MOLOsovskysCHRONIK
Netztagebuch eines amœnokratischen Phantasten, Skribblers, Kritikers & Übersetzers


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Mittwoch, 16. Mai 2012
geschrieben von molosovsky,
am: Mittwoch, 16. Mai. 2012
Kleiner Stegreif-Vortrag, der mir gerade aus dem Hirn gepruzelt ist, eigentlich für den entsprechenden Thread im SF-Fan-Forum. Sollen aber die Molochronik-Leser auch was von haben.

Bei der Frage zum »Ende der SF« kommen schnell mal mindestens folgende drei Auffassungen des Genre-Begriffs ›SF‹ einander ins Gehege:
  1. SF, so wie der Handel, das Marketing sie verstehen, aufs Buch pappen (oder auch nicht). So ärgerlich eine Praxis hier zuweilen sein kann, ermuntere ich dazu, mal gelassen zurückzutreten und sich zu besinnen: »Ach ja, hier geht es ums Ansprechen und Zum-Produkt-Lotsen von potentiellen Käufern. Also letztendlich um Aufmerksamkeitsmanagement« (nannte sich früher: Marktschreierei). — Wollen wir also die Zurechnungsfähigkeit dieser Art von ›Deutungshoheit‹ den Genre-Begriff SF betreffend mal mit großer Vorsicht genießen, ohne zu vergessen, jenen Verlagen und Programmgestaltern unseren Respekt und Dank zu zollen, die auf diesem Felde (noch) keinen (kompletten) Schindluder treiben.

    Wenn sich bei den Gepflogenheiten, wie und ob und was als SF etikettiert wird merklich etwas so geändert hat, so dass man von einem »Ende der SF« unken kann, dann liegt das sicher zum einen an einer mutmaßlichen oder gut extrapolierten Sondierung des möglichen gesamten Publikums (vulgo: des Mainstreams oder Ottonormalpublikums); und (bei den umsichtigeren Programmgestaltern) auch an den Stimmungslagen, die dem Fachpublikum (also: SF-Fandom) abgelauscht werden. Also, spielt eine Rolle auch der SF-Genre-Begriff von …
  2. … der Peer-Group, der Leserkreise, die mehr oder minder ausschließlich, oder zumindest mit großem Interesse und einhergehender Leidenschaft ›auch‹ SF lesen und entsprechend in eine vom Fandom gepflegte Diskurs-Tradition eingebunden sind. Wenn ich als Stichpunkte anführen darf, dass …
    • a) durch das Pendeln der Kreativen zwischen Markttauglichkeit (Wiedererkennbarkeit, Genre-Formel) und — man verzeihe mir den hehren Ausdruck — ›künstlerischer Ambition‹ (Originalität, Abweichung) …
    • b) … im Laufe von Jahren eine Genre-Dialektik der Ausreifung, Verfestigung, Hochblüte, Selbstbezüglichkeit, Überstrappazierung, Routinie-Ermüdung, Neulandsuche, Grenzüberschreitung, Abzweigung und Ausdifferzierung stattfindet, und es …
    • c) … deshalb logischerweise viele verschiedene Gruppen gibt, die z.B. einer bestimmten Spielart der SF die Treue halten, so ist es nicht verwunderlich, wenn …
    • d) … die Gespräche der Kenner über SF (und was SF sei) mitunter wie ein babylonisches Gezeter anmutet.
    (Notfalls hier einfach an Morgan Freeman in dem Costerner-»Robin Hood« denken: »Gott liebt die wunderbare Vielfalt.«)

