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Übersicht meiner
Filmrezis und
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Molos Serie zu Neil Gaimans mit umfangreichen
»Hilfreichen Handreichungen«
1: »Präludien & Notturni«
2: »Das Puppenhaus«
3: »Traumland«
Molos Wanderungen durch &raquo;Bibliothek von Babel&laquo;-Banner, gro&szlig;. der Büchergilde Gutenberg
Jaques Cazotte:
»Der verliebte Teufel«
G. K. Chesterton:
»Apollos Auge«
Lord Dunsany:
»Das Land des Yann«
J. L. Borges:
»25. August 1983«
Deutsche Fassungen (auch als PDF) der phantastischen Literaturseminare von ›Crooked-Timber‹ über:
»Der Eiserne Rat« von China Miéville
Remix von Marcus Hammerschmitt:
»White Light / White Heat«
Großes Lob für & Zitate aus:
Neal Stephensons »Diamond Age«
Großes Buh für & Zitate aus:
Tad Williams »Der Blumenkrieg«
Material zum Kapieren:
Der katholische Tolkien
Vorstellung zum 60gen:
Mervyn Peake »Gormenghast«
Molos Übersetzung von Daniel Chandler:
»Eine Einführung in die Genre-Theorie«
Wallpaper für Lovecraft-Fans:
»Soggoth-Idylle mit Hasen«
Wallpaper für Freunde farbiger Plüschodelik:
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Molos kapriziöse Kurzprosa:
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Exzessive Melomanie als mp3:
Molomukke Eins, Zwei, Drei, Vier & Fünf, sowie die Vertonung von »The Second Coming«
Impropathos auf 'nem Steinway-Flügel:
»Am Herzen Herumhängen – Arbeiten für den Inkubus«
MOLOsovskysCHRONIK
Netztagebuch eines amœnokratischen Phantasten, Skribblers, Kritikers & Übersetzers


Donnerstag, 23. Mai 2013
geschrieben von molosovsky,
am: Donnerstag, 23. Mai. 2013
Hatte am Samstag Arbeit und mir deshalb erst am Sonntag die Eurovision-Beiträge via YouTube anguggen & auf Twitter kommentieren können. Hier mein gesammelter Senf.


1. Frankreich: Morphing-Mitte zwischen Tina Turner & Barbara Streisand. Mitstampf-Klage, vermutlich (kein kein Französisch).

2. Lithauen: Och ist der süüüß. Holt der schon Stöckchen? Kann’er Männchen machen?

3. Moldavien: Lavakönigin mit Sahnetopping liefert brauchbaren Galaauftritt ab.

4. Finnland: Lollipop-Chainsaw CosPlay ohne Kettensäge?! Geh mir fort!

5. Spanien: Trotz sehr feinem Gaita-Tröten sowas von harmlos. Putze Fingernägel.

6. Belgien: Brautloser Sänger dem zwei Hupfdohlen aus Palmers »Addicted To Love«-Video zugelaufen sind.

7. Estland: Haben vergessen, die Farb-TV-Gebühr komplett zu zahlen. Bisher domierten die biederen.

8. Belarus: Das Zeug auf den Beinen der Trällermaus ist sicher auch gut für Edelholz- & Lederpflege.

9. Malta: Soll das ein Song sein oder ein Pitch für eine freundliche Vorabendserie über Social Media-Nutzer?

10. Russland: Ach diese Tartarinnen die ›bauwer‹ statt ›power‹ singen.—Kein Kaviar mehr im Kühlschrank. Argh! Grumpf!

11. Deutschland: Wiederhole; Puntschkrapfen-Umpfta-Pop von der Stange (nach der Mode des vergangenen Jahres).

12. Armenien: LeZepp & Black Sabbath als Inspiration? Wenigstens gibts mal eGitarren. Männer-Duschgelwerbung-tauglich.

13. Niederlande: Erster Sympathie-Bonus von mir für gnadenloses Moll & vom Dach purzelnde toooote Vögel. Ich freu mich!

14. Rumänien: Als Ming der Grausame noch Haare hatte! Der Schmerz! Bleib mir weg mit dem Gom-Jabbar!

15. England: Bonnie Tyler liefert unvermeidliche Hausfrauen-Ballade. Gott ist das öde & fad & unendlich langweilig.

16. Schweden: Der Junge mit der Ereaserhead-Frisur hat seine Mutti verloren & will aus dem Jodelparadies abgeholt werden!

