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MOLOsovskysCHRONIK
Netztagebuch eines amœnokratischen Phantasten, Skribblers, Kritikers & Übersetzers


geschrieben von molosovsky,
am: Dienstag, 21. Nov. 2006
Eintrag No. 312 — Die gelöste Heiterkeit, die einen beim Habhaftwerden eines neuen Schatzes erfüllt, sollte man (wie ich meine) teilen. So etwa einmal im Quartal gönn ich mir von meinem Budget eine Postlieferung mit englischen Büchern. Beim letzten Mal habe ich endlich daran gedacht, die Overlook Press-Ausgabe von »Gormenghast« aus dem 1995-Jahr zu ordern. Ein günstiger Anlass für mich, ein bisschen über diese vorzüglichen Fantasy-Bücher zu plaudern. Immerhin darf man ein Gormenghast-Jubiläum feiern, denn vor 60 Jahren, 1946, erschien das erste Titus-Buch.

Damit Sie — geschätzte Molochronik-Leser — nicht verwirrt werden, will ich lieber jetzt noch klären, daß ich hier nicht unbedingt etwas zum Inhalt der Titus-Bücher erzählen werde. Im Folgenden gibt’s ehr so lautes ›Vor-mich-hin-Denken‹ zum »Gormenghast«-Werk, sowie einige weiterführende Kostproben und Links.

1174-Seiten hab ich also nun, ein gut in der Hand liegender, typographisch angenehm gesetzter Schwabbelumschlag-Schinken, der nicht nur die ersten drei Titus-Bücher des Malers, Illustrators, Dramatikers, Dichters und Autors Mervyn Peake (1911–1968) enthält, sondern eine ganze Reihe interessanter und erfreulicher Dreingaben:
  1. Ein Vorwort von Quentin Crisp von 1946;
  2. Ein Vorwort von Anthony Burgess (bekannt als Autor von »Uhrwerk Orange«) von 1988;
  3. Kompletten Text der drei abgeschlossenen Titus-Bücher:
    1. »Titus Groan« (1946);
    2. »Gormenghast« (1950);
    3. »Titus Alone« (1959);
  4. Eine Abteilung mit kritischen Würdigungen, zusammengestellt von G. Peter Winnington, der auch das Intro mit einer Übersicht zu allgemeinen Literaturkritik-Reaktionen des englischsprachigen Feuillitions lieferte;
  5. »Memories of Mervyn Peake« von Louise Collins (1986);
  6. »The Gutters of Gormenghast« von Hugh Brogan (1973);
  7. »Situating Gormenghast« von Ronald Binns (1979);
  8. »›The Passions in their Clay‹: Mervyn Peake's Titus Stories« von Joseph L. Sanders (1984);
  9. »Titus and the Thing in Gormenghast« von Christiano Rafanelli (1976);
  10. »Fuchsia and Steerpike: Mood and Form« von G. Peter Winnington (1977);
  11. »Gormenghast: Psychology of the Bildungsroman« von Bruce Hunt (1978);
  12. »Gormenghast: fairytale gone wrong« von Margaret Ochocki (1982);
  13. »The Cry of a Fighting Cock: Notes on Steerpike and Ritual in Gormenghast« von Ann Yeoman (1991);
  14. »Beowulf to Kafka: Mervyn Peake's Titus Alone« von Colin Greenland (1981);
  15. »A Critical Conclusion: The End of Titus Alone« von Laurence Bristow-Smith (1981);
  16. A Barrier of Foolery? The Depiction of Women in Titus Alone von Tanya Gardiner-Scott (1988);
  • Die wenigen Seiten an Notizen und Fragmenten zum vierten Buch »Titus Awakes«;
  • Sowie 31 s/w-Illustrationen (24 zu den Romanen) von Mervyn Peake.

  • I.—Wurzeln der ›anderen‹ Fantasy: düster und befremdend

    Von Peakes Werk bin ich schon seit vielen Jahren begeistert.
    Die Gormenghast-Bücher gehören zu den großen Monolithen der Literatur, und sind vielleicht neben den »Der Herr der Ringe«- (erschienen 1954/55) und anderen Mittelerde-Werken von J.R.R. Tolkien (sowie den pulpigeren Burschen wie R. E. Howard, Firtz Leiber und Poul Anderson) DIE Fundamente der modernen ›Fantasy‹-Phantastik; d.h., wenn man beachtet, daß im deutschsprachigen Raum Peake immer noch ein ›Geheimtip‹ (was immer das bedeuten mag) ist, und der große Einfluss seiner Bücher sich bei uns eben eher auf verschlungenen Wegen zeigt.

