molochronik

Molo kommentiert Finale der Eurovision 2013. Malmö. #esc

Hatte am Samstag Arbeit und mir deshalb erst am Sonntag die Eurovision-Beiträge via YouTube anguggen & auf Twitter kommentieren können. Hier mein gesammelter Senf.

  1. Frankreich: Morphing-Mitte zwischen Tina Turner & Barbara Streisand. Mitstampf-Klage, vermutlich (kein kein Französisch).

  2. Lithauen: Och ist der süüüß. Holt der schon Stöckchen? Kann’er Männchen machen?

  3. Moldavien: Lavakönigin mit Sahnetopping liefert brauchbaren Galaauftritt ab.

  4. Finnland: Lollipop-Chainsaw CosPlay ohne Kettensäge?! Geh mir fort!

  5. Spanien: Trotz sehr feinem Gaita-Tröten sowas von harmlos. Putze Fingernägel.

  6. Belgien: Brautloser Sänger dem zwei Hupfdohlen aus Palmers »Addicted To Love«-Video zugelaufen sind.

  7. Estland: Haben vergessen, die Farb-TV-Gebühr komplett zu zahlen. Bisher domierten die biederen.

  8. Belarus: Das Zeug auf den Beinen der Trällermaus ist sicher auch gut für Edelholz- & Lederpflege.

  9. Malta: Soll das ein Song sein oder ein Pitch für eine freundliche Vorabendserie über Social Media-Nutzer?

  10. Russland: Ach diese Tartarinnen die ›bauwer‹ statt ›power‹ singen.—Kein Kaviar mehr im Kühlschrank. Argh! Grumpf!

  11. Deutschland: Wiederhole; Puntschkrapfen-Umpfta-Pop von der Stange (nach der Mode des vergangenen Jahres).

  12. Armenien: LeZepp & Black Sabbath als Inspiration? Wenigstens gibts mal eGitarren. Männer-Duschgelwerbung-tauglich.

  13. Niederlande: Erster Sympathie-Bonus von mir für gnadenloses Moll & vom Dach purzelnde toooote Vögel. Ich freu mich!

  14. Rumänien: Als Ming der Grausame noch Haare hatte! Der Schmerz! Bleib mir weg mit dem Gom-Jabbar!

  15. England: Bonnie Tyler liefert unvermeidliche Hausfrauen-Ballade. Gott ist das öde & fad & unendlich langweilig.

  16. Schweden: Der Junge mit der Ereaserhead-Frisur hat seine Mutti verloren & will aus dem Jodelparadies abgeholt werden!

  17. Ungarn: Mitleid überflutet mein kleines karges Gemüt. In Ungarn Herzeige-Nerd sein ist wohl echt hart.

  18. Dänemark: Diese Flöte hat nur eine Melodie. Der Rest ist auch von exquisit weichgebügelter Monothonie.

  19. Island: Oh, der Labrador kann auch singen. Diese Hundepreisschauen werden immer raffinierter.

  20. Azerbajian: Unterm Strich schmerzen orientalische Schwiegermütter-Träume mich nicht so sehr wie die westlichen.

  21. Griechenland: Ne Niedersauffhymne mit trad. Akkustikinstrumenten & SkaRhythmus. Gebongt!

  22. Ukraine: Hodor! Boah. Das ist die fröhlichste Nihilisten-Hymne, die ich seit langem gehört habe.

  23. Italien: Na, dieser gutangezogene, geschmackvolle Schmachtfetzen hat wenigstens mal Hand & Fuß. Trotzdem: ital. Robbie-Williams-Klon

  24. Norwegen: Wenigstens EIN Titel mit fett Elektromukke, wenn auch das Lied selbst mega-mäh ist.

  25. Georgien: Liefern diesmal den Albano & Romina Power-Tribute. Alarmsirenen-Idyllik, bäh!

  26. Irland: Man merkt, daß die Iren richtig gut Übung haben im planlos peinlich sein.

Unser Song für Malmö

Superaktuell mit ein paar Tagen Verspätung hier mein Schnelldurchlauf der Teilnehmer des Vorentscheides zum diesjährigen Eurovisions-Wettbewerb. — Ursprünglich pro Song als Einzelzwitscher in meinem Twitter-Kanal abgesetzt. — Sortiert in der Reihenfolge der Endwerdung. Tippfehler-Bereinigt (hoffentlich alle gfenuedn.)

Cascada: Puntschkrapfen-Umpfta-Pop von der Stange (nach der Mode des vergangenen Jahres).

LaBrass Banda: Blechbläser-Sca von den Wohlfühlbayern. Schlechte Intonation, dafür voll Red Bull mit Weizen-kompatibel.

Söhne Mannheims: Leerer Poser-Pop, so über-cool, dass die Seelenlosigkeit als Eis-Skulptur geschnitzt werden könnte.

Saint Lu: Aus einer Kneipe, wo die spielen, würd ich nicht fliehen … trotz der Möchtegern-Antastasia-Knödelei.
{NonTweet-Ergänz: Also, die hätten meine 12 Punkte bekommen. (Lessest of twelve evils)}

Nica & Joe: Albano & Romina-Power Mk. 2 Reloaded als überschwerer Floskel-Cluster der droht, zu einem schwarzem Loch zu implodieren.

Blitzkids: Angriff der nostalgisch-depressiven Elektropop-Romulaner mit Mirrorball-Fell tragender Kampfbarbie.

Ben Ivory: Depri-Gegreine (verkrampfter männlicher Gaga-Refflex) getarnt als Roboter-Popper Abzählreim-Elektropop.

Betty Dietrich: Werbejingle-taugliches Retro-Trällerchen mit (Achtung: Originalitäts- & Individualitäts-Alarm!) Ukulele.

Finn Martin: VHS-Trommelgruppe übt für mögliches Aid-für-Jeansjacken-Konzert.

Die Priester: Wer so was für den Bewerb zulässt, braucht sich nicht wundern, wenn kurz darauf irgendwo auf der Welt Meteore runterknallen.

Mobilée: Scheitert am musikalischen Grundmissverständnis, man bräuchte beim (in diesem Fall Rock)Rezitativ keine Noten zu treffen.

Mia Diekow: Viel zu unautentisch-verkopft für Gutelaune-Pettycoat-Liedchen (»Skrupel« im Refrain, sag ich nur).

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