17. Ungarn: Mitleid überflutet mein kleines karges Gemüt. In Ungarn Herzeige-Nerd sein ist wohl echt hart.

18. Dänemark: Diese Flöte hat nur eine Melodie. Der Rest ist auch von exquisit weichgebügelter Monothonie.

19. Island: Oh, der Labrador kann auch singen. Diese Hundepreisschauen werden immer raffinierter.

20. Azerbajian: Unterm Strich schmerzen orientalische Schwiegermütter-Träume mich nicht so sehr wie die westlichen.

21. Griechenland: Ne Niedersauffhymne mit trad. Akkustikinstrumenten & SkaRhythmus. Gebongt!

22. Ukraine: Hodor! Boah. Das ist die fröhlichste Nihilisten-Hymne, die ich seit langem gehört habe.

23. Italien: Na, dieser gutangezogene, geschmackvolle Schmachtfetzen hat wenigstens mal Hand & Fuß. Trotzdem: ital. Robbie-Williams-Klon

24. Norwegen: Wenigstens EIN Titel mit fett Elektromukke, wenn auch das Lied selbst mega-mäh ist.

25. Georgien: Liefern diesmal den Albano & Romina Power-Tribute. Alarmsirenen-Idyllik, bäh!

26. Irland: Man merkt, daß die Iren richtig gut Übung haben im planlos peinlich sein.


Sonntag, 28. April 2013
geschrieben von molosovsky,
am: Sonntag, 28. Apr. 2013
Große Chance, voll verschenkt. Leider wurde meine Erwartung nicht erfüllt, dass der Hausverlag von Egon Friedell, C. H. Beck, endlich eine schon seit langem klaffende Lücke schließt, indem er eine lesenswerte Biographie über den von mir für seine Kulturgeschichten der Neuzeit & des Altertums hochverehrten Autor bietet.

In mancherlei Hinsicht schürt die von Bernhard Viel vorlegte Biographie bei mir den Verdacht, eine nicht sehr sorgfältig & mit nur wenig Gespür für den Gegenstand verfertigte Auftragsarbeit anlässlich der 75. Jährung von Friedells Freitod zu sein. Die Absicht an sich ist ja löblich, das Ergebnis aber nervt wegen der Zusammenkunft unter anderem folgender Mängel:

• Friedell bleibt in der ihm gewidmeten Biographie eher eine Nebenfigur, verglichen zum breiten Raum, den Zeitgeschichte, Milieu-Schilderungen & biographische Ausflüge zu anderen Personen einnehmen. Das kann nur ein Stück weit entschuldigt werden durch den Umstand, dass die Quellenlage zu Friedell karg sein mag. Insofern verständlich, wenn z.B. Carl Zuckmayer seitenweise das Wort gegeben wird (was für sich schön zu lesen ist), um Österreichs Anschluss ans Dritte Reich zu schildern. Peter Altenberg, Lina Loos oder eben Zuckmayer treten als farbigere Protagonisten ihrer Zeit hervor, als der im Titel genannte Biographierte.

• Mir scheint, als wollte Viel hie & da mit dramaturgischen Tricks die im Großen und Ganzen schmerzlich oberflächlich wirkende Biographie aufmöbeln. Ein ganzes Kapitel lang (»Jung Wien stellt sich vor«) raunt Viel absatzlang über auftretende Personen, bevor er sie beim Namen nennt. Soll das ein Quiz sein? — Ein andermal erdichtet Viel sich einen Tag Friedells, was in Maßen vielleicht ein gelungener Kniff gewesen wäre, um z.B. Beschreibung von Alltag, Wohnung & Stadtviertel nicht zu trocken geraten zu lassen; doch traut sich Viel zu, bis ins Kleinste Friedells Seelenregung & Mimik beim Alleinsein & Sinnieren zu beschreiben. Ich dachte, die Zeiten, in denen eine seriöse Biographie sich zu solchen Taschenspielertricks hinreissen lässt, seien vorbei.

• Am schlimmsten fand ich unnötige Wiederholungen & Rekapitulationen, das nicht enden wollende Name-Dropping und die geistlose Aufzählerei. Diese Unarten kommen fast stets dann zum Zuge, wo ich mir besser recherchierte Details gewünscht hätte. So ziemlich jede damals prominente Person wird von Viel wichtigtuerisch als ›der angesehene X‹, oder ›die berühmte Y‹ vorgestellt, und das nicht nur einmal, sondern desöfteren, wenn die entsprechende Person nach einigen Seiten oder Kapiteln Abwesenheit erneut erwähnt wird. Schmerzlich substanzlos sind vor allem die Schilderungen zum Theater- & Kabarettleben von Friedell. Hier verkommt die Biographie oftmals zu einem reinen Datenfluss ohne Elan. Spielte auf Bühne X, unter Regiesseur Y, zusammen mit den (später durch Film Z berühmt gewordenen) Schauspieler L. So geht das formelhaft am Leser voll vorbei.