    Ach je! ›Fantasy‹, dieses Genre-Etikett das so viel Verwirrung stiftet. Im Englischsprachigen wurden damit lange Zeit alle im weiteren Sinne ›phantastischen Literaturen‹ bezeichnet. Unter anderem im Zuge des überwältigenden Erfolges der Mittelerde-›Kult‹-Bücher (also ab den späten Sechzigern, vor allem durch die Erfolge auf dem US-Markt), wurde dann ›Fantasy‹ mehr und mehr reduziert zu einem Wegweiser, der vor allem auf jene Spielarten der Phantastik zeigt, die Tolkien-ähnlich anmuten. Ich mache Tolkien keinen Vorwurf (denn nerven tun mich seine Nachahmer und übereifrigen Akolyten), aber ich beklage durchaus das Durcheinander und die Engstirnigkeit, die seitdem Unterhaltung über ›Fantasy‹ ab und zu eindunkeln. —

    Für mich bedeutet ›Fantasy‹ erstmal schlicht ›Phantastik‹, beginnend etwa mit dem Gilgamensch-Epos und den Werken von Homer, Rabelais, J. Swift, L. Carroll, Tieck, E.T.A. Hoffmann, Potocki, … Goethes »Faust 1 & 2«? Phantastik! Fantasy! (Was sonst?). — Ich kann mich aber auch darauf einstellen, daß andere unter ›Fantasy‹ vornehmlich die Tradition a la Tolkien, C.S. Lewis und ihrer Vorläufer und Nachfolger verstehen: also ›irgendwie‹ mittelalterlich (oder archaisch) anmutende Welten voller Kuttentypen, Schwerter, Magier, Artefakte und Monster, und ja bitte als Quest oder Aventure servieren, und ‘ne Karte wär sehr fein. Danke, ganz lieb.

    Dabei ist es nicht so, dass Peake und Tolkien völlig unterschiedliche Werke vorgelegt haben. Beide haben ihre jeweils grandiose und eigenwillige Zweitweltschöpferei geleistet. Tolkien mit der Linguistik, Peake mit der Malerei als zugrundeliegender Kraftquellen- und Anker-Disziplin. Beide Autoren sind durch und durch anschauliche Vertreter des ›typisch englischen‹, geduldigen, detailbesessenen und in kreativer Abschweiferei schwelgenden Bosselns. Die Biographien der zwei wurden jeweils durch die Kolonialgeschichte Englands (Peake wurde in China, Tolkien in Süd-Afrika geboren) und die Katastrophen des zwanzigsten Jahrhunderts geprägt. Es hat wie ich finde wenig taug, wenn man Peake und Tolkien gegeneinander ins Rennen schickt und gegeneinander ausspielt. (Das ist etwa so sinnvoll, wie entscheiden zu wollen, ob die Erfindung des Rads oder des Feuers ›besser‹ ist.) Aber weil Tolkiens Einfluss nun mal unbestreitbar kräftig und die Aufmerksamkeit für Peake bei uns eben eher schmächtig ist, sei mir dieses Nebeneinanderstellen dieser beiden Großphantasten verziehen. —

    Es gibt eben zwischen HDR und den Titus-Büchern auffällige Unterschiede. Man kann zwar über die großen Werke beider Autoren sagen, dass sie kraftvolle Sprachkunstwerke sind, die hätten jedoch kaum gegensätzlicher geartet ausfallen können. Der nicht gerade konventionell strukturierte »Der Herr der Ringe« (= HDR) nimmt sich neben den Titus-Büchern aus, wie ein gradliniger Spaziergang (trotz aller z.T. langen und/oder indirekten Schilderungen, Orts/Zeit-Wechsel). Wer die Unregelmäßigkeiten von Zeitraffungen und -Sprüngen bei Tolkien schon auf bezaubernde Art verwirrend fand, hat gute Aussichten, sich in Gormenghast vollends mit Wonne zu verlaufen. HDR ist ein verhältnismäßig ernstes- und überraschend jux-loses Werk; Tolkien hat seinen wunderbaren lausbübisch-anarchistischen Humor (leider) vornehmlich in kleineren Werken ausgelebt (z.B. in »Bauer Giles von Ham« oder eben auch in »Der kleine Hobbitt«), aber obwohl sich auch im Helden-Epos-Panorama von HDR hie und da kleine Bockssprünge des ungebändigten Witzes finden lassen, überbieten Peakes Titus-Bücher das Tolkien-Werk spielend, bieten sie ja praktisch auf jeder Seite viele komisch-alberene und/oder komisch-seltsame Gedankenhüpfer.

