Molosovsky: Veröffentlichungen & Werke

Noch nicht eingepflegt sind meine eigenen Prosa- & Lyrik-Werke, die in kleinster Handpresse-Auflage bzw. im Phantastik-Fandom (»Fantasia« und »Follow«) erschienen sind.

BUCH: Übersetzung & Lektorat | BLOG: Übersetzungen | Eigene Print-Texte | Podcasts

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BUCH: Übersetzung & Lektorat

»Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes« für den Golkonda Verlag, 2011. Übersetzung der Kurzgeschichten:
»Der Turmbau zu Babel«,
»Geschichte deines Lebens«,
»Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes«,
»Der Kaufmann und das Portal des Alchemisten« und
»Ausatmung« von Ted Chiang.

••• Leseprobe als PDF auf der Website des Verlages.

Klappentext:

Geschichten, die ein ganzes Universum enthalten: Die Wahrheit über den Turmbau zu Babel; der folgenreiche Erstkontakt mit einer außerirdischen Spezies; die Verzweiflung angesichts des Verlusts eines unersetzlichen Menschen; ein Zeitreiseabenteuer der anderen Art; und ein bestürzender Ausflug an die Grenzen des wissenschaftlich Machbaren …

Kein anderer Science-Fiction-Autor hat in den letzten zwanzig Jahren auch nur ansatzweise so viel Begeisterung ausgelöst wie Ted Chiang. Kein anderer Science-Fiction-Autor wurde für ein so schmales Werk mit mehr Preisen ausgezeichnet. Nun liegt endlich auch auf Deutsch ein Auswahlband mit seinen Erzählungen vor.

Gewinner des Kurd Lasswitz Preis in der Sparte »Bestes ausländisches SF-Werk mit deutscher Erstausgabe 2012«; sowie nominiert in der Sparte »Beste Übersetzung zur SF mit deutscher Erstausgabe 2012« & durch eine Fachjury aus Übersetzerkollegen auf den dritten Platz gewählt.

••• Empfehlung des Literaturkritikers Denis Scheck in der »Druckfrisch«-Sendung (ARD) vom 24. Dez. 2013:

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»Medusas Rache — Hellboy Stories 1« für den Golkonda Verlag, 2012. Übersetzung der Kurzgeschichten:
»Medusas Rache« von Yvonne Navarro,
»Puzzle« von Stephen R. Bissette,
»Eine Mutter weint um Mitternacht« von Philip Nutman,
»Versicherungen« von Greg Rucka,
»Folie à Deux« von Nancy Holder,
»Dämonenpolitik« von Craig Shaw Gardner und
»Ein grimmiges Märchen« von Nancy A. Collins.

••• Leseprobe der ersten Seiten von »Medusas Rache« bei Amazon.de verfügbar.

Klappentext:

1994 erblickte Hellboy zum ersten Mal das Licht einer Comicseite und entwickelte sich in den nächsten Jahren zu einem phänomenalen Erfolg, der 2004 und 2008 mit den Kinofilmen von Starregisseur Guillermo del Toro seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte. Im Dezember 1999 wiederum erschien der erste von inzwischen drei Sammelbänden mit Hellboy-Geschichten, die bisher nur auf Englisch erhältlich sind. Dem wollen wir nun abhelfen, denn ob im Comic, auf der Leinwand oder in Form des gedruckten Wortes — niemand erlebt so faszinierende, so unheimliche, so abgefahrene Abenteuer wie Hellboy!

Einige der besten Phantastik-Autoren der angloamerikanischen Szene haben zur Feder gegriffen, um dem roten Riesen die Ehre zu erweisen. Jede Erzählung ist mit einer ganzseitigen Illustration von Hellboy-Schöpfer Mike Mignola versehen — ein Augenschmaus für Kenner und ein Muss für jeden Sammler.

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»Eine offene Rechnung — Hellboy Stories 2« für den Golkonda Verlag, 2015. Übersetzung der Kurzgeschichten:
»Waffenbrüder« von Frank Darabont,
»Der vor dem Zaubrer flieht« von Peter Crowther,
»In der Flut« von Scott Allie,
»Newford-Spuk-Schwadron« von Charles de Lindt,
»Wassermusik« von David J. Schow,
»Der Vampir-Prozess« von James L. Cambias,
»Eine offene Rechnung« von Ed Gorman & Richard Dean Starr, und
»St. Hellboy« von Tom Piccirilli.

