molochronik
Dienstag, 19. April 2011

Molos Wochenrückblick No. 50

Eintrag No. 711 — Bin seit Sonntag aus Berlin zurück. Es war großartig. Nach Jahren der Berlin-Skepsis kann ich nun verkünden, dass ich einen positiven Kneipenneid habe. Viele Spaziergänge unternommen und Gespräche geführt. Was meine Aktivitäten für die deutschsprachige Phantastik-Szene angeht, sieht es extrem boogie aus. Ich kann immer noch nicht fassen, was für ein ungeheures Glück ich hatte, beim Golkonda-Verlag gelandet zu sein (ich hoffe, ich erweise mich würdig).

Zur Hirnentrümpelung im Urlaub, guckte ich alle Animationsfime der letzten Jahre, die ich bisher verpasst habe, sowie einige SF-Flicks. Ich hoffe, ich kann im Lauf der Woche mit einer fetten Sammel-Rezi aufwarten.

Viele Links hab ich nicht, weil wenig im Internet getummelt, aber hier ist die kleine Grabbeltüte Zuckerl der letzten Woche.

Zuckerl

  • Rune Olsen macht verrückte Sulpturen. Mir gefällt die Oberfläche seiner Arbeiten und die Schock-Qualität einiger Werke. Lieblinge von mir: dieses If Only-Kind; — dieser Hahnenkampf; — Frau die von Tintenfisch gevögelt wird (For Everything I Long to Do, basierend auf einem Schnitt von Hokusai).
  • Schauerliches Dokument a) des anhebenden Grauens der 80er-Jahre; b) des beginnenden Totalausverkaufs von »$tar Wars«: die Unterwäsche-Werbung.
  • Auch wenn ich dieses Poster von ›Pop Chart Lab‹ selber nicht bestellen muss, finde ich es cool, dass es nun eine Übersicht von über 100 Superheldenkräften gibt und der über 200 Superhelden, die sie haben. Nicht übersichtlich genug?! Dann macht doch ein Excel-Sheet draus!! Dieses Illustrious Omnibus of Superpowers-Poster ist was fürs Auge!
  • Jeff Vandermeer hat sich von entsprechenden Kennern aus Brasilien, Bulgarien, der Tschechischen Republik, Dänemark, Finland, Frankreich, Deutschland, Israel, Japan, den Philippinen, Polen, Russland, Südafrika und Schweden zutragen lassen, was dort die bemerkenswerten heimischen Neuerscheinung des vergangenen Science Fiction- und Fantasy-Jahres waren. An Overview of International Science Fiction and Fantasy, 2010. — Für Deutschland wurden »Schaumschwester« von Thor Kunkel (yeah!!!), »Wenn das der Führer wüsste« von Otto Basil, die von Karla Schmidt zusammengestellte Antho »Hinterland«, und Ralph Doeges Kurzgeschichtenband »Ende der Nacht« genannt (freut mich für Ralph!).
  • Julia Sweeney (Schauspielerin, Komikerin, Bürgerrechtlerin, Atheistin) berichtet in einem hinreissenden Monolog darüber, wie sie sich mit ihrer achtjährigen Tochter in ein Sexaufklärungsgespräch verheddert: »Sex Education«.

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