    Schnell vergisst man da die Einigkeit der Liebe für das Genre angesichts der schier unüberschaubaren verschiedenen und teils einander widerstrebenden Sichtweisen. Die Klage der einen über ein »Ende der SF« mag dann durchaus begründet sein, weil eben ihre Variante im Rückgang befindlich ist; während andere, neue Varianten, Wiedergeburten des Genres noch oft genug gedreht, gewendet und von genügend Lesern abgeschmeckt werden müssen, bis sich verfestigt, dass es sich hier ›auch‹ tatsächlich um SF handelt (egal was Gruppe 1) auf den Umschlang etikettiert, oder kritische (oder einfach nur besonders hartnäckige) Mengen von Gruppe 2) noch abschlägig herumdefinieren).
  3. Schließlich der einzelne Leser, bei dem es eben vor allem darauf ankommt, wie seine ureigenste Lesereise sich gestaltet und gestaltet hat, wie der Verlauf dieser Reise wiederum seine Kenntnis, sein Urteilsvermögen, seinen Geschmack geformt hat. Nicht zuletzt hängt die Beantwortung der Frage nach einem »Ende der SF« durch diesen gedachten einzelnen SF-Lesern davon ab, wie seine Kenntnisse des Genre-Begriffes geartet sind, z.B. stur dem folgend, was Gruppe 1) deklariert (wie brunzdumm das auch teilweise sein mag); oder einem essentialistischen Genre-Verständnis folgend mit fixen EIn- und Ausschlusskriterien;
    … diese beiden Beispiel-SF-Fans werden öfter herbe Enttäuschungen verbuchen müssen angesichts des Wandels der Moden und Begrifflichkeiten als z.B. SF-Fans, die sich lieber pragmatisch mit Einzelfällen auseinandersetzen, denen ein-eindeutige Schubladen-Taxonomien suspekt sind, und die über genug gedankliches Slalom-Geschick verfügen, auch mal etwas als SF zu nehmen, das weder von einer Quelle kommt, die SF-Stallgeruch hat, noch dass SF drauf steht.
Ich persönlich z.B. kann durchaus der Aussage zustimmen, dass ›SF‹ als Marktschreier-Anpreisungs-Schlagwort in den letzten Jahren von bestimmten Verwerten gemieden wird, sich de facto aber die SF als Ganzes, mit mannigfachen verschiedenen Erscheinungsformen tummelt und sprießt wie Bolle. — Oder, wie auch schon mal gesagt wurde, nicht nur von mir: SF hat gewonnen, sie wird deshalb seltener augenfällig ausgeschildert, weil man stillschweigend davon ausgeht, dass die SF-Zeit schon da ist (nur eben — William Gibson folgend — nicht gleichmäßig verteilt, und sicher nicht mehr so optimistisch Pfadfinder-fröhlich zu haben wie in manchen vergangenen Segmenten des Annodunnemals).

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Donnerstag, 26. April 2012
geschrieben von molosovsky,
am: Donnerstag, 26. Apr. 2012
Der Text des 23. Bandes der Reihe »SF-Personality« des Shayol Verlages Berlin wird seit dieser Woche Korrektur gelesen, wie mir Herausgeber Hardy Kettlitz gestern gemailt hat.

Hier eine große Ansicht der Portrait-Vignette fürs Cover.
Clifford D. Simark

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Donnerstag, 19. April 2012
geschrieben von molosovsky,
am: Donnerstag, 19. Apr. 2012
Da haben sich in den letzten Wochen einige Leuz auf den Seiten von Telepolis Gedanken über den Stand der Science-Fiction gemacht. Und dann kamen die Reaktionen in den Telepolis-Kommentaren (okey, die lese ich eh mit einem Strahlenschutzanzug) diversen Foren, vor allem aber bei SF-Fan hat sich ein lebhafterer Strang entwickelt, und Herr van den Boom hat einen Blogeintrag aus dem Rohr geschossen.

Vielleicht mache ich dieser Tage eine entsprechend empfindliche Phase durch, aber mich nerven diese Verlautbarungen von Genre-Freunden, dass ihr geliebtes Genre ›nur‹ Unterhaltungskram ist. Mir erscheint diese Haltung wie ein aggressives Beharren auf dem Spielplatz bleiben zu wollen, weil sich ins Labor, oder die Werkstatt, oder den Trainingsraum (oder eben woanders hin als einen Spielplatz oder ins Nichtschwimmerbecken) zu begeben, dummerweise bedeutet, ein bischen darauf zu achten, dass einem die Affekte nicht auf dem Kopf rumtanzen.

Darauf zu bestehen, dass man in seiner knappen Freizeit, in der man ja viel Stressabbauarbeit als Ausgleich zur Lebenserhaltungskostenverdienstarbeit leisten muss, gefälligst Spaß und Entspannung und ein wenig stoß- und unfallsicheren ›Sense of Wonder‹ konsumieren möchte, ist eine Sache, die ich niemanden zum Vorwurf mache. Allerdings finde ich es empörend (wie ich meine zurecht), wenn dem Verlautbaren eben dieses frommen Wunsches oftmals sogleich als Rattenschwanz folgt, wie man offenkundig jeden zarten Anflug ernsthafter Gedanken, den andere sich zum geliebten Genre-Feld machen, als Bedrohung missversteht, wogegen man sich nur mit antiintellektuellen Gefühlsrülpsern zu erwehren weiß.

Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man als Leser seinen Stoff vor allem als Unterhaltung begreift. Andererseits: wer ließt schon Bücher mit dem eisernen Vorsatz, sich zu quälen, zu langweilen und selbst in den Wahnsinn zu treiben! — (Obwohl, wenn ich bedenke, dass es Leute gibt, die ›gerne‹ Ulla Hahn oder Peter Handke lesen …)

Kurz: kein Genre (und das, was im Feuilleton als ›Hochliteratur‹ bezeichnet wird, ist auch ›nur‹ ein Genre von vielen) ist davor gefeit, dass sich unter seinem Schirm Werke finden lassen, die gehaltvoll, ausgeklügelt, relevant und herausfordernd sind UND SICH VON LESERN (nicht allen, aber schon so manchen) SOGAR ALS UNTERHALTUNG GENOSSEN WERDEN KÖNNEN!

