MOLOsovskysCHRONIK
Netztagebuch eines amœnokratischen Phantasten, Skribblers, Kritikers & Übersetzers


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geschrieben von molosovsky,
am: Sonntag, 06. Apr. 2008
(Eintrag No. 502; Improvisation) — Gestern 14 Stunden am Stück an einem Text gearbeitet. (Zwischendurch den leider nur mittelprächtigen »28 Weeks Later« geguckt, enttäuschend trotz guter Schauspieler und feiner Bilder. Naja, sein Vorgänger, »28 Days Later« hat mir gut gefallen.) — Heute heißt es Korrekturlesen und abschicken, außerdem Kuchen besorgen und vielleicht beginnen, Bilder bei FLICKR hochzuladen. Jau, liebe Freundinnen und Freunde der Molochronik, ich hab mich dort angemeldet, also könnt Ihr, sobald ich da mal mehr aufgespielt habe, Diashows gucken.

Wie dem auch sei, hier das letzte Skribbel einer jüngstvergangenen Session bei der sechs solcher Improscapes entstanden sind.

»Improscape 28. III. 2008 F«, 80 x 80 mm, Faber-Castell PITT artist pen ›B‹, ›M‹, ›F‹ & ›S‹ in Leuchturm1917 Agenda.

Improscape: »Wolkenmotz«

Hier die Links zu den anderen Skribbels der Session:
  1. »Protounterholz«
  2. »Wringwogen«
  3. »Gatschwucher«
  4. »Steinnebel«
  5. »Steilhangfizzel«

Stichworte: Improvisation

Geschieben von schönerdenker,
am: Sonntag, 06. Apr. 2008
"28 weeks later" war wirklich eine Enttäuschung. Zuviel verpasste Chancen. (mehr im Podcast). Was ich aber eigentlich sagen wollte: Sehr schönes Skribbel, vielleicht das Beste so far!

Geschrieben von molosovsky,
am: Sonntag, 06. Apr. 2008
Danke für die nette Gefallensmeldung, schönerdenker. Ich gab zu: bisher ist die Mehrzahl meiner Improscapes eher nicht so fein plastisch, wie der »Wolkenmotz«.

Aber da helfen mir die Rückmeldungen, denn anhand derer kann ich mich (versuchsweise) einlassen auf ein ›Molo gibt den Affen Publikum Zucker‹, was ich Kritzelaffe spannend finde.

Nebenbei zum Thema Film.
In den letzten Tagen habe ich eine ganze Menge abgehakt.
»The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Forster« ist genial. Ein dolles Stück Neo-Western und eine beunruhigende Meditiation über Helden, Charisma und die Sehnsucht nach Überhöhung, Auserwältheit der eigenen Person. Außerdem für mich ein Musterbeispiel dafür, dass Erzählerstimmen keinesfalls Notlösungen oder Merkmale von schlecht durchdachten Filmen sind. Im Gegenteil!

Ansonsten: »The Kingdom«, »Rendition«, »American Gangster« … alle drei eher sehr mau. Als Ridley Scott-Fan hat mich vor allem »American Gangster« natürlich ziemlich enttäuscht. Was für ein planloser, leider so gar nicht tiefgründiger oder packender Film (bis auf die Dialoge zwischen Denzel und Russel ganz am Ende). Verglichen mit diesem Dreierpack an seichten Polit- und Thriller-Filmen war »28 Weeks Later« noch richtig fetzig und stimmungsvoll.

Geschrieben von schönerdenker,
am: Montag, 07. Apr. 2008
Was mir am Wolkenmotz besonders gefallen hat, dass ich es mir minutenlang anschauen kann, ohne dass dieser "Albrecht-Dürer-Effekt" verschwinden würde. Es ist irgendwie "wirklich da" - also die Wolken sind nicht nur ein Bild von Wolken sondern sind ein Stück davon, was Wolken in uns auslösen. Das hört sich jetzt geschwurbelt an. Aber vielleicht verstehst Du ja, was ich meine. Die rotschwarzen Sachen bei flickr sind übrigens auch schön, die muss ich mir aber nochmal genauer anschauen. Und noch ein Satz zum Kino. Mir hat "American Gangster ja sehr gut gefallen. Aber ich hab schon gemerkt, dass ich damit ziemlich alleine bin.

Geschrieben von molosovsky,
am: Dienstag, 08. Apr. 2008
Von Thema eigentlich mein Ding. Aber ich hab mir schon selbst kritisch über die Schulter geguckt und gedacht: vielleich war’s die falsche Mischung an Filmen, weshalb bei mir »American Gangster« durchgefallen ist. Nach »The Kingdom« und »Randition« hat mich allein die Musik schon ziemlich genervt. — Beziehungsweise war ich eigentlich in Gedanken womöglich noch bei »The Assassiniation of Jesse James…«. Wie auch immer: möglicherweise sind Filmgucksessions soch keine so dolle Idee, denn dabei scheinen manche Filme durch das Massengucken eben unterzugehen.

Ach ja: ganz vergessen habe ich ja »30 Days of Night« zu erwähnen. Obwohl, nein, nix sagen … besser vergessen.

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