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Molos Serie zu Neil Gaimans
mit umfangreichen»Hilfreichen Handreichungen« 1: »Präludien & Notturni« 2: »Das Puppenhaus« 3: »Traumland«
• Honisch: »Das Obsidianherz«
• Miéville: »Un Lon Don« • Brooks: »Operation Zombie« • Harkaway: »Die gelöschte Welt« • Pynchon: »Gegen den Tag« • Duncan: »Vellum« • Danielewski: »Das Haus«
• Stephenson: »Barock-Zyklus«
• Clarke: »Jonathan Strange & Mr. Norrell« / »Die Damen von Grace Adieu« • Pratchett, Steward, Cohen: »Die Gelehrten der Scheibenwelt« • Lukianenko: »Wächter Tetralogie« • Shippey: »J.R.R. Tolkien«
• Meißner: »Das Paradies der Schwerter«
• Gaiman: »Anansi Boys« • MacLeod: »Aether« • Miéville: »Der Eiserne Rat« • Vandermeer: »Die Stadt der Heiligen & Verrückten« Deutsche Fassungen (auch als PDF) der phantastischen Literaturseminare von ›Crooked-Timber‹ über:
»Jonathan Strange & Mr. Norrell« von Susanna Clarke
»Der Eiserne Rat« von China Miéville
Remix von Marcus Hammerschmitt:
»White Light / White Heat« Großes Lob für & Zitate aus:
Neal Stephensons »Diamond Age« Großes Buh für & Zitate aus:
Tad Williams »Der Blumenkrieg« Material zum Kapieren:
Der katholische Tolkien Vorstellung zum 60gen:
Mervyn Peake »Gormenghast« Molos Übersetzung von Daniel Chandler:
»Eine Einführung in die Genre-Theorie« Wallpaper für Lovecraft-Fans:
»Soggoth-Idylle mit Hasen« Wallpaper für Freunde farbiger Plüschodelik:
»Große Acryl-Impro« Augenweide extrem:
Großes Durcheinander (mit Detail) Molos beste Dichtheit:
»Verborgene Orte« Molos kapriziöse Kurzprosa:
»Zehn Etüden« Exzessive Melomanie als mp3:
Molomukke Eins, Zwei, Drei, Vier & Fünf, sowie die Vertonung von »The Second Coming« Impropathos auf 'nem Steinway-Flügel: »Am Herzen Herumhängen – Arbeiten für den Inkubus« |
MOLOsovskysCHRONIK
Netztagebuch eines amœnokratischen Phantasten, Skribblers, Kritikers & Übersetzers Nützliche Seiten: Orientierung | Stichworte| Index | Schleusenkammer | Übersicht Rezensionen | For English Readers
geschrieben von molosovsky,
am: Dienstag, 13. Sep. 2011 Eintrag No. 747 — Perry Rhodan feiert Fufzigsten?! Soll sein. Schön für die Rhodan-Fans … mir herzlich Wurscht. Vielleicht, aber nur ganz vielleicht, wenn eine angeschwipse Muse mir das Hirn durchwuschelt, werde ich mir den bald erscheinenden ersten Band des Neustarts der Reihe, »Perry Rodan NEO«, besorgen. IX.XI. hat zehnten Jahrestag. Führt mir nur vor Augen, dass ich zu den sogenannten ›Verschwörungstheoretikern‹ gehöre, weil ich nicht dem traue, was die öffentlich-rechtlichen- und (sogenannten) Qualitäts-Medien über diesen Zerstörungsakt verbreiten. Halt. Stop. Schon alles durcheinander. Als jemand, der ziemlich früh der Meinung war, dass an den offiziell verbreiteten Erklärungen zum Anschlag etwas nicht stimmt, gehöre ich wohl zu den ›IX.XI.-Verschwörungstheoretikern‹. Andererseits ist das, was Mainstream-Medien und herrschende politische Kräfte an Erklärungen verbreiten selbst geeignet, als Verschwörungstheorie bezeichnet werden zu können … eben als ›offizielle Verschwörungstheorie‹. Und nun kann man sich nun lange gegenseitig zeihen, Anhänger der einen (paranoiden) oder anderen (gutgläubigen) Verschwörungstheorie zu sein. Bringt aber auch nicht viel. Sinnvoll wäre schon eher, die ganze Angelegenheit mal wirklich ordentlich zu untersuchen, und nicht etwa, entscheidende Daten und Dokumente zu vernichten oder gar nicht erst heranzuziehen, bzw. wichtige Zeugen zu befragen, bzw. deren Aussagen zuzulassen. Wie ich vor einigen Wochen schon berichtete, bietet das Buch »9.11. Zehn Jahre danach« von Bröckers und Walthers eine schöne Übersicht zu den undichten und fragwürdigen Stellen der offizellen Version. Ach ja, dieser ›Telepolis‹-Text von Marcus Klöckner ist ein schönes Beispiel für die Art, wie die Qualitätsmedien mit den (paranoiden) IX.XI.