Science Fiction ist ein Genre, dass sicherlich nicht jedermanns Sache ist, aber der von mir (und so manchem klugen Kopf wie z.B. William Gibson oder dem oben schon erwähnten Dirk van den Boom) hie und da im Internet diagnostizierte Sieg, die Entgrenzung der SF hinein in andere Genre-Felder, ist doch wohl ein Zeichen dafür, dass die Gegenwart aufgeschlossener ist für Gedanken über Zukunft, Technik, Wissenschaft und entsprechende phantastische (ernste) Späße, die man damit haben kann, als berechtigte Klagen über den von der Kulturindustrie ausgespuckten Einheitsbrei befürchten lassen. Die Lage ist weder schwarz (= »Alles Mist«) noch weiß (= »Alles toffte«), sondern eben irgendwo dazwischen (= »S’hat Aprilwetter«). — (Halt! Moment! Ich mag Aprilwetter, und wenn ich mich umgucke, was größtenteils pupliziert, gefilmt, gesendet und gedaddelt wird, dann hats in Sachen Science Fiction für meinen Geschmack kein Aprilwetter, eher Mongrovenwaldsommer. Doch es gibt genug gute Sachen, die sich finden lassen, wenn auch nicht immer ein großes leuchtendes ›SF‹-Genre-Ettikett draufpappt.)

Stichworte: Science Fiction, Genre

Sonntag, 1. April 2012
geschrieben von molosovsky,
am: Sonntag, 01. Apr. 2012
Einer der Gründe, weshalb ich derzeit (HA! genauer: seit Wochen und bald Monaten!!!) so weniger her schreibe, liegt darin, dass mir das bisherige Layout zum Halse raushing.

Was Ihr ab heute seht, ist also kein Aprilscherz, sondern der erste große Schritt zu einem (wie ich hoffe) einfacherem und angenehmeren Auftritt der Molochronik.

Ich könnte Hilfe gebrauchen!

Falls es Molochronik-Leser gibt, die (anders als ich) die Zeit entbehren können, und über entsprechende Kenntnisse verfügen (ich müsste da erst recherchieren, rumprobieren, scheitern, korrigieren und neuprobieren bis es klappt), so wäre ich sehr froh, wenn die- oder derjenige sich bei mir meldet.

Ausschreibung: Gerne würde ich die Texteingabe für Beiträge, Kommentare und Antworten auf Kommentare mit kleinen Buttons zur Text-Formatierung aufpimpen. Das geht irgendwie mit Java, oder so. Gibts auch als Baukasten von kommerziellen Anbietern.

Ich bräuchte lediglich Buttons für die Auszeichnungen:
  1. ›Fett‹
  2. ›kursiv‹
  3. ›durchgestrichen‹
  4. ›font-size:80%‹ und ›font-size:120%‹
  5. mittig
  6. vor und nach der markierten Stelle ›einfache‹ …
  7. … und »doppelte« französische Anführungszeichen einfügen.
Vergütung: ich denke, ein richtiger Crack sollte das bischen Code in ca. einer Stunde zusammenschmeissen können. Ich bin bereit entsprechend einen Stundensatz von 50 Euro zu zahlen. Gerne verhandle ich auch über Naturalien in Form von Büchern, DVDs und Ähnlichem aus eventuellen Amazon-Wunschlisten, sowie die Möglichkeit, mit eigenen Werken (Original-Zeichnungen, Mundmukke auf CD) zu bezahlen.

Rückfragen, Angebote entweder hier als Kommentar hinterlassen, oder als Privatmail schicken (siehe Impressum).

Stichworte: Wartung

Montag, 27. Februar 2012
geschrieben von molosovsky,
am: Montag, 27. Feb. 2012
Eintrag No. 761 — Noch nie erreichten mich so viele Anfragen zu einem Fetzenschädel-Portrait wie im Falle von John Asht (sogar in meiner Wohnung tummelten sich die Bittesteller und ich kam mit dem Verteilen von Tee und Gebäck kaum nach) . Als Schriftsteller gekränkt und empört zu sein wegen einer Daumen-runter-Rezi ist eine Sache, sich aber dann bei seiner Reaktion gröblichst im Ton zu vergreifen und eine riesige ›Prosa Nostra‹-Verschwörung an die Wand malen was anderes. Trotzdem wollen wir unser Wohlwollen für diesen Autor, der hemmlungslos auszog sich zu unserem Amüsement zum Affen zu machen, nicht verhehlen.

