsam aber stetig abgenommen), und ich bin mit heftigen beidseitigen Radio-Tinnitus auf volle Pulle wachgeworden (der dauerte insgesamt ca. 36 Stunden, bis ich vollends erschöpft endlich eingepennt bin).

Ich will hier nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ich habe eine schlaflose Nacht verbracht und noch bevor mein Wecker wieder um 03:45 klingelte, war ich nervlich kompletto am Ende und habe es irgendwie geschafft, mich dauerflennend auf der Arbeit krank zu melden, bei meinem Arzt einen Termin für den nächsten Tag zu ergattern und einige eMails zu schreiben.

Mein Arzt hat mich dann erstmal für 12 Tage wegen ›depressiver Episode / Burnout‹ krankgeschrieben, und ich habe seitdem begonnen, mich um einige grundlegende Kurskorrekturen zu kümmern. Abgesehen von gewissen Eigentümlichkeiten in der Weise, wie ich mit mir selbst umgehe, haben die Umstände auf meiner Arbeit und mein stolz-stur-ängstlicher Umgang damit (Wut und Frust entweder sinnlos verpulvern oder runterschlucken) einen erheblichen Anteil an meinem Zusammenbruch. Der Körper führt über solche Sachen peinlichst Buchhaltung und präsentiert dann entsprechend die Rechnung (der Körper ist im Zweifelsfalle weiser als der Geist).

Markanteste Auswirkung: unkontrollierte Heulkrämpfe (atmen ist wichtig!). Klingt schlimm (ist es auch), aber ich bin selbst überrascht, wie zusammen mit dem Schrecken über diesen plötzlichen, heftigen Burnout-Stress auch bestimmte Befreiungsgefühle einhergehen … als ob eine fette Kanalverstopfung freigeschwemmt worden wäre. Im Lauf der letzten Tage habe ich mir die Finger wund geschrieben, die Ohren taub telefoniert, Orientierungsgespräche mit verschiedenen Stellen geführt, lange Spaziergänge unternommen und nun, wo die dinglichsten Erledigungen geschafft sind, habe ich mir Ruhe verordnet.

Zu den Dingen, über die ich lange nachdenken konnte, gehört mein systematischer sozialer Rückzug, den ich in den letzten Jahren betrieben habe und den ich als eines der warnenden Vorzeichen für meine bröckelnde Gesamtverfassung ignorierte. Hinsichtlich der ›molochronik‹ bin ich zu der Einsicht gekommen, dass die Unerreichbarkeit meines Blogs gegenüber den Menschen, die trotz meiner Tippfehler und verquasten Sprache/Denke meine Schreibe lesen, ja sogar zu schätzen wissen, unfair ist. — Statt mich auf meine eigene Angekotztheit aufgrund der Kluft, die zwischen dem, was ich gerne gestalterisch erreichen will und dem, was dann zu 99% dabei rauskommt zu fixieren, denke ich nun lieber daran, dass der Schmarrn, den ich fabrizier so manchen inspiriert, zu dollen Sachen leitet oder einfach angenehm die Zeit vertreibt (ist kein Komplimentgefische! … ich habe auch so schon genug Gelegenheit zu trainieren, was für mich stets sehr unangenehm ist: Komplimente, Sympathie und Zuneigung anzunehmen und mit positiven Gefühlen umzugehen).

Auf Twitter bin ich derzeit nur eingeschränkt unterwegs (kurz vor dem Burnout war ich sogar schon fast soweit, mein Twitter-Konto zu löschen). Den offenen Bereich lese ich nur sehr eingeschränkt, sprich: nur die Reaktionen auf meine Posts. Ich protokolliere dort vorsichtig die Tage seit dem Burnout. Ich reagiere offen auf gar nix (gab eine Ausnahme, aber Laurie Penny hat nun mal ihre PM-Kontaktmöglichkeit aus verständlichen Gründen deaktiviert). — Allerdings habe ich mir einen Privatmitteilungs-›safe space‹ eingerichtet, mit lieben Menschen die ich größtenteils IRL kenne, wo ich unter anderem üben kann geselliger und positiver zu sein, und wo ich jeden Tag einen ›läppischen‹ Internet-Tipp poste.

Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, die ›molochronik‹ wieder zu bespielen, will aber im Augenblick nix versprechen. Pläne zu machen, sich die Zeit zu strukturieren ist nun sehr wichtig für mich, aber für’s erste ist dieser Eintrag schon ein großer Schritt für mich … ich hoffe, für einige von euch auch.