-Verschwörungstheorien umgehen: 9/11: Wie Kritiker zu Zirkusdarstellern wurden (= Eine Analyse des ›Die Zeit‹-Artikels Ein Wahn stützt den anderen von Jörg Lau). ••• Lektüre: Mit großer Begeisterung nun fast die Hälfte von Neal Stephensons »Reamde« erreicht. Zur Struktur: Das Buch – die Atlantic-Ausgabe – hat 1042 Seiten besteht aus zwei Teilen: A) »Nine Dragons« (7 Kapitel, bzw. 142 Abschnitte), und B) »American Falls« (12 Kapitel, bzw. 142 Abschnitte), mein Dramatis Personæ (also Verzeichnis der Figuren mit Namen) zählt bisher 41 Figuren, und ich habe eine ganze Reihe Abschnitte hinter mir, die Szenenapplaus verdienen. Jupp, Stephenson gehört zu den wenigen Autoren, bei deren Büchern ich mitgehen kann, wie sonst nur bei Popkorn-Kino.Die Handlung teilt sich bisher in zwei große Stränge. Zum einen wird die Geschichte von Richard Forthrast erzählt, dem ›schwarzen Schaf‹ eines gut situierten Farmerclans aus Iowa, der sich 1972 vor der US-Armee nach Kanada verkrümelt hat und mehr aus Zufall damit beginnt, durch den Schmuggel von Dope über die Grenze Geld anzuhäuften. Mit diesem Geld hat er in British Columbia ein hübsches Landschloß renoviert und betreibt es zusammen mit einem Motorradclub-Kumpel als Ausflugsziel für Ski- & Snow Board-Narren. Nach einigen ziellosen Jahren gründet Richard in den späten 80ern dann zusammen mit einem chinesischen Geschäftsmann eine Spiele-Firma und startet das Multiplayer Rollenspiel der Fantasywelt T’Rain. Ein Gutteil des Romanes dreht sich um die Entwicklung und wirtschaftliche Funktionswiese von T’Rain, und einige packende Abschnitte finden in der Spielewelt selbst statt. Eine der erwähnten Szenen, die mich zum lauten Johlen und lustvollem Jauchzen brachte, schildert ein Arbeitstreffen der Story-Entwickler der T’Rain-Spielewelt. Richard hat zwei Fantasy-Autoren engagiert. Zum einen einen den angesehenen englischen Professor Donald Cameron, Mittelalter- und Sprach-Experte; zum anderen den amerikanischen Vielschreiber Devin Skraelin. Die beiden kriegen sich in die Wolle was die Schreibweise von Fantasy-Begriffen der T’Rain-Welt angeht, was in der sogenannten ›Apostropocalypse‹ mündet. Donald, ganz penibel auf Plausibilität und Schlüssigkeit bei der Entwicklung von Fantasy-Begriffen erpicht, deutet aus, dass die Art wie Devin mit Apostrophen um sich schmeißt Unsinn ist. Devin findet derart kleinkrämerische Begründungsambitionen Quatsch, denn Fantasy-Begriffe wie T’Rain, K’Shetriae oder D’uinn sollen einfach nur cool aussehen. — Dieser Gegensatz ift typisch für die Fantasy-Szene und spiegelt sich auch wider in einem Krieg zwischen zwei Spieler-Fraktionen auf T’Rain: Fantasy-Welten und deren Inhalte werden von Design-Teams entworfen und das Aussehen der verschiedenen Rassen, Klassen usw. richtet sich unter anderem nach bestimmten Farbpaletten. Die einen Spieler bleiben den klassischen Farbpaletten treu (= die ›Earthtone Coalition‹), andere Spieler basteln sich Modifizierungen um z.B. iheren Zwerg in schrillen Popfarben herumlaufen zu lassen (= ›Forces of Brightness‹). Handlungstreibendes Element ist ein gemeiner Virus, eben REAMDE, der Computer von T’Rain-Spielern infiziert, dort dann alle privaten Daten verschlüsselt und die Opfer auffordert, eine Summe der Spieleweltwährung in einem bestimmten Gebiet von T’Rain abzuliefern. — Der zweite große Handlungsstrang folgt Richards Nichte Zula und ihrem Hacker-Freund Peter. Peter hat sich mit einem zwielichtigem Typen, Wallace, auf einen Handel mit Creditkartendaten eingelassen. Dummerweise ist Wallace ein begeisterter T’Rain-Spieler und seine IT-Anlage hat sich REAMDE eingefangen. Und richtig fatal ist nun, dass Wallace unter anderem wichtige Finanzdaten der russischen Mafia verwaltet, und diese durch REAMDE durch Geisel-Verschlüsselung unzugänglich wurden. Zula und Peter finden sich schneller als ihnen Lieb ist in der Gewalt von russischen Gangstern, denen sie helfen Genug zu »Reamde« für heute. Hier die Links. Politik, Gesellschaft & Hochkultur:
Tape Generations from johan rijpma on Vimeo. •••••Flattrn Sie diesen Eintrag, wenn Sie der Meinung sind, dass er etwas wert ist. Bisher keine Re-Aktionen | Auf diesen Beitrag reagieren
geschrieben von molosovsky,
am: Dienstag, 16. Aug. 2011 Eintrag No. 745 — Hier also wieder mal eine Doppelnummer (um die Wochenzählung aufrecht zu erhalten). Es herrscht Wochenrückblick-Sommerpause bis Ende August, Anfang September, weil ich ziemlich viel Brotjob-Dienst schiebe, meine derzeit laufenden Serien (»Eine andere Welt« von Grandville und meine Buchregal-Wanderung) jedoch nicht gefährden möchte. Nächster Wochenrückblick kommt voraussichtlich erst in zwei Wochen. Lektüre: Da ich nicht viel Musenzeit zum Lesen habe, bevorzuge ich in den letzten Wochen ›leichte‹ Comic-Stoffe. Guter Grund endlich mit »Hellboy« aufzuholen. Jahrelang hatte ich mich nicht um den großen Roten gekümmert und nur die ersten drei Sammelbände auf Englisch im Haus. Mittlerweile genieße ich den neunten Sammelband, »The Wild Hunt«. »Hellboy« ist eine der ganz wenigen Phantastik-Serien / Franchise-Produktionen, der ich verfallen bin. Ich mag die Comics, ich mag die Spielfilme (die endlich endlich den großartigen Ron Perlman zu einem Hauptdarsteller-Star gemacht haben), ich mag die Zeichentrick-DVDs, ja ich fand sogar die erste Doppelfolge der deutschsprachigen Hörspiele von Lausch ganz nett. Himmel!!! Ich hab einen »Hellboy«-Schlüsselanhänger … soviel zu meinem Status als Fanboy. — Als nächstes steht bevor, mir das gute Dutzend Sammelbände des Ablegers »B.P.R.D.« anzuschaffen. Seufz … Freu. — Ach ja: passend zum Thema gratuliert für ›Der Tagesspiegel‹ Moritz Honert dem deutschen Verlag von »Hellboy«, Cross Cult, zum Zehnjährigen: Happy Birthday, Höllenjunge. — Und dann hat auch noch ein Deutscher, Hendrik Berends, den »Re-kreiere ein Hellboy-Cover«-Wettbewerb von Dark Horse gewonnen. Glückwunsch! Ebenfalls am nachholen bin ich, was die Werke von Meister Neal Stephenson angeht. Endlich habe ich mir sein Roman-Debüt »The Big U« aus dem Jahre 1984 besorgt und bin seit vorgestern halb durch damit. Eine wunderbare, lustige Campus-Gaudi in der sich Zimmergenossen mit Metal- und Orgelmusik bekriegen; ein Englisch-Prof. erklärt, warum Noten geben wie Poesie ist; einer Gruppe CoSim- & Rollenspieler, die baff vor Staunen ist, wie ein Computergenie bei seinem erstem Spiel den zweiten Weltkrieg mit den Achsenmächten gewinnt; Studentenparlamets-Sitzungen mit Budget-Gerangel und Vorbereitungen zum großen Fantasy Island-Fest des Frauen-Wohnflügels. — Erstaunlich, wie hoch die Ansprüche von Stephenson an sich selbst sind, denn er stuft dieses Debüt als minderwertig ein. Erst, als die Preise für diesen vergriffenen Roman unverschämt hochschnellten, stimmte er zu, dass man ihn neu auflegt (sehr anständigt von ihm!). Und wiedermal muss ich eine Schande der deutschen Verlagslandschaft ankreiden, denn bisher gibt es diesen unterhaltsamen Roman nur als teure (wenn auch schöne) Edition Phantasia-Ausgabe in kleiner Auflage. Ich halte es nicht für sooo wahrscheinlich, dass eine Taschenbuchausgabe zwangsläufig ein völliges Verlustunternehmen darstellen würde. — Schon richtig, dass in diesem seinem ersten Roman noch nicht der ganze Stephenson in voller Pracht erblüht. Aber eine seiner bedeutensten und kurzweiligsten Stärken brilliert bereits deutlich, sein geschicktes Händchen fürs Satirisch-Humoristische. Nun aber zu den Links, diesmal ohne Kategorien, und mit einer Extra-Portion Filmchen.