Ich überlasse es den interessierten Molochronik-Lesern, sich selbst zu den schröcklichsten Asht-Äusserungen, sowie den unzähligen darauf folgenden Erwiderungen durchzugoogleln.



Montag, 20. Februar 2012
geschrieben von molosovsky,
am: Montag, 20. Feb. 2012
Eintrag No. 760 — Nur für den Fall, dass dieser Kandidat tatsächlich der nächste Präsi wird, hier schon mal meine Abreaktion zu diesem Fetzenschädel (was der Mann über Hartz IV, Occupy, Sarrazin und andere Sachen vom Stapel gelassen hat, lässt mir den Kamm schwellen).



Donnerstag, 2. Februar 2012
geschrieben von molosovsky,
am: Donnerstag, 02. Feb. 2012
Eintrag No. 759Zur Inhaltsübersicht.

Die Illustrationen einer alten französischen Ausgabe habe ich dem flick-Album von blaque jaques entnommen.

XXI. Die Geheimnisse des Unendlichen

Die Welt ist eine Seifenblase.
Newton.

Ohne das Unendliche versteht man das Endliche nicht.
Lehrbuch der Sternenkunde für Töchterschulen.

Jenseits des Raumes ist alles Geheimnis.
Bekenntnisse eines Kometen.

Schwadronarius’ Wanderungen durch den Raum. Der Reisende entdeckt den Ursprung aller Dinge und noch einiger anderen.


Man wird das Erstaunen begreifen, das sich Schwadronarius bemächtigte, als er sich umdrehte und weder die Laterna magica noch das Gliedermännchen mehr erblickte. Der frische Lufthauch der mit seinen Locken spielte, wie sich der aufmerksame Leser gefälligst die Güte haben wird zu erinnern, schwoll plötzlich zu einem Orkan an,, welcher das ganze Reich der Marionetten entführte und in einem Augenblick unsichtbar machte. — Mitten in diesem Wirbel hatte Schwadronarius die Geistesgegenwart sich an die Luftströmungen zu klammern. Auf diesem raschen aber nicht eben sehr sanften Rosse konnte er Courier reiten im Weltenraume, ohne andere Gefahr, als dass er mitunter an irgend eine Welt stieß, die hier gewissermaßen als Grenzstein hingestellt war. Mit einigen Beulen und Brauschen auf der Stirn kam er indessen noch davon.

Wir wollen diese übermondliche Reise nicht Station für Station beschreiben. Nachdem sie eine ziemliche steile Küste erklommen, hielt die Luftströmung einen Augenblick still um zu verschnaufen. Eine unermessliche Ebene bot sich Schwadronarius’ Blicken dar. Er hatte den Fuß auf den Pol gesetzt, welcher Pol indessen keineswegs von Diament ist, wie einige berichtet haben.

Eine Brücke, deren Enden das menschliche Auge nicht zugleich umfassen konnte und deren Hauptpfeiler sich auf Planeten stützten, führte über vortrefflich polierten Asphalt nach einer anderen Welt.


Gerade als Schwadronarius sie betreten wollte, zupfte ihn Jemand am Rockschoß und eine Stimme verlangte strenge Brückenzoll von ihm. Schwadronarius wandte sich um und erkannte Charon, der, durch die Einrichtung eines Steges von Eisendraht über den Styx zu Grunde gerichtet, sich hier eben hatte einen Invalidendeinst geben lassen. Um der polizeilichen Anordnung:

Schnell über diese Brücke zu reiten und zu fahren, ist bei fünf Rthlr. Strafe verboten

zu genügen, nahm die Luftströmung einen Paßgang an, so dass unser Reisender ganz bequem die ihn umgebenden Gegenstände betrachten konnte. Der dreihundertdreiunddreißigtausenste Pfeiler stand auf dem Saturn auf. Schwadronaius konnte sich nun überzeugen, dass der Ring dieses Planeten nichts Anderes sei als ein kreisförmiger Balkon, auf welchem die Saturnbewohner die Kühle des Abends genießen.

Jenseits der Brücke fiel die Luftströmung wieder in Galopp und trug Schwadronarius nach noch höheren Regionen. Die himmlische Mechanik ward ihm ganz enthüllt durch die Nachlässigkeit ihres Besitzers, der gerade an diesem Tage vergessen hatte, die Wolkenvorhänge zuzuziehen. Dieser Eigentümer war ein alter Zauberer, welcher Seifenblasen aufblies und sie dann in den unendlichen Raum schleuderte.


Altersschwach wie er war, bemerkte der Greis ungeachtet seiner Brille wahrscheinlich nicht, dass etwas unter ihm, ein kleiner Dämon, die Blasen abfing um sie auf seine Weise zu colorieren und allerlei Elemente der Störung und Verwirrung hinein zu praktizieren.