    Am meisten scheiden sich die Geister wohl wegen der Art von Zugangs- und Verweilhaltung, das diese beiden archetypischen Fantasy-Geschmacksrichtungen von der Leserschaft fordern bzw. bieten. Obwohl die Mittelerde-Welt in unzählige Richtungen offen ist, kann man sich in dieser Zweitschöpfung fast schon zu leicht behaglich einrichten. Tolkien betrachtete, von seinem Glauben geprägt, ›Trost zu spenden‹ als eine Hauptaufgabe seines Werkes, und so löblich diese Ambition an sich sein mag, verleitet sie Autoren eben dazu, die Leser immer wieder an der Hand zu nehmen und zu beruhigen. Das liegt nicht jedem. — Der ästhetische Imperativ für Peake war dagegen schlicht, seinen Gedankengrillen und Phantastereien größtmögliche Freiheit einzuräumen. Die Welt von Gormenghast eignet sich zwar durchaus für Leser, darin eigene Zweitweltschöpfungsgedanken zu weben, aber diese Welt bleibt trotzdem letztlich immer fremdartig, undurchschaubar, und tröstlich nur für trittsichere Wanderer auf dem ästhetischen Lebensweg der Melancholia, der angenehm-nachdenklichen Traurigkeit. —

    Es ist kein Wunder, dass gemäß dieser Ambitionen sich im Zentrum von HDR ein kleiner Sieg, die Heilung einer großmagischen Welt-Wunde befindet; es wird erzählt, wie den allgewaltigen entropischen Chaos- und Auflösungs-Mächten des Universums (aller Universen), dank einer glücksbringenden Katastrophe (Eukatatstropie) getrotzt werden kann; — im Mittelpunkt von Peakes Romanen aber schwelt beständig das Feuer der Rebellion, der Auf- und Ablehnung (vor allem personifiziert durch den manipulativen Steerpike und durch Titus Groan, 77. Herrscher des Steinreiches selbst) gegen die verstaubte und vermoderte Zivilisation der gigantischen Gebäude- und Riten-Welt von Gormenghast, gegen die umständlichen und rein zeremoniellen Rituale und ganz allgemein: gegen Engstirnig- und Phantasielosigkeit.


    II.—Ein Blick ins Foyer der drei Titus-Bücher

    Hier die jeweils eröffnenden ersten Absätze als Kostprobe. Immerhin sind die Bücher auf Deutsch nicht ganz billig (ich sehne mich schon lange nach einer günstigeren Taschenbuchausgabe!). Aber die in der Hobbit Presse bei Klett Cotta 1982/83 erschienene Übersetzung von Annette Charpentier lohnt sich auch für alle, die sich nicht getrauen, die englischen Sprachwogen von Peake zu durchpaddeln. Ein respektabler Kraftakt. — Na? Haben Sie genug Nerven, um folgenden Stil über 1000 Seiten genießen zu können?

    (Ein Phantastik-Freund macht mich aufmerksam darauf, Euch noch auszudeuten, daß die Titus-Bücher keine Trio sind. Peake hatte geplant, eine ganze Reihe »Titus«-Romane zu schreiben, doch leider hat’s ihn schon bei der Arbeit am dritten Buch dahingerafft, weshalb »Titus Alone« auch erst mit der Revidierung durch Langdon Jones 1970 in seiner heutigen, ›endgültigen‹ Form erscheinen konnte. Und die ist nicht vollkommen, sondern eben Fragment. Die Bezeichnung »Gormenghast«-Trio ist also wieder mal eine handliche Vereinfachung. Keineswegs sollte im Fortlauf des angedachten Titus-Zyklus das Schloss Gormenghast im Mittelpunkt stehen, sondern eben die Lebensreise des letzten Lord Groan, und die begibt sich in »Titus Alone« ja schon in die Welt jenseits der Gormenghast’schen Gemäuer.
    —Danke Gero, für den Hinweis!)