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geschrieben von molosovsky,
am: Dienstag, 07. Jun. 2011 Eintrag No. 720 — Lektüre: Gefunden beim Buchhändler meines Vertrauens für Englischsprachiges, habe ich mir nun einen Klassiker des Steampunk-Genres vorgenommen: »Infernal Devices«, geschrieben von K. W. Jeter, dem Mann, der 1987 in einem Leserbrief an das SF-Magazin ›Locus‹ den Begriff scherzhaft geprägt hat: {…} Personally, I think Victorian fantasies are going to be the next big thing, as long as we can come up with a fitting collective for Powers, Blaylock and myself. Something based on the appropriate technology of that era; like ›steampunks‹, perhaps… .
—K.W. Jeter Molos Schnellübersetzung: {…} Ich selbst glaube, dass Viktorianische Phantasien bald groß rauskommen werden, vorausgesetzt, wir finden einen passenden Sammelbegriff für Powers, Blaylock und meine Wenigkeit. Vielleicht ein Name, der zu der dieser Epoche entsprechenden Technologie passt, zum Beispiel ›Steampunks‹… .—K.W. Jeter »Infernal Devices« erschien erstmals 1987 (auf Deutsch bei Ullstein 1990 als »Das Erbe des Uhrmachers«). Habe etwa die Hälfte des 340 Seiten umfassenden Romanes gelesen und bin angetan. Man folgt den Aufzeichnungen von Geroge Dower, einem eher bequemen und durchschnittlichen, wenn auch gelangweilten Londoner Gentleman, der die Uhrmacher- und Feinmechanik-Werkstatt seines Vaters geerbt hat, nicht jedoch dessen Genialität. Jeter versteht es vorzüglich, die Erzähl- und Räsonier-Umständlichkeit der viktorianischen Epoche zu beschwören, sie jedoch flockig lesbar zu gestalten. — Bisher hat sich noch nicht allzu viel getan, außer Geraune von Geheimgesellschaften, Weltvernichtungsmaschinen und den Versuchen Georges, mehr über die merkwürdigen Kunden zu erfahren, die seinen geruhsamen Alltag durcheinander gebracht haben. Bisher ist es sehr vergnüglich, wie George in einem (natürlich!) nebelverschleierten London unterwegs ist, um mehr über obskure Münzen mit Fischmenschen-Portraits und die Schöpfungen seines Vaters herauszubekommen. — Ich kann dem Klappentext und Blurbs bisher zufrieden Recht geben, wenn sie »Infernal Devices« als gelungene Mischung aus H. G. Wells, Arthur Conan Doyle und Lovecraft beschreiben. Netzfunde
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am: Dienstag, 15. Feb. 2011 Eintrag No. 700 — Es freut mich, dass mein für den Golkonda Verlag erstelltes Portrait der Brüder Strugatzki Verwendung findet auf der Website ›Life in the 22. Century‹ von Andreas Reber. Lektüre / Film: Habe »Unendlicher Spass« zur Seite gelegt, aber nicht abgebrochen. Mir ist was dazwischen gekommen, nämlich die Krimi-Serie »Castle«.Ich teste immer wieder mal TV-Serien an, und finde da auch so einiges, was ganz amüsant ist, aber es ist schon eine Weile her, dass mich eine Serie so schnell so begeistert hat wie diese ziemlich klassische Krimi-Kiste mit einer Priese Screwball Komödie. — Man nehme ein Pärchen und kehre die Geschlechter-Rollenklischees um: also hier einen selbstverliebten & plapperhaften Thriller-Autor, Rick Castle, dort eine herbe & abgebrühte Kommissarin, Kate Beckett, beide erfolgreich auf ihrem Gebiet, verbandle die beiden in einem Geflecht aus gegenseitiger Faszination und vorsichtiger Distanz und schicke sie los im Gewimmel von New York um Mordfälle zu klären. Was mich nun unter anderem arg angefixt hat, ist das Metafiktion-Spiel, das die Sendung veranstaltet: Castle begleitet Beckett vor allem deshalb, weil sie seine Inspiration für seine neue Romanfigur, Nikki Heat, ist. Und den ersten Nikki Heat-Roman, »Heat Wave«, gibt es schon in Echt als Taschenbuch, und den habe ich letzte Woche unterwegs schwupps verschnabbuliert. Keine hohe Prosa, sondern ebenso wie Brunetti, Jury und Co schlicht gute kurzweilige Krimi-Unterhaltung. — Die Serie und das Buch zeichnen sich durch flotte Dialoge und geschickt konstruierte Fälle aus. Ein großes Vergnügen.Netzfunde