Kaum hatten sich die Seifenblasen von seinem Pfeifenstiele wieder abgelöst, so konnte man auch schon durch den Spiegel ihrer Umhülung hindurch die Szenen wahrnehmen, welche später die gewöhnlichen Peripetieen des menschlichen Drama bilden sollten. Liebe und Eifersucht spielten die Hauptrollen; darüber wird Niemand erstaunen, der da erfährt, dass der Dämon, welcher so den alten Magier hinter das Licht führte, ein Weib war.

Schwadronarius wollte den Zauberer von dem Streiche, den man ihm spielte, in Kenntnis setzten, aber sein Luftroß hinderte ihn daran, indem es mit ihm vorrübersauste. Auch zog schon ein neues Schauspiel seine Blicke an; eine verbrecherische Zerstreuung, die wiederum die Menschheit verhindert hat, sich der Herrschaft böser Leidenschaften zu entziehen und sich endlich der Wohltaten des goldenen Zeitalters, das ihrer Geduld schon so lange versprochen worden, zu erfreuen. Um die Menschen zu retten, brauchte er bloß einen Pfeifenstiel zu zerbrechen. Die Weisen werden sich nicht zufrieden geben über Schwadronarius’ Nachlässigkeit. Wer sollte es glauben? In diesem feierlichem Augenblicke hatte er lieber Maulaffen vor einem Jongleur feil.

Auf dem Pole eines ziemlich großen Planeten führte nämlich ein Equilibrist und Taschenspieler alle seine Künste aus. Nie entfaltete ein indischer Juggler solche Gewandtheit und Geschicklichkeit. Hinten, vorn, rechts, links warf er Kugeln in die Höhe und fing sie mit den Händen auf oder hielt sie ungeweglich auf der Nase.


Diese Kugeln waren nur Weltkugeln. So wurde Schwadronarius eingeweiht in das große Gesetz vom Gleichgewicht der Welten, jedoch nicht ohne in bedeutende Gefahr dabei zu geraten. Als er nämlich jene Stelle des Planeten erstieg, welche die Alten culmen {= lat. ›Gipfel, Kuppe, Spitze‹} zu nennen pflegten, kam ein Aerolith, der wie ein sublunarischer Ordensstern gebildet war, ihm dicht bei der Nase vorbei, und würde ihn zerschmettert haben, wenn er nicht gerade den Kopf hinten übergebogen hätte. Wehe dem Sterblichen auf den dieser Aerolith hinabstürzt.

Gegen Abend verlor die Luftströmung etwas von ihrer Kraft. Schwadronarius näherte sich der Erde und erkannte selbst die Formen gewisser Gebirge, die noch kein Reisender entdeckt hat. Zwischen zwei Bergspitzen breitete sich ein ungeheurer Blasebalg aus. In demselben Augenblicke in welchem er sich fragte, wozu ein solcher Ventilator diene, erhielt Schwadronarius’ Luftstoß eine so gewaltige Erschütterung, dass er Gefahr lief, auf die Dächer einer Stadt geschleudert zu werden.


Glücklicherweise drehte sich der Wind. Schwadronarius war gerettet, aber die Stadt in weniger als einer Sekunde in die entsetzlichste Verwirrung gebracht. Schilder, Feueressen, Hüte, Mäntel, Regenschirme, Perrücken, Dachziegel, Alles wurde fortgerissen und Niemand konnte sich in diesen Straßen aufrecht halten.

Schwadronarius begriff nun, dass der Blasebalg, den er gesehen, die Schläuche des Aeolus ersetzte und ihm jetzt der Ursprung der Orkane nicht fremd mehr sei. Hätten ihm die notwendigen Instrumente nicht gefehlt, so würde er nicht ermangelt haben, die geographische Lage des Blasebalgs genau aufzunehmen, um sie in alle Landkarten einzutragen. Er tröstete sich jedoch mit dem Gedanken, dass es dann vielleicht den Menschen gelungen sein würde, ihn zu zerstören und dass er dadruch der Literatur, indem er sie vieler Metaphern beraubt, und den Gewerbtätigen, welche von der Verfertigung der Aushängeschilder, Hüte, Regenschirme und Perrückten lebten, — ohne es zu wollen, — großen Schaden zugefügt hätte.

Eine Minute länger und der Erdball wäre auf seinen Fugen gewichen. Aber der Sturm legte sich. Sanft auf Wolkenkissen sich lehnend, welche die untergehende Sonne mit goldenen Fransen säumte, zeigte sich mitten im Weltraum das Haupt eines blöden, schüchternen jungen Mädchens Schwadronaius’ entzückten Blicken. Luna war es, die sich im See spiegelte, um sicher zu sein, dass Endymion sie schön fände. — Sie war mit ihrer Toilette zufrieden und zog langsam weiter.