• Als Freund der Phantastik kann ich nicht umhin, ganz besonders zu tadeln, dass Friedells offensichtliche Begeisterung für literarische Phantastik lediglich anhand der ›Glacial-Kosmogonie‹ Hanns Hörbigers veranschaulicht wird; — dass Friedell in bester (heutzutage sogenannter) Fan Fiction-Manier eine Fortsetzung zu H. G. Wells »The Time Machine« verfasst hat, wird nur beiläufigst erwähnt. Wells selbst wird nicht genannt & kommt somit noch nicht einmal im Namensindex vor! (Nebenbei: Kein Sach-Index?! … »Fuck you!«, gebundenes 25 Euro/350-Seiten-Buch!)

• Kleinigkeiten:
— Viel kennt den Unterschied zwischen Utopie & Dystopie nicht (schreibt ersteres, meint zweiteres).
— Selten, aber dann heftig, unterlaufen ihm Stilunfälle (die auch das Verlagslektorat nicht zu korrigieren wusste) wie (kursive Hervorhebung von mir):
»{…} die Zeit, in der Friedell aufwuchs und seine Prägungen erhielt, war von wachsender Judenfeindlichkeit geprägt {…}«
— Immer wieder schreibt Viel ›Knaster‹, wenn er das bezeichnet, was Friedell in seiner Pfeife rauchte, und verweist auf eine ganz spezielle Sorte, die nur eine bestimmte Trafik in Wien führte. ›Knaster‹ bezeichnete damals häufig durchaus sehr spezifisch THC-haltiges Hanfkraut. Ist das gemeint, ja oder nein? Sollte geklärt werden, um entsprechend verbildete Besserwisser wie mich nicht unnötig zu verwirren.

Leider war es nicht möglich, oder man sparte sich die Mühe, unter die Abbildungen wenigstens eine Kostprobe von Friedells Handschrift beizugeben, am besten einer Manuskriptseite oder eines Briefes. Das erachte ich bei Schriftstellerbiographien eigentlich als Standard.

Knapp bei Kasse muss ich sagen, dass ich etwas verärgert bin, denn die ca. 25 € für das gebundene Buch ausgegeben zu haben reut mich nun schon. Jede Rowohlt-Monographie die ich kenne ist besser & wäre zudem preiswerter gewesen.

Ich gebe zwei Sterne — was laut Goodreads euphemistisch »Ist in Ordnung« bedeutet — also einen Stern unter neutralem Mittelmaß, und das, obwohl ich gutmütig bin und anrechne, dass Friedell sicherlich kein einfacher Gegenstand ist, und ich mich grundsätzlich freue, dass nun endlich eine Biographie zu ihm vorliegt … wenn auch eine enttäuschende.

•••••
Bernhard Viel: »Egon Friedell. Der geniale Dilettant«, 27 Kapitel in sieben Abschnitten auf 352 Seiten; 82 Abbildungen; gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag & Lesebändchen, C. H. Beck 2013; ISBN: 978-3-406-63850-3.

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Montag, 11. März 2013
geschrieben von molosovsky,
am: Montag, 11. Mrz. 2013
Wenn man mir gestattet, die Perlentaucher-Bücherschau als repräsentativen statistischen Indikator gelten zu lassen, dann kann ich verweisend auf die fleissige und lobhudelnde Aufmerksamkeit, mit der das Schreiben von Dodo-Preisträger Martin Mosebach bedacht wird, verdeutlichen, was nach meinem Dafürhalten mit dem deutschsprachigen Literaturkritikwesen nicht stimmt: ein Blender schafft es mit abgespreitztem stilistischem Finger und verdruckst vorgetragenem Missfallen gegenüber allem, was ihm nicht in sein Märchenbild einer gläubig-elitären guten alten Ordnung passt, seinen Lesern den Kopf zu verdrehen. — Man nehme einen beliebigen mit Furor gegen Fantasy gerichteten Angriff auf naive Weltenflucht, setzte statt den üblichen Beispielen läppischer Wohlfühlphantastik das Werk Mosebachs ein, und die Urteilswatsche träfe immer noch die richtige Backe.