Rüge
The External World from David OReilly on Vimeo. •••••Flattrn Sie diesen Eintrag, wenn Sie der Meinung sind, dass er etwas wert ist. geschrieben von molosovsky,
am: Dienstag, 11. Jan. 2011 Eintrag No. 689 — Lektüre: Während hier noch gewartet werden muss, bis ich selbst mit einer Rezension zu meinem letzten Buch von 2010 rüberwachse, verlinke ich mal diese Begeisterungs-Offenbarung zu Edward Abbeys »Die Monkey Wrench Gang«, die Jan Scheper für die ›TAZ‹ verfasst hat. Fertiggelesen in 36 Stunden habe ich Jakob Arjournis »Chez Max«. Auch hier hoffe ich, bald eine Rezi liefern zu können. Würde mich freuen, wenn sich dieses Buch in SF-Kreisen noch weiter herumsprechen würde. Ist nämlich feine Sozial-SF, und richtig gut geschrieben, mit einem feinem Twist! Weiterhin unterbeeindruckt bleibe ich von Haruki Murakamis »Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt«. Schön langsam frage ich mich, wie dieses Buch zum Kult werden konnte. Kann aber auch sein, dass ich derzeit einfach nicht den Geist für was Ruhiges habe, wo es schon mal über eine Seite dauern kann, bis ein (immer noch namenloser) Protag aus dem Bett kommt und sich was zum Frühstück macht. Passiert viel nix. Deshalb habe ich beim englischen Buchladen zugeschlagen und mir den vielseits empfohlenen Roman »The Windup Girl« von Paolo Bacigalupi besorgt (der nächsten Monat bei Heyne als »Biokrieg« erscheinen wird, übersetzt von Hannes Riffel & Dorothea Kallfass). Die ersten vier Kapitel gefallen mir sehr gut. Gut durchdachte viele Infos geschickt dargeboten. In jedem Kapitel steht bisher eine andere Figur im Zentrum. Wenn es so weiter-flockt, bin ich bald durch. Netzfunde
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am: Dienstag, 21. Dez. 2010 Eintrag No. 683 — Diese Woche wieder nur wenig Links, weil: Viel Dienst. Viel Schnee. Entsprechend erschöpfter Molo, der zu wenig gekommen ist. Immerhin bin ich aber dazu gekommen, zu bemerken, dass ich schon lange nicht mehr bei ›Wer ist Dir lieber?‹ abgestimmt habe. Hier meine Entscheidungen zu den Alternativen der letzten Wochen. — Picasso oder Dali?: Ich bin ein Salvador-Män. — Scarlett oder Rhett?: Ich mag 'se beide nedd. — Äpfel oder Birnen?: Hmmm, ähhh, also, tja, ich nehm Äpfel. — Beatles oder Stones?: Das ist leicht. Die Beatles. — Tatort oder Notruf 110?: Hab keinen Fernseher. Kenne beide Serien nicht gut genug um eine kompetente Entscheidung treffen zu können. — Nikolausi oder Osterhasi?: Aberglauben ist mir Worscht. Also: Weder noch. Lektüre: In den letzten zwei Wochen haben drei Bücher den Fortgang meiner langfristigen Lektüren — Arno Schmidts »Zettel’s Traum« und Mervyn Peakes »Der Junge Titus« — unterbrochen. Erstmal bedanke ich mich für das Rezensions-Exemplar von »Raumanzüge & Räuberpistolen« der Berliner Lesebühne Schlotzen & Kloben (die da sind: Jasper Nicolaisen, Jakob Schmidt & Simon Weinert). In diesem schönen Bändchen des Shayol-Verlages sind neun Kurzgeschichten versammelt von denen ich bisher sechs verköstigt habe. Ich muss gestehen, dass ich Bücher meiner unmittelbaren ›Konkurrenten‹ (also Autoren meiner Generation & Sprache, die sich im gleichen Genre-Feld wie ich tummeln) immer besonders kritisch lese: Im Falle von Schlotzen & Kloben kommt dazu, dass ich meine instinktive Abneigung gegen Berlin-Schick überwinden musste (wenn mich z.B. flockig eingeflochtene Lokalbezüge nervten). — Um so mehr freut mich, dass ich mit dem bisher Gelesenen etwas anfangen kann. Vor allem »Mr. Swift« von Jakob Schmidt gefällt mir, eine feine Hommage auf klassische Seefahrer-SF, in der es einen Naturforscher auf einen von Öko-Piraten navigierten Walkalmar verschlägt. — Auch den abstrus rotzig-poetischen Text »stachel« von Simon Weinert fand ich mehr als interessant, wenn