Ihre Gegenwart genügte, Frieden zwischen den Elementen zu stiften; sie schwiegen, um sie ungestört bewundern zu können, und Schwadronarius setzte seine Himmelsreise fort.



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Dienstag, 10. Januar 2012
geschrieben von molosovsky,
am: Dienstag, 10. Jan. 2012
Eintrag No. 758 — Die Blogtradition gebietet als Anlass für ein schwer notwendiges Lebenszeichen einen Rückblick auf die guten Sachen des vergangenen Jahres.

Gut Buch (Prosa)
  • »True Grit« von Charles Portis. Seit langer Zeit ein Roman, an dem ich keinerlei Makel feststellen konnte (denn mir fallen eigentlich immer irgendwelche Kleinigkeiten auf, an denen man noch hätte fizzeln können). Habe mir gleich darauf die anderen vier Bücher von Portis besorgt und bin bisher von »Dog of the South« ebenfalls ziemlich angetan. — (Und natürlich finde ich die Neuinterpretation als Film von den Coen-Brüdern viel besser als die alte Erstverfilmung mit John Wayne … auch wenn ein John Wayne-Film immer den entzückenden Charme eines John Wayne-Filmes hat.)
  • »Deadwood« von Pete Dexter. Ziemlich sicher, dass dieses dreckige, harte, tragische, melancholische und bisweilen abstrus- und/oder brutal komische Wild West-Panorama eine wichtige Inspiration für die gleichnamige HBO-Serie gewesen ist, auch wenn das nirgends offiziell eingestanden wird. — (Wenn ich jemals einen Fantasy-Roman schreiben wollte, wäre dieser Roman ein gutes Vorbild für die Struktur und Erzählhaltung, an der ich mich zu orientieren versuchen würde.)
  • »Embassytown« von China Miéville. Der erste richtige SF-Roman von Miéville bietet erstaunliche Spekulationen über eine Gesellschaft ohne sprachliche Symbole, die Macht von Metaphern und ist zudem eine eindringliche Auseinandersetzung mit Suchtproblemen und Kolonialismus.
  • »Reamde« von Neal Stephenson. Habe diesen über 1000-Seiten dicken Wälzer in wenigen Tagen verschlungen. Gelungene Äktschn mit Geheimagenten, Terroristen, Onlinerollenspielern und Geiseln, oben drauf geschmückt mit erhellenden Schmunzelkirschen zum Thema Mainstream-Fantasy.
  • Die ›Bigend‹-Trio von  William Gibson, bestehend aus »Pattern Recognition« (›Finden Sie raus, wer diese viralen kleinen Kult-Filmschnippsel ins Internet stellt‹), »Spook Country« (›Auf den Weltmeeren ist ein geheimnisvoller Container unterwegs. Finden Sie heraus was drin ist‹) und »Zero History« (›Finden Sie raus, wer die Klamotten für die Underground-Modemarke Gabriel Hounds entwirft‹), etwas kühl und  trocken, was mich aber nicht stört, denn Gibson flicht immer wieder auch geradezu poetische Stellen ein. Genial finde ich seinen thematischen Ansatz, die moderne Welt der sich auflösenden Staaten, der allgegenwärtigen Informationsgesellschaft, der Post-IX.XI.-Befindlichkeit anhand des Spannungsfeldes zwischen (bzw. der Gemeinsamkeiten von) Geheimdiensten und Marketing abzuklopfen. — Mein Liebling ist übrigens Buch 1, »Pattern Recognition«, nicht zuletzt, weil ich die weibliche Hauptfigur ins Herz geschlossen habe.
  • »Cyclonopedia. Complicity With Anononymous Materials« von Reza Negarestani. Eine verwirrend, verstörend betörende Hatz durch einschüchternd komplexe Themenstrudel veranstaltet dieses Theorie-Fiktionswerk. Ein Muss für jeden, der gerne eine wilde, gelungen relevante Mischung aus Cthulhu-Mythos, Geologie, orientalischer Dämonologie, kritischer Theologie und Petropolitik inkl. ›War on Terror‹ erleben möchte. — Auch wenn ich wahrscheinlich nur ca. 50% dieses Buches verstanden habe, bin ich beeindruckt. (Und falls dieses eigenwillige Meisterwerk jemals ins Deutsche übersetzt werden sollte, habe ich jetzt schon Mitleid und Respekt für wer auch immer das bewerkstelligen soll.)
  • Desweiteren möchte ich kurz als empfehlens- weil lesenswert erwähnen:
    — die mit seltsam-heftiger Selbstbezüglichkeitsschleife versehene Zeitreisenovelle »How To Life Safely In a Science-Fictional Universe« von Charles Yu;
    — das nekromatische Katz(Meister)- & Maus(Adeptin)-Duell im Renaissance-Europa in »The Enterprise of Death« von Jesse Bullington;
    — den Biopunk-Thriller und Bürgerkriegskrisen-Bericht »The Windup Girl« von Paolo Bacigalupi;
    — das kampfreichen Völkerwanderungs-Fantasyabenteuer und Auftakt der ›Foreworld‹-Reihe »The Mongoliad« von Greg Bear, Neal Stephenson & Friends; 
    — Berliner Stadtjungs erleben Abenteuer in den frühen Siebzigern: »Bloß Weg Hier!« von Frank Böhmert;
    — gute SF-Kurzgeschichten, gut geschrieben, gut übersetzt: »Wir waren ausser uns vor Glück« von David Marusek;
    — Fantasy-Kurzgeschichten der etwas anderen Art (gelungener Slalom zwischen zart und unheimlich): »Das Flüstern zwischen den Zweigen« von Markholf Hoffman.
Gut Buch (Sach)
  • »Blödmaschinen« von Markus Metz und Georg Seeßlen. Auch wenn die gewaltige Erkenntnislawine des Buches einen gewissen Deprifaktor mit sich führt, berauscht der Materialreichtum dieses gewitzten Dialektikrundumschlags. Phantastikfreunde dürfen sich zudem über gelungene Horror- und SF-Metaphern freuen.