Klappentext:

Frank Darabont, bekennender Hellboy-Fan unter Hollywoods Filmemachern, deutet das Motto des zweiten Bandes von Hellboy-Geschichten bereits im Vorwort an: Man reist nicht, um anzukommen, man reist, um unterwegs zu sein. Fast ausnahmslos große anglo-amerikanische Horror-Autoren, darunter David J. Schow, Tom Piccirilli und Ray Garton, entführen uns in Hellboys Welt. Ihnen ist es zu verdanken, dass Hellboys Sprüche so gut passen wie die »rechte Faust des Schicksals« aufs Auge der Ungeheuer − und zwar immer und überall.

Mit dem roten Riesen als Reisegefährten fühlt sich auch der Leser in Mike Mignolas Comic-Universum aus Folklore, Geistergeschichten und aberwitzigem Fantasy-Horror sehr schnell wohl, egal ob in den Abwasserkanälen von New York City oder in einem klassischen Westernsaloon, der nach Whisky, Staub und Pferdeschweiß riecht. Gegen Ende der Reise winkt dann doch ein schmackhaftes Ziel: »Leckere Zähne« aus der Feder von Guillermo del Toro. Der zweite Regisseur im Bunde trifft genau den richtigen Ton, um uns von einem weiteren Hellboy-Film träumen zu lassen — wobei jede der hier versammelten Geschichten zweifellos einen höllisch guten Roadmovie abgeben würde.

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»Nimmèrÿa 2: Nimmeryána« von Samuel R. Delany (Herausgegeben von Karlheinz Schlögel; Übersetzung von Annette Charpentier) für den Golkonda Verlag, 2015.

Lektorat/Durchsicht der überarbeiteten Neuauflage.

Klappentext:

Dies ist die Geschichte von Pyrn, dem Mädchen, das auf dem Rücken eines Drachens in die Hauptstadt Nimmèrÿas reitet. Aus ihrer Sicht nehmen wir an dem von Gorgik angeführten Sklavenaufstand teil, mit ihr erleben wir die Machtspiele und sexuellen Verstrickungen der Städter. Pyrns Reise führt sie auch in den gefährlichen Süden, zu den Mythen und Rätseln eines dunklen Kontinents.

Die prähistorische Welt Nimmèrÿas dient Delany dazu, über die Ursprünge unserer eigenen Zivilisation zu meditieren: Woher kommen die Dinge, die wir für selbstverständlich halten? Wo nehmen Sprache, Kultur und Macht ihren Anfang, und inwieweit sind wir noch immer von diesen Anfängen geprägt? Gleichzeitig erspart uns Delany die Komplexitäten dieser Welt nicht — sie ist voll von Mythen und Rätseln, von Gewalt und Sexualität, und bietet uns so eine wirklichkeitsnahe und farbenfrohe Fantasywelt.

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BLOG: Übersetzungen

Februar 2014: »Laurie Penny und Terry Pratchett sprechen über Sex, Tod und Natur« von Laurie Penny. Originaltext erschienen bei ›New Statesman‹, November 2012.

Juli 2009: »Eine Einführung in die Genre-Theorie« von Daniel Chandler; direkt zum PDF. Originaltext erschienen auf der Website des Autoren, August 1997.

Dezember 2006: ›Crooked Timber‹-Seminar zu »Der Eiserne Rat« von China Mieville. Originaltext erscheinen auf der Website von ›Crooked Timber‹, Januar 2005.

November 2006: ›Crooked Timber‹-Seminar zu »Jonathan Strange & Mr. Norrell« von Susanna Clarke. Originaltext erscheinen auf der Website von ›Crooked Timber‹, November 2005.

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Print-Texte

»Magira Jahrbuch zur Fantasy 2010«: Sammelrezension »Stromern auf ungetrampelten Pfaden« mit Besprechungen zu
»Eine Andere Welt« von Grandville und Plinius der Jüngere;
»The City & The City« von China Miéville;
»Shriek« und »Finch« von Jeff Vandermeer;
»The Sad Tale of the Brothers Grossbart« von Jesse Bullington.