Die Auszählung der Perlentaucher-Bücherschau ergibt: vierzehn Titel aus dem Zeitraum zwischen 2000 und 2011 hat man insgesamt vierzig Rezensionen in den Qualitätszeitungen angedeihen lassen; von denen kann man nur sechs als negative Kritik werten (allein fünf davon für den Roman »Der Mond und das Mädchen«); sechs weitere als ›so la-la‹; und ganze achtundzwanzig als wohlwollendes, wenn nicht gar überschwengliches Lob.

GOttseidank haben einige Medien dann letztes Jahr doch zurecht irritiert gezuckt, als Mosebach seine kuriosen Überlegungen über z.B. die Forderung nach einem »Zurück zur Lateinischen Messe!« hinaus trieb und in den Raum stellte, dass auch bei uns Blaphemie wieder gefährlich, sprich staatlich scharf sanktioniert, werden müsste.

Weil zumindest ich soviel prätentiösen Quark in der Birne kaum aushalte und nicht weiß, wohin mit mir vor lauter Baff-, Empört- & Angewidert-Sein, hier also das Reinigungs-Skribbel mit dem ich mich vom maliziösen Geist Martin Mosebachs zu befreien trachtete.



Sonntag, 10. März 2013
geschrieben von molosovsky,
am: Sonntag, 10. Mrz. 2013
Über den heutigen Fetzenschädel kann ich wenigstens folgendes Löbliches äußern: dass er in seiner Anfangszeit als Rundfunkredakteur einem wirklich großartigen Schriftsteller wie Arno Schmidt wohlgeneigt war und diesem bitter nötige Brotjobs vermittelt hat.

Leider ist Martin Walser nicht Redakteur geblieben, sondern fing an, sich selbst für einen Schriftsteller zu halten. Als ich noch jünger war und alles Mögliche aus der Bücherei entliehen und angelesen habe, gab ich ihm wieder und wieder, Buch um Buch, Chancen mir nahezukommen und mir zu eröffnen, warum er ein von den Kritikern interessiert besprochener Autor ist, der eine treue Leserschaft sein eigen nennen kann. Allein, es wollte und will mir nicht einleuchten, was an Walsers hohlem Geraune und omphaloskopischen Wortgepopel so ehrfurchtseinflößend, ja wenn schon nicht das, dann wenigstens anregend und kurzweilig sein soll.

Völlig konsterniert mich dann schließlich, dass die als Reden und Essays unters Volk geblasenen Gedankenkringel Walsers über Heimat, Geschichte und in letzter Zeit GOtt, Glaube und Rechtfertigung auf mehr treffen als Gelächter und Abwinkgesten.



geschrieben von molosovsky,
am: Sonntag, 10. Mrz. 2013
Molos Beiträge beim nächtlichen Rumgedoofe zum Hashtag #ReplaceMovieNameWithDrone auf Twitter.


Mad Max 3: Beyond the Powerdrone
The Little Shop of Drones
The Assassination of Jesse James by the Coward Drone
It’s a Mad, Mad, Mad, Mad Drone
Droneanisqatsi
Drone of Arabia
28 Drones Later
The Drone That Roared
Gone With the Drone
Dronespotting
Drone Fiction
What’s Up, Drone?
Drone Runner
Drone, the Wrath of God
Irma la Drone
Drone of the Dead
Akira Kurosawa's Drones
Drone & The City
Drone Soup
The Rocky Horror Picture Drone
Independence Drone
The Curious Drone of Benjamin Button
A Series of Unfortunate Drones

Stichworte: Tweet, Film

Samstag, 9. März 2013
geschrieben von molosovsky,
am: Samstag, 09. Mrz. 2013
Als ich gestern mein neuestes Fetzenschädel-Skribbel scannte, habe ich daran gedacht, endlich auch drei ältere Zeichnungen aufzubereiten, die schon länger herumliegen.

Heute also gibt’s mein Gefühlsreinigungs-Gekritzel zu Robert Spaemann, dem Erfinder des umwerfend komischen ›grammatikalischen GOttesbeweises‹.



In den nächsten Tagen geht’s weiter mit zwei weiteren Herren, von denen es heißt, sie seien strahlende Gestirne am konservativ-christlichen Geistesfirmament.