  • »9. 11. Zehn Jahre danach. Der Einsturz eines Lügengebäudes« von Matthias Bröckers und Christian C. Walther. Weils ohne große Polemik die vielen empörenden Löcher der größten Ungereimtheit des jungen Jahrhunderts aufführt.
  • »The Magic of Reality« von Richard Dawkins und Dave McKean. Ein lehrreiches Jugendbuch – Dawkins, wie so oft,  knuffig onkel-lehrerhaft – und Dank der atemberaubend schönen Gestaltung von McKean ein gigantischer Augenschmauß.
  • »Codex Seraphinianus« von Luigi Serafini. Schon Anfang der 80-ger erschienen, hat es nun endlich in meine Sammlung geschafft. Eine Bilderbuch-Enzyklopädie aus einer seltsamen anderen Welt. Gnadenlos undurchschaubar. Megapotente Verzauberungskraft. Ergiebige Traumreiseninspiration.
Gut Comic
  • »Nausicaä aus dem Tal der Winde« von Hayao Miazaki. Der Film ist, wie auch bei »Akira«, ein Spielfilmtrailer für das um einiges umfangreichere Manga-Epos. Dystopische Öko-SF-Fantasy vom Feinsten.
  • »The Hunting of the Snark« von Lewis Carroll und Mahendra Singh. Carrolls Werk ist einer meiner liebsten Klassiker und Singh hat daraus einen munteren Reigen der surrealen Kunst gemacht.
  • »Habibi« von Craig Thompson. Tragische Geschichte als Verneigung vor dem Zauber von 1001 Nacht, Ballade über den nahen Osten und Meditation über die Macht des Geschichtenerzählens.
  • »Gotham Central« von Ed Brubaker & Greg Rucka und diversen Künstlern, am besten ist der Stammzeichner dieser leider viel zu früh eingestellten Reihe: Michael Lark. Ganz feine Idee, dass nicht der dunkle Ritter und seine diversen Erzfeinde im Mittelpunkt stehen, sondern die Kommissare der Polizei von Gothams erstem Revier.
Gut Mukke
  • »The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford« (Soundtrack) von Nick Cave und Warren Ellis. Langsam, ruhig, melancholisch, perfekt.
  • »L. A. Noire« (Soundtrack) von Andrew & Simon Hale sowie Songs im Stil der 40er-Jahre eingespielt von The Real Tuesday Weld mit Claudia Brücken. Treffliche Krimistimmung.
  • »Batman: Arkham City« (Soundtrack) von Nick Arundel und Ron Fish. Gelungene Mischung der Batman-typischen Mukke von Elfman und Zimmer.
  • »Where Are The Arms« von Gabriel Kahane. Auch das zweite Album von Kahane bietet ausgetüfftelte Instrumentoerungen, wendungsreiche Melodien und geistreiche Lyrik.
Gut Film
  • »Scott Pilgrim Vs. The World«: Großartige flotte Romanze mit Game-Stilistik, und eine erstaunlich treue Umsetzung des ebenfalls lohnenden Comics.
  • »Super«: Endlich ein Film, der krass, gnadenlos, ätzend und dennoch anrührend von den Schattenseiten des ganzen Superheldengedöns erzählt.
  • »The Adventures of Tintin«: Spielberg hat es doch noch drauf.
  • »Ponyo«: Bei Myazaki kann man wieder Kind sein und das ist wundervoll.
  • »Summer Wars«: Ein SF-, Familien-Film wie eine prallgefüllte Wundertüte.
  • Kurz seien noch als sehenswert erwähnt:
    »X-Men: First Class«: Trotz der kleinen Makken endlich wieder ein ›tiefer‹ Superheldenflick. Fassbender und McAvoy brillieren als junger Magneto und Prof. X.
    »Tucker & Dale Vs. Evil«: Verblüffende Inversion des Schemas ›Killer-Hillybillies killen unbedarfte Jugendliche‹.
    »Sherlock Holmes: Games of Shadows«: Respektable Fortsetzung dieser Wiederbelebung des bekannten Privatdetektivs. Diesmal mit auch mit gelungenem Auftritt des Erzfeindes Moriarty.
    »Carnage«: (= »Gott des Gemetzels«) Wenn der Text stimmt, dann reichen eben zwei gute Schauspielerinnen und zwei gute Schauspieler. Zudem ein feines Beispiel der Wahrung der aristotelischen Einheit von Raum, Zeit und Thema!
Beste Momente
  • Janelle Monáe-Konzert im Mousonturm (dessen Bühne eigentlich eine Nummer zu klein war)
  • Kurzurlaub Berlin mit einem wunderbaren lange Spaziergang durch den Park von Charlottenburg; Treffen mit geschätzten SF-Netzwerk-Foristen; Plausch- und Kaufrunden im »Otherland«-Buchladen; Abendessen mit den Herrn Riffel, Böhmert und Kettlitz …
  • … dort dann abgemacht, dass ich nach den Ted Chiang-Geschichten (siehe »Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes« erschienen im Golkonda Verlag) als nächstes den ersten Hellboy-Kurzgeschichtenband »Odd Jobs« übersetzen werde
Vorsatz
Experiment: keine neuen Bücher kaufen dieses Jahr, sondern sich mal auf die eigene Bibliothek verlassen, um zu prüfen, wie ›stabil‹ und ›ergiebig‹ die ist.
Nein. Halt. Stop.
Maximal 10, oder pro Monat eins, also 12 Bücher übers Jahr verteilt anschaffen. Vorschau der bereits gebongten Titel:
— (Februar) Matt Ruff: »The Mirage«;
— (Februar) Nick Harkaway: »Angelmaker«;
— (Mai) China Miéville: »Railsea«;
— (Juli) Ian Tregillis: »The Coldest War«.
— (August) Neal Stephenson: »Some Remarks«;
— … und der Erscheinungstermin des vierten Romanes von Lawrence Norfolk, »John Saturnall’s Feast«, steht noch nicht fest.