der verliebte und schnupfengeplagte Tod in einem Zug in die Ewigkeit unterwegs ist. — Ich hoffe, ich kann noch eine eigene Besprechung anbieten. Hier aber schon mal die ausführliche Empfehlung von Ralf Steinberg für ›Fantasyguide‹. Dann habe ich seit dem Wochenende flott die ersten 150 von ca. 500 Seiten des Sabotage-Klassikers »Die Monkey Wrench Gang« von Edward Abbey verschlungen (erstmals 1975 erschienen und seitdem Anregung für viele Öko-Aktivisten). Allein schon, was für ein wunderschöner Band das geworden ist, den der junge Schweizer Verlag Walde & Graf da vorlegt ist eine Wonne, präsentiert sich der Band doch mit solider Bindung und den Illustrationen von Robert Crumb, die dieser für die US-Jubiläumsausgabe 1985 gestaltet hat. — Die Story ist im Grenzland von Utah und Arizona am nördlichen Grand Canyon angesiedelt. Drei ausgewachsene Individualisten, und eine Individualistin verschreiben sich der guten Sache, und machen sich auf, der Maschinenmacht der die Natur umkrempelten Technokraten eins auszuwischen. Wie es sich für einen guten Sabotage-Abenteuer-Garn gehört, beginnt das Buch damit, dass die große Brücke beim Glen Canyon Staudamm in die Luft fliegt. Schließlich habe ich in eineinhalb Tagen den neuen Roman von Douglas Coupland »Player One – What Is to Become of Us« weggeschlürft. Der Roman erzählt von fünf Stunden, die vier Menschen und eine mysteriöse Stimme in einer Flughafen-Lobby miteinander verbringen, während gerade die Zivilisation wie wir sie kennen zusammenbricht, als der Ölpreis rasent schnell ins Unermessliche steigt. Während draussen das Chaos herrscht, alles mögliche explodiert, und Irre anfangen herum zu ballern, vertreiben sich Karen (war unterwegs um ein Internet-Date zu treffen), Rick (glückloser Barkeep der Flughafen-Lounge), Luke (Pastor, der mit der Kasse seiner Gemeinde durchgebrannt ist) und Rachel (ein autistisches Mädel, dass sich Fortpflanzen möchte um ihren mürrischem Vater zu beweisen, dass sie kein Alien sondern doch ein Mensch ist) die Zeit miteinander. — Leicht negativ aufgefallen ist mir, dass Coupland einige Ideen & Aphorismen seiner bisherigen Bücher recycled, aber sooo schlimm ist das nicht, denn es handelt sich um durchaus verbreitungs- und wiederholungswürdige Gedankenblitze. Abgeschlossen wird der Band durch ein Glossar seltsamer Einsichten zum Leben in der heutigen Welt. Wie immer ein großer Lesespaß für mich.(Deutschsprachige) Phantastik-Funde
Zuckerl
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am: Samstag, 14. Mrz. 2009 Eintrag No. 544 — Die Themensparte ›Film‹ habe ich in den letzten Da sich Andrea in Leipzig herumtreibt (Tag null, »Pension Völkerschlacht«, Tag eins), und ich allein zuhause herumgammel, habe ich die Gelegenheit genutzt und mir einen 3 Filme-Abend gegönnt. Futurama: Die Ära des TentakelsDer zweite »Futurama«-Langfilm. Wie immer bei Matt Groenings Zeichentrickwelten bin ich entzückt vom dichten Ideen-Feuerwerk, das hier abgefackelt wird und ich bin nicht sicher, ob ich nun »The Simpsons« oder »Futurama« besser finde. Diesmal gibt’s eine interkosmische Liebes- und Invasionsgeschichte, denn durch einen Riss im Universum dringt ein großer zyklopischer Himmelsball ein, der mit seinen vielen vielen Tentakeln aus Liebesbedürfdigkeit die Menschen übernimmt. Fry darf in der Rolle des zuerst Übernommenen als Papst des kosmischen Sehnsuchtsgrauens die frohe Botschaft »Liebt das Tentakel!