    »Der junge Titus« (dt. 1982; 533 Seiten, 69 Kapitel mit Namen) »Titus Groan« (engl. 1946; ca. 396 Seiten)
    DIE HALLE DER EDLEN SCHNITZWERKE: — Gormenghast – oder genauer: der größte Teil des alten Mauerwerks – hätte, für sich gesehen, eine bestimmte, eindrucksvolle Bauweise repräsentiert, wäre es nur möglich gewesen, jene umliegenden schäbigen Behausungen zu ignorieren, die sich wie eine krankhafte Wucherung um die Außenmauern legten. Sie breiteten sich über den Hang aus, eine jede halb über dem Nachbargebäude aufragend, bis die oberen Hüten aufgehalten durch die Befestigung der Burg, wie Napfschnecken am Felsen klebten. Aufgrund eines alten Gesetzes war diesen armlesligen Behausungen die fröstelnde Nähe der über ihnen drohenden Festung gewährt. Zu allen Jahreszeiten fielen über die unregelmäßigen Dächer die Schatten der von der Zeit angenagten Zinnen, der zerfallenen und der hochaufragenden Türmchen und, am gewaltigsten, der Schatten des Pulverturms. Dieser Turm, ungleichmäßig mit Efeu bewachsen, erhob sich wie ein verstümmelter Finger aus einer Faust von knöchelartigem Mauerwerk und wies blaphemisch gen Himmel. Des Nachts verwandelten ihn die Eulen in einen hallenden Schlund; tagsüber ragte er stumm auf und warf seinen langen Schatten. THE HALL OF THE BRIGHT CARVINGS: — Gormenghast, that is, the main massing of the original stone, taken by itself would have displayed a certain ponderous architectural quality were it possible to have ignored the circumfusion of those mean dwellings that swarmed like an epidemic around the outer walls. They sprawled over the sloping earth, each one half way over its neighbour until, held back by the castle ramparts, the innermost of these hovels laid hold on the great walls, clamping themselves thereto like limpets to a rock. These dwellings, by ancient law, were granted this chill intimacy with the stronghold that loomed above them. Over their irregular roofs would fall throughout the seasons, the shadows of time-eaten buttressses, of broken and lofty turrets, and, most enormous of all, the shadow of the Tower of Flints. This tower, patched unevenly with black ivy, arose like a mutilated finger from among the fists of knuckled masonry and pointed blasphemously at heaven. At night the owls made of it an echoing throat; by day it stood voiceless and cast its long shadow.
    »Im Schloß« (dt. 1983; 550 Seiten, 80 nummierte Kapitel) »Gormenghast« (engl. 1950; ca. 410 Seiten)
    EINS: — Titus ist sieben. Sein Gefängnis: Gormenghast. Gesäugt von Schatten; aufgezogen in einem Gewebe von Riten: für seine Ohren – Echos, für die Augen – ein Labyrinth aus Stein: und dennoch in seinem Körper etwas anderes – etwas anderes als dieses schattenreiche Erbe. Denn zu allererst ist er ein Kind. ONE: — Titus is seven. His confines: Gormenghast. Suckeld an shadows; weaned, as it were, on webs of ritual: for his ears, echoes, for his eyes, a labyrinth of stone: and yet within his body something other – other than this umbrageous legacy. For first and ever foremost his is child.
    »Der letzte Lord Groan« (dt. 1983; 285 Seiten, 122 nummerierte Kapitel) »Titus Alone« (engl. 1959/1970; ca. 214 Seiten)
    EINS: — Ob Norden, Süden, Osten oder Westen, wie er sich auch drehte, es dauerte nicht lange, bis die vertraute Landschaft verschwand. Verschwunden war die Umrißlinie seiner bergigen Heimat. Verschwunden die zerrissene Welt der Türme. Verschwunden die Flechten; verschwunden der schwarze Efeu. Verschwunden das Labyrinth, das seine Träume speiste. Verschwunden das Ritual, sein Mark und Fluch. Verscheunden die Kindheit. ONE: — To north, south, east oder west, turning at will, it was not long before his landmarks fled him. Gone was the outline of his mountaininous home. Gone that torn world of towers. Gone the grey lichen; gone the blach ivy. Gone was the labyrinth that fed his dreams. Gone ritual, his marrow and his bane. Gone boyhood. Gone.


    III.—Kleine Link-Sammlung zu Mervyn Peake

    Ausgangspunkt aller Erkundungsklickerein sollte die englischsprachige, offizielle englische Website über Peake sein. Viel Material zum Leben und Werk, mit vielen Bildern von Peakes Illustrationen, z.B. zu »Alice im Wunderland« und »Die Schatzinsel«. Besonders empfehlen möchte ich diese Titelgestaltung einer Ausgabe der Grimm'schen Märchen, farblich fast eine Vorwegnahme von späterem Horrorcomics-Flair. — Die angegliederte Seite zu Gormenghast bietet einen Rundgang durch die Bücher.

    Während ich diesen Beitrag zusammenflicke, läuft nebenher meine Doppel-DVD der 4-teiligen BBC-Produktion von Gormenghast; eine durchwegs stimmungsvolle und erstaunlich treue TV-Aufbereitung, in der sich solche Größen wie Sir Ian Richards, Sir Christopher Lee, Stephen Fry, Jonathan Rhys Meyers und Richard Griffiths die Stichwörter geben. — Ich halte es für eine äußerst zeihenswerte Schande, daß diese exzellente Fernsehangelegenheit noch nicht im deutschsprachigem TV lief, oder wenigstens als DVD eingedeutscht wird! {Edit 10. Dezember 2009: Siehe Kommentar. Jubel!}

    Für am schönsten gestaltet halte ich die Gormenghast-Website von PBS. Hier gibt’s reichlich weiteres Material zum BBC-Vierteiler, zum Beispiel diese Inhaltszusammenfassung, wobei zu beachen ist, daß die Fernsehfassung nur die ersten beiden der drei Titus-Bücher umgesetzt hat. Auch werden dort RealPlayer/Quicktime-Trailer zur TV-Fassung angeboten (in der es etwas wischiwaschi heißt, Gormenghast wäre ein ›Fantasy-Klassiker in der Tradition von HDR und Dune‹.