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Donnerstag, 5. Januar 2012
geschrieben von molosovsky,
am: Donnerstag, 05. Jan. 2012
Eintrag No. 757 — Habe heute drüben bei google+ ein Album mit meinen Fetzenschädel-Portraitzeichnungen eröffnet. Bei der Gelegenheit hat mich Andrea aus der Ferne an einen Großhirschen unter den Fetzenschädeln erinnert, der schon lange auf’m Wartebankerl sitzt. Hier also endlich präsentiere ich Euch den Chef des verBILDungsministeriums unseren schönen Landes, Herrn Kai Diekmann.

Fetzenschädel-Portrait Kai Diekmann

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Dienstag, 6. Dezember 2011
geschrieben von molosovsky,
am: Dienstag, 06. Dez. 2011
Eintrag No. 756 — Für den demnächst erscheinenden Band »Der Spieler« mit Kurzgeschichten von Paolo Bacigalupi (dessen Roman »The Windup Girl« {dt. »Biokrieg«} ich ziemlich gelungen fand) ein neues Autorenportrait aus dem Hause molosovsky.

Paolo Bacigalupi

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molosovsky (26.Apr.12): Portrait: Clifford D. Simak
Jeamy Lee (16.Apr.12): TinyMCE
molosovsky (05.Apr.12): Re: … dicke Bretter
root-1 (05.Apr.12): … dicke Bretter
thefallenangel (22.Mrz.12): schließe mich ...
molosovsky (21.Mrz.12): Nix neues, nur überarbeitet
simifilm (21.Mrz.12): Juhuu
Susanne Gerdom (04.Mrz.12): Porträt
Susanne Gerdom (29.Feb.12): Ich finde ihn ...
yiyippeeyippeeyay (28.Feb.12): Bleibt Hartz!

01. April 2012: Während der Layout-Neugestaltung des Blogs, gibt es vorrübergehend keine Link- oder ›Molochronik DeLuxe‹-Liste oder Buttons.

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