Freitag, 8. März 2013
geschrieben von molosovsky,
am: Freitag, 08. Mrz. 2013
Letztens bei einer Twitter-Konversation ging’s mal wieder darum, wie unerträglich die Kolumnen von Jan Fleischhauer bei ›SpOn‹ sind, da wurde erwähnt, dass diese junge Dame, Jennifer Nathalie Pyka, welche u.a. für ›The European‹ Texte verfasst, mindestens genauso gruselig ist.

In der Tat: nach einem ausführlichen Stöbern in ihren Texten wurde mir so schlecht, daß ich mir mit dem bewährten Reinigungsritual des Skribbelns eines Fetzenschädel-Portrait helfen musste, um nicht in tiefe Verzweiflung zu verfallen oder in teerigen Ekelgefühlen zu versinken.



Donnerstag, 7. März 2013
geschrieben von molosovsky,
am: Donnerstag, 07. Mrz. 2013
Welche der vielen dollen TV-Serien von HBO meine absolute Nummo Uno-Lieblingsserie ist, kann ich nicht entscheiden. Aber neben »The Wire« und »Six Feet Under« gehört »Deadwood« ohne Zweifel zu den Medaillen-Rängen.

Schade nur, dass man hierzulande (DVD Region 2 bzw. Blu Ray Region B/2) nicht in den Genuss der vielen feinen Bonus-Materialien kommt, welche sich auf den US-Ausgaben der Serie finden (siehe z.B. diese ausführliche Rezension der US-Region A/1-Blu Ray-Ausgabe).

Mal testen, wie gut der Kundenservice von HBO ist, ob die auf meine eMail-Anfrage antworten:

Dear HBO-Team.
You rock. You're awesome. But I am sad, there are (still) no news about a Region 2 release of Deadwood on Blu Ray or DVD including all the fine features & commentaries.

I really loved the commentaries from all your other shows which I could buy & play in Germany (The Wire, Sopranos, Six Feet Under, Game of Thrones, Boardwalk Empire, Rome). As a avid western fan I absolute yearn for the features & commentaries of Deadwood but alas, there is still no (reasonably priced or legal) possibility for me to get them.

Please tell me, that you still plan to release a Region 2 version not too far in the future.

With best regards
Alexander molosovsky Müller

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

•••••

1. ERGÄNZUNG 08. März 2013
HBO hat geantwortet. Entweder die stellen sich absichtlich etwas dumm, oder man konnte mit meinem Englisch nichts anfangen. Ich wurde gefragt, mit welchem Produkt, das ich erworben habe, es Probleme gibt. Laut dem Vertreib und den Lieferanten sind nämlich Region 2-Ausgaben von »Deadwood« erhältlich. —Seufz!

Hier nun meine Anfrage an Paramount Home Entertainment. Es ist so, dass eigentlich alle US-Version von HBO-Blu Rays Codefree sind und sich auch bei uns problemlos abspielen lassen, eben bis auf »Deadwood«. Das liegt daran, dass sich Paramount als Co-Produzent der Serie um den internationalen Vertrieb kümmert (was in Europa schon für Unmut gesorgt hat, denn auf den Verpackungen der ersten DVD-Auflagen befanden sich Hinweise auf die Audiokommentare … die aber auf den Disks selbst fehlten).

Dear Paramount Team.

It’s years since the release of HBOs "Deadwood" TV series in the US on DVD (Region 1) & Blu Ray (Region A/1).

As far as I know, your company has the rights for the international DVD & Blu Ray markets. I would be interested to know, if you plan to release an edition of this outstanding series on DVD & Blu Ray for areas of region code 2 (DVD) & B/2 (Blu Ray), that includes the bonus features and commentary audio tracks, which are up until now only available on the US editions.

With best regards
Alexander molosovsky Müller

P.S.: Please be advised, that I document this correspondence in my german blog.

Stichworte: Deadwood, TV-Serie, Western

Mittwoch, 6. März 2013
geschrieben von molosovsky,
am: Mittwoch, 06. Mrz. 2013
Hier die Rezensions-Tweets zu Filmen der letzten Tage/Wochen, ergänzt um meine Wertung.

»Lincoln«: ziemlich zäh, meist trocken, wenig Tempo & Humor, viel Idealismusschmalz. Trotzdem: inspirierend, berührend, erhebend. — Link. — 7 von 10 Punkten.

»Hitchcock«: Kurzweilig. Nicht halb so unheimlich & ergreifend, wie mir lieb wäre, aber dennoch eine unterhaltsame Homage für Alma & Alfred. — Link. — 5 von 10 Punkten.