    Dann möchte ich der Übersichtlichkeit halber nur auf drei englische Texte verweisen: Und zuletzt einige Beispiele mit wohligen, hiesigen Meldungen von Lesereisen in Peake'sche Gefilde: Spürbar angehaucht vom Weltgemäuer Gormenghast

    Am deutlichsten sind mir in den letzten Jahren Peake- und Gormenghast-Einflüße auf Stil, Formensprache, Atmosphäre und Szenerie auf dem Feld der europäischen Fantasy- und Phantastik-Comics (oder auch Graphic Novels) aufgefallen. Die hier verlegten Links führen zu externen Seiten (viele davon englisch oder französisch), die irgendwie nichtkommerzigen Einblick in die jeweiligen Werke gewähren:
    • »Hier Selbst« von Jean Claude Forest (Text) und Jaques Tardi (Illustration), 1979; Edition Moderne 1989.
    1. »Der Krieg der Augen«, Carlsen 1987.
    2. »Unruhige Herzen«, Carlsen 1992
    3. »Die Farbe der Freiheit«, Carlsen1994.
    4. »Vielleicht auch sterben…«, Carlsen 1997.
    1. »Irrwater«, Splitter 1996, Neuauflage bei Kult Editionen.
    2. »›Regenmonat 627‹«, Splitter 1997, Neuauflage bei Kult Editionen.
    3. »Turbulenzen«, Splitter 1997, Neuauflage bei Kult Editionen.
    4. »Ans Werk«, Kult Editionen 2002.
    • Die Einzel-Alben von Frederic Bezian:
      • »Der Fluch des Adam Sarlech«, Carlsen 1991.
      • »Das verborgene Brautgemach«, Fest 1993.
      • »Das Testament unter dem Schnee«, Fest 1995.
    1. »Der Mann ohne Schlüssel«, Splitter 1995, Neuauflage bei Kult Editionen.
    2. »Die Stunde des Damokles«, Splitter 1996, Neuauflage bei Kult Editionen.
    3. »Nahedig«, Splitter 1998, Neuauflage bei Kult Editionen.
    4. »Die Stunde des Aufbauers«, Kult Editionen 2003.
    • »Monsieur Noir« von Dufaux (Szenario) und Griffo (Illustration), zwei Bände bei Splitter 1996/1998. Leider hab ich hierzu keinen Link gefunden, den ich unbeschämt anbieten könnte.
    1. »Der Turm«, Fest 1992.
    2. »Der verschlingende Zugang«, Fest 1994.
    3. »Waterloo Exit«, Fest 1993.


    Geschieben von molosovsky,
    am: Mittwoch, 22. Nov. 2006
    …, daß mein kleines Peake/Gormenghast-Dossier taugt. Danke für die Newsflash-Empfehlung bei lorp.de!

    Geschrieben von markolf,
    am: Freitag, 24. Nov. 2006
    Bei den wenigen Blogs "die da was taugen" darf man ruhig mal die breite Masse mit dem Zaunpfahl auf richtige Pfade leiten. Zu Titus Groan: habe die zweckmäßige englische Gesamtausgabe von Vintage und viel Freude daran. Schon erstaunlich, daß Gormenghast hierzulande fast unbekannt ist. Zeit für eine üppige TB-Neuausgabe, würde ich sagen.

    Ohne h ist mein Name dann auch korrekt, aber das nur am Rande.

    Geschrieben von molosovsky,
    am: Freitag, 24. Nov. 2006
    …zu helfen eine günstigere Peake-Ausgabe auf die Beine zu stellen, und laut einer mündlichen Info von Klett Cotta (auf meine Standbesucher-Plauschfrage auf der Buchmesse 2005) müßte sich nur ein Taschenbuch-Macher mal für die Gormenghast-Bücher interessieren. Ich finde, man sollte dann aber auch gleich gscheit Nägel mit Köpfen machen, und sich auch z.B. solch erhellenden Materials annehmen, wie solchen kritischen Würdigungen, wie sie eben die Overlook-Audgabe bieten; zudem (und das ist wichiger!) sollte unbedingt Peakes Titus-Novelle »Boy in Darkness« berücksichtigt werden. Was für eine unheilige Seiten-Story! Das weiße Lamm der Religion/Wissenschaft und dessen Helfer Hyäne und Ziege wollen Teenager-Titus zurechtkneten. Soweit ich weiß, ist diese Novelle bis heute unübersetzt. Auch einen den neueren schönen Biographie/Kunstbänden über Peakes vielfältige Tätigkeiten auf Deutsch rauszubrinen, wäre doch bestimmt eine feines Sache!

    Am Rande: Hab das überzählige ›h‹ gemerzt.

    Geschrieben von markolf,
    am: Freitag, 24. Nov. 2006
    Das wäre wirklich schmuck. Sehe allerdings unter den Groß- und Kleinverlagen nicht wirklich jemanden, der dieses Risiko eingehen würde. Und ja, Gormenghast wäre durchaus ein Risiko, da es am Massengeschmack mit Vollkaracho vorbeibrettert.
    Vielleicht Edition Phantasia.

