molochronik

Horst Seehofer

Eintrag No. 665 — Wieder mal soweit, dass ich mich von inneren Spannungen befreien muss, die mir das dumme Gerede eines Politikers beschert. Noch dazu kommt der folgende Herr aus der gleichen Region wie ich.

Tzvetan Todorov mit Genreschubladen-Kopf

Eintrag No. 649 — Das war eine schwere Geburt und hat mich daran erinnert, warum ich vor vielen Jahren gemerkt habe, dass ich nicht wirklich dazu tauge mit Graphik-Design und Illustrationen meine Brötchen zu verdienen. Gewisse Dinge kann ich ja locker aus dem Handgelenk schütteln, meine Improvisationen zum Beispiel.

Aber mein lieber Schwan, was für eine Tortur, wenn es nicht so einfach klappt!

An dem Titelbild für ein kommendes Buchprojekt über Todorovs Fantastik-Theorie habe ich Woche um Woche herumgeschustert und mich nur mit kleinen Hühnertapperl dem hier vorliegenden Ergebnis annähern können. (Ergänzung 13. November 2010: Zur Buchseite von Simon Spiegels »Theoretisch phantastisch. Eine Einführung in Tzvetan Todorovs Theorie der phantastischen Literatur«.) Und auch diese Illu ist stellenweise immer noch peinsam für mich: den Drachen links kann ich nicht ausstehen, bekomme ihn aber nicht besser hin und muss damit leben, dass irgendwann eben mal Schluss sein muss (dafür ziehe ich mich an dem SF-Motiv in der rechten Schublade hoch, dem einen Detail des Bildes, das mich rundum freut).

Tzvetan Todorov

Wenn ich dazu komme und den Mut aufbringe, dann präsentiere ich die ganzen versauten Entwürfe und Zwischenschitte zu diesem Illu. Das Original ist keine Augenweide, denn es ist aus Stücken zusammengeklebt und benötigte entsprechend ausgiebige Digitalkosmetik.

Flattrn Sie diesen Eintrag, wenn Sie der Meinung sind, dass er etwas wert ist. 

Verbalschwarzmagier Sarrazin

Eintrag No. 647 — Wie Molochronik-Leser wissen, beliebe ich mich von der emotionellen Vergiftung, welche ich durch die mediale Belästigung extremer Umsympathlerfiguren erleide, dadurch zu reinigen, in dem ich diese Fetzenschädel schnell auf einen handelsüblichen Notizzettel portraitiere.

Ihr wundert Euch sicherlich nicht, wer dies mal dran ist. Bitteschön, ich gebe Euch Thilo Sarrazin. — Nachtrag: Den Text zum Kritzel liefert Oliver (Kotowski?) vom Fantasyguide-Blog mit seinem Beitrag: In meinem Traum ist die Welt zwar besser, aber nicht gut — ich bin doch ein Pessimist.

Westerwelle

Eintrag 643 — Vorsicht, sensible Gemüter aufpassen!

Heute wieder ein Politikerportrait, das bei mir dazu gedient hat, mich auf rituelle Weise von einem ganz besonders heftigen Gefühlsturm (Abscheu, Spott, Verzweiflung & drgl.) zu befreien.

Ich gebe Euch also endlich: Guido Westerwelle (hier im Glück, weil er als Urlaubsvertretung mal die Glocke bimmeln durfte).

Guido Westerwelle

Und ja, ich habe absichtlich einen grünen Notizzettel genommen.

Thomas Mann (die Zweite)

Eintrag No 642 — Beim ersten Mal (Euer Mann. Der Schmerz. Mein Wunsch. vom 12. August 2005) war die Zeichnung noch selbstmotiviert, Teil eines Galle spruckendem Abreg-Rituals.

Nun, im Auftrag für ein im Werden befindliches Buchbprojekt (Ergänz 13. November 2010: Zur Buchseite von Simon Spiegels »Theoretisch phantastisch. Eine Einführung in Tzvetan Todorovs Theorie der phantastischen Literatur«), mit mehr Respekt hier bitte schön, meine Damen & Herren, der einzige, der unvergleichlliche, DER Mann!

Thomas Mann

Portraits für Golkonda

Eintrag No. 639 — Große Freude bei mir, denn aus Berlin erreichte mich zuerst eine Anfrage von Golkonda Verlag, ob man mein Portrait-Illu von Tobias O. Meißner für die Autoren-Seite der Verlags-Website verwenden dürfe.

Aber gerne doch!

Und weil ich den Golkonda Verlag sowieso lieb hab’ und den noch recht jungen Verlag für eine erfeuliche Bereicherung der deutschsprachigen ›Szene‹ halte, zeichnete ich auch gleich noch einen Joe R. Lansdale und einmal die Strugatzki-Brüder für den Verlag.

Joe R. Lansdale:
Joe R. Lansdale

Arkadi & Boris Strugatzki
Arkadi & Boris Strugatzki

Und sie rief: »Adorno!«

Eintrag No. 630 — Letzte Woche fanden wieder die Tage der deutschen Literatur, vulgo: Bachmann-Wettlesen in Klagenfurt statt. Wie immer haben viele darüber berichtet und gebloggt (siehe Wochenrückblick No. 8).

Besonders aufgefallen ist die neue Jurorin Karin Fleischanderl, die sich in der Rolle der grummeligen Geschmäcklerin gefiel. Entsprechender Kampfname: Tante Liesel.

Hier also ein weiteres Portrait-Skribbel aus der Reihe: »Nette Leid, die so symbattisch sann, dass da Molo sie zeichnen muas«.

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