»Magira Jahrbuch zur Fantasy 2009«: Sammelrezension »Wonniglich verirrt im Laybrinth der Phantastik« mit Besprechungen zu
»Das Obsidianherz« von Ju Honisch;
»Un Lon Don« von China Miéville;
»Wer länger lebt ist später tot — Operation Zombie« von Max Brooks;
»Die gelöschte Welt« von Nick Harkaway;
»Gegen den Tag« von Thomas Pynchon;
»Das Ewige Stundenbuch 1 — Vellum« von Hal Duncan;
»Das Haus« von Mark Z. Danielwski.

»Das Abenteuer Phantastik«: Essay für »Kritische Ausgabe 01/2008 — Abenteuer«.

»Magira Jahrbuch zur Fantasy 2008«: »Die Wilden Welten des Matt Ruff«.
• Teil 1: »Ein persönlich gefärbter Werksübersicht« (inkl. »Fool on the Hill«, »G.A.S. — Die Trilogie der Stadtwerke«, »Ich und die anderen«, »Bad Monkeys«);
• Teil 2: »Gespräch mit Matt Ruff in Frankfurt am Main, Februar 2008«.

»Magira Jahrbuch zur Fantasy 2007«: Sammelrezension »Gut gelaunte Phantastik-Empfehlungen des Lektürejahres 2006/2007« mit Besprechungen zu
»Der Barock-Zyklus« von Neal Stephenson;
»Jonathan Strange & Mr Norrell« und »Die Damen von Grace Adieu« von Susanna Clarke;
»Die Gelehrten der Scheibenwelt« von Terry Pratchett, Ian Steward und Jack Cohen;
»Wächter der Nacht«-Bücher von Sergeij Lukianenko;
»J. R. R. Tolkien — Autor des Jahrhunderts« von Tom Shippey.

»Magira Jahrbuch zur Fantasy 2006«: Sammelrezension »Launische aber aufrichtige Empfehlungen von seltsamen & verwirrenden Fantasybüchern der Phantastiksaison 2005/2006« mit Besprechungen zu
»Das Paradies der Schwerter« von Tobias O. Meißner;
»Anansi Boys« von Neil Gaiman;
»Aether« von Ian R. MacLeod;
»Der Eiserne Rat« von China Miévile;
»Die Stadt der Heiligen & Verrückten« von Jeff Vandermeer.

»Magira Jahrbuch zur Fantasy 2005«: »Seine Hemden sind bunter als seine Phantastik. Besprechung und Autopsie zu »Der Blumenkrieg« von Tad Williams..

»Magira Jahrbuch zur Fantasy 2003«: Einzelne Rezensionen zu
»Perdido Street Station« von China Miéville;
»Der Steinkreis des Chamäleons« von Ricardo Pinto;
»Siegfried und Krimhild« von Jürgen Lodemann;
»Der Mann der Donnerstag war« von Gilbert K. Chesterton.

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Podcasts

Juni 2015: Zu Gast bei ›Polyneux spricht‹ in der Sendung über »Bloodborne«.

März 2015: Zu Gast (zusammen mit Markus Widmer) bei ›Sigma 2 Foxtrot‹ in der Sendung über China Miéville.

Januar 2013: Folge 98 der Komplettlesung von Egon Friedells »Kulturgeschichte der Neuzeit« für ›Radio Orange 94.0‹; Lesung des Abschnittes über Arthur Schopenhauer und Selbstgespräch. Gestaltet von Herbert Gnauer. — Zur Sendung.

Molos Übersetzung von Daniel Chandlers: »Eine Einführung in die Genre-Theorie«

Eintrag No. 572 — Vor etwa vier Jahren habe ich angefangen, diesen Text von Daniel Chandler zu übersetzen. Aus verschiedenen Gründen habe ich die Arbeit zur Seite gelegt. Damals hatte ich das Gefühl, noch nicht gut genug zu sein, um so einen ›trockenen‹ literaturtheoretischen Text brauchbar ins Deutsche zu übersetzen. Vergangene Woche aber bin ich in einem meiner Archive wieder wieder über das Dokument gestolpert, habe in den letzten Tage daran herumgefeilt und biete es nun also für deutsche Leser an.

