Dienstag, 12. Juli 2011

Molos Wochenrückblick No. 62

Eintrag No. 733 — Keine Zeit.
Keine Einleitung.
Hier die Links.

Politik, Gesellschaft & Hochkultur:

(Deutschrachige) Phantastik-Links

  • Großartige Nachricht bei ›SF-Fan‹: »Encyclopedia of Science Fiction« – bald online und kostenlos!.
  • Großartiger Essay bei ›Bibliotheka Phantastika‹: Die Redaktion hat unter dem hinreissenden Stichwort ›Metaflöz‹ Acht Argumente für Fantasy & Phantastik zusammengestellt, die flappsig in etwa so gehen:
    1. Beurteile ein Buch nicht nach seinem Umschlag! (Ja schon klar, dass viele Fantasy-Cover einfach nur ›würg‹ sind … das wurmt anspruchsvolle Fantasy-Leser mit Geschmack ganz besonders).
    2. Die großen Fantasy-Erfolge liefern keine gute Orientierung dazu, was Fantasy alles ist (bzw. sein kann). Ein bischen schwächelt dieses Argument finde ich, denn die großen Fantasy-Erfolge der letzten Jahre sind schon ziemlich typische Vertreter ihres Genres. Kommt halt darauf an, wie sehr man sich auf diese ›Ideal-Vertreter‹ kapriziert und von ihnen bei seinen Betrachtungen des Genres (ab)lenken lässt.
    3. Mythen, Romantik und überhaupt die ehrenvolle Ahnen-Traditionslinie des Genres!
    4. Zitier ich den anfänglichen Kernsatz ganz, denn dieses Argument ist m.E. kommt etwas schwach und verglückt rüber:
      Fantasy erlaubt, Probleme der realen Welt durchzuspielen, ohne exakt an die Nachzeichnung realer Umstände gebunden zu sein oder irgendjemandem aus ebendieser realen Welt mit Schuldzuweisungen etc. auf die Füße zu treten – sei es, dass es um allgemeingültige Schwierigkeiten geht, die in Mittelerde ebenso auftreten wie in Mitteleuropa, sei es, dass bestimmte Dinge im weitesten Sinne symbolisch zu verstehen sind

      Die Sache mit dem ›tritt niemanden auf die Füsse‹ wäre für mich eher eine Schwäche, statt eine Stärke.
    5. Fantasy ist eine ›Was wäre wenn?‹-Experimentierwiese. Hmmm, … ist das nicht jegliche Art von Fiktion?
    6. (Gute) Fantasy bietet den Reiz des ganz anderen, des Unbekannten.
    7. Zur Abwechslung eine geschwollene Umschreibung des Arguments, soweit ich es im Guten zu verstehen glaube: Fantasy gemahnt an die mythische Geworfenheit des Einzelnen in einer für diesen nur zum kleinsten Teil durchschaubaren Welt, die sich einem letztendlichen Verstehen sowie der vollkommenen Kontrolle entzieht. Gerade deshalb also bitte erst fühlen, denken und ethisch-moralische Folgen abwägen, dann drauf los handeln.
    8. Fantasy hat einen ästhetischen Wert. ›Jupp‹.
  • Großartige Rezi im ›Fantasyguide‹-Blog: Oliver schweift denkanregend über »Kraken« von China Miéville ab. Wenn Extremisten verschiedener Weltanschauungen gemeinsam etwas unternehmen.
  • Hoffnungsstiftende Nachricht im ›Feenfeuer‹-Blog: Die ›Phantastische Akademie e.V.‹ ruft den ›Seraph Literaturpreis‹ ins Leben.

Zuckerl: Popkultur & Kunst

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