Die Wasserwerke melden sich wieder, ich mach lieber Schluss für jetzt und begehe den Abend mit einem »Guardians of the Galaxy«-Double-Feature (meinem Lieblingsstrang des MCU, aus Gründen), in Angedenken auf Stan ›the man!‹ Lee. Hab erst heute Vormittag davon erfahren, dass er vorgestern verstorben ist.

Bis zum nächsten Mal
Licht & Liebe!
Cheers
Alex / molo

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Wer mit mir in Kontakt treten möchte, nutzt bitte die im Impressum angebotenen Möglichkeiten, oder Twitter-PM.

Donnerstag, 2. Juni 2016

›molochronik‹ im Koma

Nachdem der letzte Eintrag hier vor fast einem Jahr hochgeladen wurde, geb ich mal Bescheid, dass die ›molochronik‹ noch auf unbestimmte Zeit im Koma verweilen wird.

Gründe: Ich komme nicht zurecht mit der neuen antville-Oberfläche (schaffe es nicht mal, den Kopfschmuck zu gestalten), was mich frustriert und mir die Lust austreibt, mich mit der ›molochronik‹ zu beschäftigen.

Außerdem bin ich in einer allgemeinen, milden Langzeitdepression versunken, die sich niederschlägt in der Unfähigkeit zwei Gedanken am Stück auf Papier zu bringen, ohne dass ich das Geschreibsel für dämlich, überflüssig oder nervig halte.

Schließlich wird meine Freizeit abseits vom ca. 180-192-Stunden-Brotjob von Lektorats- und Übersetzungs-Projekten beansprucht.

Ersatzweise empfehle ich, mir auf Twitter zu folgen.

Montag, 22. Juni 2015

PentaLink: Drogengelder, Guillermo del Toro, Neal Stephenson, Leigh Alexander, »Bloodborne«-Podcast

Karen Grass hat für die gemeinnützige Rechercheplattform ›correcti!v‹ versucht herauszufinden, wie viel Geld in der deutschen Drogenpolitik in welche Projekte fließt. Ihr Werkstattbericht »So lief die Drogenrecherche« ist das Zeugnis krasser Unübersichtlichkeit und überforderter, bzw. auskunftsbockiger Behörden.

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Im April hat Guillermo del Toro anläßlich der Verleihung des Irving M. Levin Directing Awards eine gute Stunde mit dem Chef der San Francisco Film Society geplaudert.

Nebenbei: ich habe endlich del Toros Debüt-Spielfilm »Cronos« (1993) und »El espinazo del diablo« (2001) gesehen. In akzeptabler Qualität gibt es beide Filme seit langer Zeit nicht auf dem deutschen Markt. Bin also auf UK-Ausgaben ausgewichen. Ein Filmemacher muss mir schon irre gut gefallen, dass ich mir spanische Originale mit englischen Untertiteln anschaue. Hat sich gelohnt.

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Bin auf den letzten 100 Seiten des neusten Romans von Neal Stephenson, »Seveneves«, und ziemlich begeistert, auch wenn der Erklärbar-Anteil dieses streangen Science Fiction-Titels krass hoch ist. Worum es in dem Buch geht, und was Meister Stephenson so umtreibt, kann man in dem Video dieses Autorenabends der Lesetour zu »Seveneves« erfahren.

Desweiteren hier ein interessanter Artikel von Annalee Newitz für ›gizmodo‹ über die technischen Großanlagen und Architekturen des Romanes: »Here’s How Space Megastructures Will Look, According to Neal Stephenson«

Ansonsten: wer sich fragt, was für Musik Neal Stephenson mag, oder was er beim Schreiben hört, findet Antworten in diesem Interview mit ›Gunner & Chow‹: als Teen war Stephenson ein großer »Yes«, und »Emerson, Lake & Palmer«-Fan.

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GamesGroßPresseEvent E3 hat in L.A. stattgefunden. »The Last Guardian« wird für die PS4 kommen! Alle anderen Neuigkeiten sind eigentlich egal.

Ich bin ja gerne kritisch bis mürrisch mit den von mir geliebten Kram wie Phantastik, Genrezeug und auch Games. Einen Essay wie »Let’s have a deep chat about the practical feasibility of getting our childhoods back« von Leigh Alexander begrüße und empfehle ich da entsprechend gerne.

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In eigener Sache zuletzt noch der Link zu dem Podcast »Polyneux spricht, Vol 30 (Insight-Edition)« in dem ich als ›Special Guest‹ zusammen mit den Gastgebern Don, Sven und Volker über das feine, gemeine, schöne, unheimliche PS4-Spiel »Bloodborne« plaudere (und, was man nicht hört, nebenbei zwei Bier trinke, was für mich schon krasser Exzess ist).

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