    Geschrieben von molosovsky,
    am: Freitag, 24. Nov. 2006
    Wenn die wilden Wogenwallungen der internationalen und deutschprachigen Buch (und Medien)-Industie eines gezeigt haben, dann, daß es bemerkenswerte Unterschiede dabei gibt, wenn mann entweder als Massengeschmacks- oder eben ›Orchideen‹geschmacks-Erfüller auftrritt. — Was ich damit sagen will: ich denke nicht, daß Gormenghast ein wirklich heikles Risiko auf dem dt. Taschenbuchsektor darstellt. Wo’s (wie bei uns) soviele Livestyle-RPG- und Gothmode-Kataloge gibt, sollte sich ne 1000-Aufglagen von Peake locker absetzten lassen. Und Peake der ganze Künstler (siehe Bio/Kunstband) dürfte doch auch der älteren Gruppe an ›gut bildungsbürgerlichen‹ Konsumenten was geben. Will sagen: richtig positioniert und kalkuliert (auch wenn ich keine Fertigkeiten und tieferen Kenntnisse davon habe), würd ich die Titus-Bücher sogar als sichere Bank einschätzen. — Nimm den einzigen in-etwa-zeitgenössischen ›Spinner‹-Autoren, mit dem einige Peake für vergleichbar halten: Flan O’Brien. Bedient der ›den Massengeschmack‹? Njet! Aber durch das aufrichtig begeisterte Engagement von Leser-Machern wie Herausgeber Gerd Haffmans, Illustrator Volker Kriegel und natürlich Übersetzer und Vortragsmagus Harry Rowohlt, hat O’Brien mittlerweile seinen Platz bei uns. Zurecht. — Wie letztich bei so gut wie allen Investionsfragen, ist das Abwägen, ob Peake auf dem deutschen Büchmarkt ›funktionieren‹ würde oder nicht, von der Pespektive und Haltung des Fragenden abhängig. Wer dezidiert Bestseller machen will, läßt klaro die Finger von Peake. Aber ich wundere mich durchaus, daß es in der ganzen boomenden Kleinverlagsentwicklung (siehe Reaktion auf die Konzentrationsballungen der Großkonzerne) bisher noch niemanden gab, der sich auf Peake gestürzt hat. — Irgendwie ist die Peake-›Aussparung‹ ja schon kurios: da gab es diesen überragend fähigen und originellen All-Round-Künstler, und der hat als einer der Erstbesichiger eines deutschen KZs (Belsen) beim Kriegsende diese markante Zeitgenossenschaft in seinem danach entstandenen Werk abgelegt, über das Grauen des III. Reiches (und einer ›monströsen‹ Moderne, für die das Nazideutschland exemplarisch ist), und keiner hierzuland nimmt sich dessen an. Zugestanden, wenn ich pessimistisch spekulier, daß Namen wie Kubin, Kafka oder Paul A. Weber ›unserem hiesigen Genre-Nachwuchs‹ weniger was sagen, wunderts freilich auch mich nicht mehr, daß Peake so eine Randfigur bei uns ist. — Am liebsten wär mir, die (eine der wohl bald zwei) »Anderen Bibliotheke(n)« würde(n) sich mal Peake widmen. Wenn ich mich selbst für gut & seriös genug hielte, klopfte ich sofort bei den Herren Enzensberger und Greno an, mit einer Projektmappe zu Peake unterm Arm. Auch ließen sich womöglich Stipendien oder Fördergelder deutsch/englisch/europäischer Eindrichtungen für diese Sache finden? — Aber Ideen für solche Träumerein pfleg ich ja viele: wie wär’s z.B. mal mit einer englischen Ausgabe des »Blauen Kammerherrn« von Niebelschütz, bzw. neu-illustrierten Einband-›Prachtausgaben‹ seiner beiden großen Werke (»Kinder der Finsternis« und »Blaue Kammerherr«)? Immerhin gäts da auch anstehende passende Jubiläen.