« verkünden. — Wir lernen zudem mehr über Kiffs Heimatplaneten und über die exklusive Untergrund-›Liga der Roboter‹. Großer Höhepunkt für mich: der Professor und einer seiner Konkurrenten tragen ihre Streitigkeiten mittels eines gigantischen Kugelspiel-Labyrinths aus; Stephen R. Hawking hat einen kleinen Gastauftritt; und Bender gibt eine vorzügliche ›Jack Sparrow gegen den Kraken‹-Parodie. —— Ach ja, endlich hat jemand eine Idee umgesetzt, die ich vor vielen Jahren auch mal hatte: Frys neue Beziehung wohnt in einem Hochhaus, wo man die verschiedenen Stockwerke nicht mittels eines Fahrstuhls erreicht, sondern indem das Haus in einem Bodenschacht auf- und niedersteigt. Fazit: Glänzend gezeichneter Zeichentrickspaß mit mehr Gags pro Minute als der Arzt gestattet. — 9 von 10 Punkten. Tropic ThunderÜberdrehte Parodie auf Hollywood-Eitelkeiten, Schauspieler-Bullshit, (sogenannte) ›Reality TV-Shows‹ und Kriegsfilme. Gute erste 20 Minuten, dann stellenweise zäh und unnötig ordinär. Enttäuschend, dass der Film selbst nicht aus dem Korsett der Formel-Rezepte auszubrechen vermag, die er eigentlich bissig auf dem Arm nehmen will. Dennoch: Robert Downey Jr. überrascht mich wieder einmal mit seiner Wandlungsfähigkeit; es hat mich gefreut Nick Nolte mal wieder in einer satirischen Blödel-Rolle zu sehen; und Tom Cruise legt eine verblüffende Vorstellung aufs Parkett, als ›Bösewicht‹-Nebenfigur, zurechtgebrezelt auf dicker und schmierig Finanzmogul. — {Nebenbei: Tom Cruise ist so ein Schauspieler, den ich als Mensch echt eklig finde, erst richtig gruselig wenn er als Scientologe herumgeistert, aber als Schauspieler schafft er es immer wieder mal, mich zu erstaunen.} — Enttäuscht hat mich jedoch Jack Black, den ich bisher immer ziemlich bis sehr gut fand. Zu hektisch-panisch zuckt und brabbelt er als Junkie-Star, und liefert dabei nur wenige zündene Schmunzel- oder Lachgranaten. Fazit: Kurzweiliger Spaß am besten für für berauschte Filmgucker geeignet; enthält punktuell erfeuliche Schauwerte (Explosionen, lustige Splatter-Einlagen); jedoch trotz Aufwand und Staraufgebot aber enttäuschend flach und harmlos. — 6 von 10 Punkten. Burn After ReadingVorweg: alle Filme der Coen-Brüder mag ich, wobei ich eingestehe, dass nicht alle Meisterwerke sind; und: ich habe mich bisher noch nicht getraut den berüchtigten Flop »Ladykillers« zu gucken. — »Burn After Reading« ist zuvörderst ein feiner Ensemble-Film und dabei ein ziemlich flottes Story-Durcheinander. Stinknormale kleine Popelmenschen finden eine CD-Rom mit den Aufzeichnungen eines wegen Alkoholproblemen suspendierten CIA-Analysten, und glauben nun, irgendwie Geld damit machen zu können. Zudem geht’s Ehekrisen- und Seitensprung-mäßig kreuz und quer, so dass ich beim ersten Mal gar nicht immer durchgeblickt habe, ob es in den Szenen um die brisante CD-Rom oder um Ermittlungen für anstehende Scheidungsverhandlungen geht. Und wie fast immer bei den Coens sterben plötzlich Leute die seltsamsten Tode und schlägt die Handlungen überraschende Haken wie ein übermütiger Hase. Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen ist auch diesmal wieder die Musik von Carter Burwell, der sich ein wenig an Philip Glass orientiert hat, bzw. mit martialisch klingenden Percussions-Enselmble einen interessanten Kontrast zur normalen Welt der Washingtonbewohner schafft. Fazit: Eine feine schwarze Charakterkomödie über (liebenswerte) Trottel- und (kaltherzige) Kalkülmenschen. — 7 von 10 Punkten. ••••• 10 + + + + + Maßstabsetztendes Meisterwerk; Olympisch. 09 + + + + Überwiegend exzellent; Packend. 08 + + + Bemerkenswert mit leichten Schwächen; Anregend. 07 + + Befriedigendes Handwerk; Kurzweilig. 06 + Unterhaltsam mittelprächtig; Akzeptabel. Unsichtbare Grenze der absoluten Mittelmäßigkeiten
05 - Brauchbar mittelprächtig; ganz ›nett‹, aber insgesamt lau.04 - - Überwiegend mittelprächtig; Anstrengend bzw. langweilig. 03 - - - Bis auf wenige Momente daneben gegangen; Nervig. 02 - - - - Ziemlich übeles Machwerk; Zeitverschwendung. 01 - - - - - Grottenschlechtes übles Ärgernis; Pathologisch. Bisher keine Re-Aktionen | Auf diesen Beitrag reagieren
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Seit 4129 Tagen aktiv. Am 28. Mai 2013 gab's zuletzt 'ne Änderung.
