|
 Die Inhalte dieses Blog dürfen nur unter Beachtung folgender Lizenz von Creative Commons bearbeitet werden. Wenn Sie bezüglich der Rechte hier nicht sicher sind, folgen Sie bitte dem CC-Link oder wenden sich per eMail an mich.
|
|
|
powered by
 |
|
|
geschrieben von molosovsky, am: Freitag, 15. Jul. 2005
Prosalyrische Wanderungen ins Unbekannte
(Eintrag No. 220; Juvenilia)
»Reality is just a story thats taken on a life of its own.« — John Constantine, Dez. 1997
Exodus
Laßt uns auswandern aus diesen Geistesbreiten.
Einen anderen Trampelpfad finden, oder
einen reizenderen Fluß der Verheißung.
Aber vielleicht haben wir auch den Mut.
Die Kraft hinterbehält uns und die Scheu
nimmt vor Schreck und Kummer reißaus,
ihre Staubwolke umnebelt uns; doch
keine Trübung, nur ein Staubkorn im Gesicht,
eine brennende Träne rinnt herab;
die Dreckwolken senken sich.
Stille kehrt ein.
Durst, Angst und Verlohrenheit umklammern uns.
Hilflos und gedörrt baumeln wir in der Mitte der Kreuzung.
Halte durch mein scheuer Freund.
Bleibe hier und erstarre nicht zu einer Feuersäule.
Wir brauchen deinen Charme.
Wir wollen dein weiches Fleisch,
um unsere Leben formen zu können.
Wir trinken deine nässende Angst
und ergötzen uns an deinem Witz.
Flüchte weiter, tappse umher
auf der Suche und Hoffnung nach deinem Land;
deinen Geistesbreiten und Gefühlsmeridianen.
Zum Menü der Verborgenen Orte
Nächster Verborgener Ort: Zufahrt
& Cafehaus

Geschieben von gosseratz am: Dienstag, 19. Jul. 2005
Selbst einen Lyrikbarbaren wie mir kann dieses Werk etwas sagen, sehr gut. Gefällt mir wirklich. Aber... *DeckungSuch* ...wieso hatn des keine Reime?!? ;-) Voll unproffvehschionell, sorry. Das üb'n mir aber fei noch mal, gell?
Geschrieben von aesthet, am: Donnerstag, 21. Jul. 2005
...der gosseratz. Ein schönes Werk, aber die Reimlosigkeit vermittelt auch mir das Gefühl eines klaffenden, lyrischen Loches. Gedanken formulieren ist gut, aber in Reimen formulieren ist die Meisterdisziplin.
Doch sehen wir darüber noch einmal hinweg und versichern dem Herrn Sovsky, dass sein Gedicht ansonsten sehr gelungen ist. Ist es.
Geschieben von molosovsky am: Freitag, 22. Jul. 2005
… so sagte einst (glaub ich) der Rainer Kunze. Gebete, Evo- und Invokationen (oder abgeschöpfter Gefühlsüberschuß) funktionieren auch ohne LautEchos.
Freut mich aber, daß Euch der Inhalt so weit zusagt.
Geschrieben von gosseratz, am: Freitag, 22. Jul. 2005
Na, die Thematik rockt auf jeden!
Über die Wahl der Waffen zu streiten ist müßig, jeder wählt die Form die ihm am ehesten liegt.
|
|
Seit 2419 Tagen aktiv. Am 12. Oktober 2008 gab’s zuletzt ‘ne Änderung.
Molos Wunschliste, falls Ihnen die Molochronik gefällt, und Sie mir aus Dankbarkeit eine Freude machen möchen.
Molos Wanderungen durch
der Büchergilde Gutenberg
Deutsche Fassungen (auch als PDF) der phantastischen Literaturseminare von ›Crooked-Timber‹ über:
◊ = Neueste Links
E = teilweise oder ganz Englisch
Molo schreibt mit bei:
BLOGS aus/um FFM
BLOGS ANDERSWO
FILM
LITERATUR
AUTOREN
PHANTASTIK
WELT
PHILOSOPHIE
KUNST
|