    Geschrieben von markolf,
    am: Freitag, 24. Nov. 2006
    Der Massengeschmack sollte jeden (be)kümmern, der Literatur schätzt, auch und gerade die phantastische. Bestseller finanzieren Meisterwerke gegen, fixen ganze Käuferschichten an, schaffen Plattformen und Wellenbewegungen. Möchte nicht wissen, wie viele Leute mit vierzehn ihre ersten Rollenspielromane mit fahriger Hand durchgeblättert haben und das ganze Personal aller AD&D-Publikationen herunterbeten konnten, um dann (gereift) bei Thomas Pynchon und Borges gelandet zu sein. Und vielleicht schieben sie ab und zu auf einer Bahnfahrt doch noch mal "Die Orks" dazwischen, ärgern und amüsieren sich oder lassen sich einfach mal das Hirn weichklopfen. Das große Problem heute ist doch, dass durch die Veränderungen des Buchmarkts neue GrabenmentalitätEn eingemeißelt werden: die Großen schielen nur noch auf Bestseller, anstatt - wie früher - ebendiese zu nutzen, um kleine Perlen ins Programm zu schmuggeln (siehe: Heyne, und dort: noch immer). Die Ästheto-Adepten und Phantastik-Fachdeppen (Diskussion im OliBlog entdeckt) gefallen sich zu häufig in intellektueller Pose und sperren sich de facto der Diskussion mit dem erdigen Bodensatz. Der aber ist nun mal der Humus, auf dem alles gedeiht, und ist letztlich genauso ehrenwert. Und, man muß es leider sagen, ebenso hermetisch verbohrt. Ja nichts neues ausprobieren! Wenn's so weitergeht, ist der Phantastikboom bald wieder vorbei, die Wilde Jagd geht weiter.
    Zu Gormi: 1000 Exemplare dürften wohl auch für einen Kleinverlag viel zu wenig sein. Zumal die Rechte für Peake zurecht nicht ganz billig sein dürften. Hier liegt das Problem: ohne die richtige Vermarktung, die Leidenschaft, wird man den Absatz nicht in die Gewinnzone lenken können. Aber ich mag mich irren. Gründe doch einfach einen Verlag, Alexander. Der Applaus und viele Unterstützer wären dir sicher.

    Geschrieben von molosovsky,
    am: Freitag, 24. Nov. 2006
    Dem, was Du über Markt und Massengeschmack schreibst, kann ich nicht widersprechen, das stimmt wohl so. Trotzdem hab ich halt eine wohl etwas eigenetümliche Haltung zu solchen Fragen wie Programmgestaltung, und was wie Chancen auf dem Markt hätte. — Ich nehm Deine Ermunterung einen Verlag zu gründen als Kompliment (— wer mich persönlich besser kennt {also u.a. ich selbst}, könnte Deine Ermunterung berechtigt als Sarkasmus lesen). Auch wenn ichs scherzhaft meine, ist was Wahres daran: ich müßt erst mal eine Therapie machen, meine Scheu und Angst vor Geld ablegen, um dem ganzen Druck an Orga- und Verantwortungsverantwortung entsprechen zu können, die mit dem Verlegersein wohl einhergehen.

    Insofern muß ich halt gestehen, als ahnungsloser Dampfplauderer daherzuschreiben.

    Geschieben von lucardus,
    am: Freitag, 24. Nov. 2006
    Vielleicht setze ich mich jetzt mit dem ersten Kommentar hier gleich in die Kinderk*cke, aber ist die Übersetzerin von HdR nicht Margaret Carroux? Oder ist das ein Pseudonym oder umgekehrt? :)

    Geschrieben von molosovsky,
    am: Freitag, 24. Nov. 2006
    Ich bleib aber wirklich mit entnervener Treue meinen Verwechslungs-Fehlern treu. Danke fürs Anstubsen deswegen (von wegen Nesseln).

    Geschrieben von lucardus,
    am: Freitag, 24. Nov. 2006
    Nach all den Verweisen auf Peake würde ich ja auch auf meine Eindrücke verweisen, aber die sind leider schlecht verlinkbar, weil mein staubiges Archiv nur kartonweise zugänglich ist. Auch wenn ich beim dritten Band, der nur noch skizzenhaft wirkt, Abstriche machen muss, ist Peake jedenfalls eines der gewaltigsten Kopfbilderlebnisse meines lesewütigen Daseins. Mit 20 hätte ich ihn allerdings wohl in die Ecke gestellt, oder auch nicht. Andererseits: ich habe auch den HdR immer schon herrlich und Ecos Name der Rose nie langweilig gefunden wie meine Lesezeitgenossen. Vielleicht bin ich da ja abartig veranlagt, ein bekennender Miévilleist und Geistesfreund von Mr. Morrell (alle Bücher sollten mir gehören). Hat mich jedenfalls gefreut, Mr. Peake hier auch gewürdigt zu finden.

    Geschrieben von molosovsky,
    am: Freitag, 24. Nov. 2006
    Gut auf den Punkt gebracht, Lucardus.
    Peake, Eco, Miéville, auf seine Art auch Tolkien, … sind für mich eben ›meine‹ wahren Klassiker des 20. Jahrhunderts (und ich könnt noch viele Namen hinzufügen). Nicht, daß ich bei allen Gelegenheiten gegen die ›eingefahrenen‹ Klassiker anstänkern muß. Aber Peake ist bei uns nun mal ganz besonders eklatant zu unrecht ein Seitenlinien-Kandidat. — Da ich Peake schön langsam genieße, kann’s gut sein, daß ich noch mehr über ihn berichte. So ein Schloßrundgang und illustiertes Dramatis Personae auf Deutsch wär doch ne tolle Sache.