Re-Aktionen
molosovsky (28.Mai.13): Verloren gegangene Zeilen und Stellen in »Der Eiserne Rat«
molosovsky (24.Mai.13): Molos Wahl beim KLP 2013
molosovsky (23.Mai.13): Jupp, Norwegen war gutes, oberes Mittelfeld.
Mein Liebling waren die Niederlande, die musikalisch das raffinierteste Lied...
Pogopuschel (23.Mai.13): Die Musik zum norwegischen Beitrag hat mir gut gefallen. Alles andere ...
molosovsky (23.Mai.13): Molo kommentiert Finale der Eurovision 2013. Malmö. #esc
molosovsky (01.Mai.13): Bei den Fetzenschädel-Zeichnungen ist Zerknüllen und/oder Vollkleckern Teil des Reinigungsrituals. Außerdem zeichne ich die Leuz...
christian weis (01.Mai.13): Öh, obigen Kommentar bitte nicht ernst nehmen - hatte den drüberstehenden Blogtext nur überflogen und...
christian weis (01.Mai.13): Ui - sieht das nur so aus, oder ist das Papier des Portäts tatsächlich zerknüllt...
molosovsky (28.Apr.13): Bernhard Viel: »Egon Friedell. Der geniale Dilettant«
molosovsky (02.Apr.13): Danke für’s Bescheidgeben, Christian! Links wurde aktualisiert.
christian weis (01.Apr.13): Die Adresse meines Bücherwelten-Blogs hat sich geändert - falls du oben den Link auf meine...
molosovsky (18.Mrz.13): Hihi. — Danke, Marengo.
Wäre ja eigentlich eine Website-Idee: Dichter beschimpfen Dichter. Antho-Bücher zum Thema gibts...
Marengo (18.Mrz.13): Hans Werner Richter über Walser:
molosovsky (11.Mrz.13): Martin Mosebach
Pogopuschel (10.Mrz.13): Eternal Sunhine of the spotless Drone
molosovsky (10.Mrz.13): Plus 1!
david ramirer (10.Mrz.13): die augenbrauen, es sind die alle einschüchternden augenbrauen!
ich werde nie vergessen, wie walser letztens im...
david ramirer (10.Mrz.13): der ernstzunehmende clown des 21. jahrhunderts benötigt diese pimmelritze um beim im freudschen sinne sexuell...
molosovsky (10.Mrz.13): Martin Walser
molosovsky (10.Mrz.13): #ReplaceMovieNameWithDrone
molosovsky (10.Mrz.13): Ein sehr befriedigendes Gefühl, so gut verstanden zu werden.
Danke, David!
P.S.: Vielleicht nix, worauf ich stolz...
david ramirer (09.Mrz.13): grandioses portrait: es enttarnt den mann als verkappten clown, der er ja - wie das...
molosovsky (09.Mrz.13): Robert Spaemann
molosovsky (08.Mrz.13): {Kommentar gelöscht}
molosovsky (08.Mrz.13): eMail an HBO & Paramount: »Deadwood« Audiokommentare & Features
Molos Wunschliste, falls Ihnen die Molochronik gefällt, und Sie mir aus Dankbarkeit eine Freude machen möchten.
30. Dez 2012: Immer noch Layout-Neugestaltung des Blogs. Liste mit Linkempfehlungen fehlt weiterhin.
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