molochronik
Mittwoch, 8. Dezember 2004

Cafehaus: das Gedicht

(Eintrag No. 165; Lyrik) — Gibt auch ein dazugehöriges Skribbel. Entstanden in den frühen Neunzigern in Wien … genauer: im damals unschlagbaren Floriani. Ein Muschelragout hatten die, da schwärm ich heut noch für.

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Der Mond fällt mitten in den Kaffee.
Sahne quillt aus deinem Ohr.
Schleim spricht und Herzen rascheln
den Rhythmus der Melone.

Die Blume saugt am Butterbrot.
Salzstangen rauchen Streichhölzer.
Haare hadern und Finger singen
die Hymnen des Tages.

Die Sonne panscht im Kakao.
Butter dämpft die letzten Worte.
Tinte tropft und Köpfe hüpfen
den Sarabande des Gemüts.

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