    Das mit dem dritten Band und den Abstrichen; tja, da knallt halt das Donnerbeben des tatsächlich stattfindenden Lebens ins Werk. Da wird ›der Fall Peake‹ und das dritte Titus-Buch dann eben zu einem Monolith, so wie bei allen Werke, die selbst als durch Krankheit oder Schicksal verstümmelte und nichtfertige Fragmente Spitzenwerte auf allen ästhetischen Skalen bewirken. Kurz gesagt: Peake litt ja die letzten Lebensjahre am Verfall und Verlust seiner Persönlichkeit durch Parkinson (so zumindest damals diagnostiziert). — Als Lese- und Bewertungsorientierung sag ich mir da, daß Buch 1 und 2 einen runden, heftigen Fantasy-Ritt bieten, auch weil sich in vielerlei Hinsicht wie Ergänzungen zueinander verhalten. Band 3 ist dann der ›seltsame Dritte im Bunde‹ oder besser: ›der den Bund sprengt‹ (was mich ja an Miévilles »Iron Council« erinnert, hinthint). — Ach jaaaa, Trilogien im Kopf miteinander vergleichen (nicht der Wertung wegen, sondern nur um zu gucken, wie Beziehungsfäden sich bilden und flackern, Muster zeigen …): Peake, Tolkien, Miéville, was’ne Hirnmassage.

    Geschieben von thefallenangel,
    am: Sonntag, 26. Nov. 2006
    ... den 'daumen hoch' - smiley auspack, molo - erneut eine hervorragende arbeit! (wäre auch wieder ein highlight für deinen [zwar immernoch meiner phantasie entsprungenen {aber: steter tropfen höhlt den stein}] imaginären essay-band, oder? *grins* und als erfolgreicher autor gründet es sich auch viel leichter einen eigenen verlag *doppel-grins*)
    hab die 3 gormenghast-bände seit jahren hier 'rumstehen', gelesen jedoch auch noch nicht, wie so vieles ...
    danke auch an lucardus, dessen blog diesmal die umleitung hierher war
    und markolf einfach mal zuwink und grüß *wink*
    +++++
    kaum spielt man mal 14 tage ahnungslos und ununterbrochen titan quest - schon muß man eine ganze nacht hektisch nachlesen, was man so wichtiges verpaßt hat *stöhn & gähn*
    das thema susanna clark ignorier ich diesmal aber, gespeichert hab ichs aber schon ;-)
    -TFA-

    Geschrieben von molosovsky,
    am: Sonntag, 26. Nov. 2006
    Diese ganzen Komplimente sind zugleich mutmachend als auch beängstigend (wegen erstem Effekt sag ich rotwangig »Danke!«, wegen zweiterem … nun, ich will an dieser Stelle nicht meine Dämonenkiste aufmachen und vom ›Künschtlerleid‹ labern). — Da ich gerade gestöbert habe, bin ich noch so frei, Links nachzureichen: einmal zum Blog Wormsalt von Lucardus (Danke auch nochmal, zum dort aktuellen Verweis auf meine ersten Peake-Gedankengänge hier); und dann bin ich auf der Suche nach Lucardus Blog über das Forum Der phantastische Lesesaal gestolpert (dem Forum zum Memorial-Blog von Nicole Rensmann), das auf den ersten Blick einen interessanten Eindruck macht. — Schön langsam wächst meine Sammlung für neue Schleusenkammer-Links; ich will ja so viele empfehlenswerte Querbeet-Phantastik- und/oder Trash-& Elite- bzw. Genre-& Literatur-Leser der ›deutschen Szene‹ verlinken, wie ich finden kann.

    Wegen Essay-Band: Ich überleg jetzt wirklich, ob ich mal mein Essay-›Zeugs‹ aus den letzten 20 Jahren von mir in einem PDF-Büchlein versammel. — Kann auch gut sein, daß ich für meinen MAGIRA 2007-Beitrag etwas zu Peake mache. Jubiläum ist Jubiläum, auch wenn’s dann ein Jahr zu spät wär.

    Geschrieben von molosovsky,
    am: Montag, 14. Mai. 2007
    …über »Gormenghast«. Hier nachzulesen.

    Geschieben von molosovsky,
    am: Donnerstag, 10. Dez. 2009
    Und welcher Sender bringts? Natürlich arte. (Einer der ganz wenigen Sender, für den ich gerne Gebühren zahlerte, datat ich einen Fernseher hamm.)
    Teil 1 und 2 werden am 2. Jänner 2010, von 20:17 Uhr an gesendet.
    Teil 3 und 4 am 3. Jänner 2010, ebenfalls ab 20:17 Uhr.

    Ich verweise was die »Gormenghast«-Verfilmung angeht heute mal auf die entsprechende Meldung von »Wetterspitze«. Dort gibts auch den Anfang des ersten Teils als youtube-Clip. Schon allein die Musik ist grandios. Ich liebe das MainTitle-Lied »Song of Titus«.

    Seit 4620 Tagen aktiv. Am 24. Juli 2014 gab's zuletzt 'ne Änderung.


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    molosovsky (21.Feb.14): Grenzübergang 2013 / 2014

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