Solch ein einführender Überblick zum Thema Genre hat meiner Meinung nach im deutschen Netzel bisher gefehlt (mir ist zumindest nichts Vergleichbares, frei Zugängliches auf Deutsch bekannt). — Immerhin grassieren die ärgsten Irrungen und Vorurteile. Zum Beispiel, dass sich Genres klar und eindeutig voneinander abgrenzen, bzw. einzelne Texte sich problemlos einem Genre zuordnen lassen, ähnlich der biologischen Unterteilung von Pflanzen und Tieren; oder dass Genres sich durch einen Kriterienkatalog bestimmter inhaltlicher Ein- und Ausschluss-Merkmale definieren lassen.

Hier nun lediglich eine Zusammenfassung. Wenn Ihr den ganzen Text von Daniel Chandlers »Eine Einführung in die Genre-Theorie« lesen mögt, dann klickt oben auf das Bild, oder hierher, um das PDF herunterzuladen.

  • Das Problem der Definition
    Zweifel — Tradition der Typologie — ›Keine neutrale Angelegenheit‹ — Vier Hauptprobleme (Ausdehnung, Normativismus, monolithische Definitionen, Biologismus) — Konventionen — ›Empiristisches Dilemma‹›keine diskreten Systeme‹ — Familienähnlich- und Prototypenhaftigkeit — Eine Frage der Absicht — Genre sind ›Prozesse der Systematisierung‹ — Machtkämpfe zwischen Genres — A-historische Suche nach ›Idealtypen‹ — Drei Merkmale evolutionärer Genre-Entwicklung (kumulativ, konservativ, Ausdifferenzierung) — Gefahr des Essenzialismus — Genres als Verkörperung bestimmter Werte und Ideologien — Marxistische Sicht auf Genre: Instrument gesellschaftlicher Kontrolle — Absichten von Genres — Die ›rhetorische Dimesion‹ — Mitteilungsmodus und idealer Leser — Gesellschaftliche Prägung — Nutzen von Genres für Massenmedien — Wirtschaftliche Vorteile von Genres — Minderwertigkeit von Genretexten — Intertextualität — Schablonen — ›Kein Text ist ohne Genre‹.
  • Innerhalb von Genres arbeiten
    Genres als stillschweigende Verträge — Kreative Spannung und Effizienzsteigerung — Genres als Bezugsrahmen und Schablonen — Genrekenntnisse als ›kulturelles Kapital‹ — Studien über Kinder und Genres — Soziale Zugänge zu Genres — Vertrautheit und Abweichung — Arten der Beteiligung — ›Verwendung und Zufriedenstellung‹ — Erkennen von Vertrautem — Hinauszögerung und Vorfreude — ›Kognitive‹ Befriedigung — ›Wiederholung und Variation‹ — Urteile fällen — Austausch mit interpretierender Genre-Gemeinschaft — ›universelle Dilemmas‹ und ›moralische Konflikte‹.
  • Die Konstruktion des Publikums
    Erschaffung der Leserschaft — Verbreitung hegemonieller Ideologie — Konstruktion von Verschiedenheit und Identität.
  • Vorteile der Genre-Analyse
    Textualität, Lesart und gesellschaftlicher Zusammenhang — Gleichmacherei entgegenwirken — Historische Perspektive — Routinen und Formeln aufweisen.
  • Hilfreiche Handreiche für eigene Genre-Analysen
    • Allgemein
    • Zum Mitteilungs-Modus
    • Beziehungen zu anderen Texten
  • Appendix 1: Taxonomie von Genres
    Vier Arten des Handlungsverlaufes (Exposition, Argument, Beschreibung, Erzählung) — Fiktionale und Nicht-fiktionale Genres — Wissen und imaginäres Vergnügen — Hybridformen — Abbildung: TV-Genres.
  • Appendix 2: Textmerkmale von Genre-Film und -Fernsehen
    Narration — Charakterisierung — Grundthemen — Setting — Ikonographie — Techniken — Stimmung und Tonfall — Thema und Form.
  • Quellen und empfohlene Lektüren
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