»The Expendables 2«: zuviel Musik, zuviel Ironie & Gewitzel. Dennoch: immer noch ein cooler, hirnloser, unterhaltsam-brutaler Seniorenfilm. — Link. — 4 von 10 Punkten (nüchtern); 6 von 10, wenn man krank ist, die Sause braucht & den Schwachsinn aushält.

••••••••••
10 + + + + + Maßstabsetztendes Meisterwerk; Olympisch.
09 + + + + Überwiegend exzellent; Packend.
08 + + + Bemerkenswert mit leichten Schwächen; Anregend.
07 + + Befriedigendes Handwerk; Kurzweilig.
06 + Unterhaltsam mittelprächtig; Akzeptabel.
Unsichtbare Grenze der absoluten Mittelmäßigkeiten
05 - Brauchbar mittelprächtig; ganz nett, aber insgesamt lau.
04 - - Überwiegend mittelprächtig; Anstrengend bzw. langweilig.
03 - - - Bis auf wenige Momente daneben gegangen; Nervig.
02 - - - - Ziemlich übeles Machwerk; Zeitverschwendung.
01 - - - - - Grottenschlechtes übles Ärgernis; Pathologisch.

Stichworte: Tweet, Film
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Donnerstag, 28. Februar 2013
geschrieben von molosovsky,
am: Donnerstag, 28. Feb. 2013
Der ›Hugo Award‹ gehört zu den bekanntesten, ältesten, wichtigsten und wohl auch zu den angeseheneren Preisen für Science Fiction-Literatur (& Filme). — Gestern hatte ich nach der Arbeit ca. drei Stunden lang meinen Spaß (fett!) mit dem Lesen, Favoritisieren, Retweeten & Selber-Schreiben von Tweets zu dem Stichwort (= ›hashtag‹) ›Falsche Hugo-Award-Kategorien‹ (#FakeHugoAwardCategories), auf das ich ich durch einen Tweet von Matt Ruff gestolpert bin:

Best Use of Cover Art to Alienate Potential Readers.
Beste Verwendung der Umschlags-/Titelbildgestaltung zur Befremdung von potentiellen LesernLink

Hier nun meine Beiträge (ursprünglich auf Englisch geschrieben, von mir selbst übersetzt. Hoffentlich um alle Flüchgtiekitzfehler breenigit):
  • The ›Háček‹ = fantastic exotism by way of using typography and/or spelling-Award. #FakeHugoAwardCategories #WineStainsTabaccoCrumbsOnManuscript ••• Der ›Háček‹ = Bester Einsatz von Typographie und/oder Schreibung zur Erzeugung von Phantastik-Exotismen. #FalscheHugoAwardKategorien #WeinFleckenTabackKrümelAufManuskript
  • Best techno babble rephrasing of traditional spirituality/religion. ••• Bester Neuaufguss traditionaller spiritueller/religiöser Konzepte mit Hilfe von Technobabbel.
  • Award for biggest pile of worldbuilding exposition without payoff. ••• Preis für größte Anhäufung von Weltenbau-Exposition, die sich nicht auszahlt.
  • Best approximation of naturalist/realistic literature (Flaubert, Zola ect) in a Space Opera setting. ••• Beste Annäherung naturalistisch-realistischer Literaturtradition (Flaubert, Zola usw.) mit einer Weltraumabenteuer-Szenerie.
  • Best stand alone novel so dense other writers would’ve made at least a trilogy out. ••• Bester abgeschlossener Einzelroman, der so prall ist, dass andere Autoren mindestens eine Trilogie daraus gemacht hätten.
  • Best story that represents the middleground between John Norman and Samuel R. Delany. ••• Preis für die Geschichte, die sich am besten der Mitte zwischen John Norman und Samuel R. Delany annähert.
  • Most daring use of onomatopoetic words in a totally serious context. ••• Gewagteste Verwendung onomatopoetischer Wörter in einem völlig ernst gemeinten Zusammenhang.
  • Best appendix and/or glossary that is way more intriguing than the story itself. ••• Bester Anhang und/oder Glossar, die um ‘ne ganze Ecke interessanter sind als die Geschichte selbst.
  • Special Classicist-Revival-Trophy for first 21-century-SF-epic actually written in hexameters. ••• Klassizismus-Sondertrophäe für das erste SF-Epos des 21sten Jahrhunderts, das tatsächlich in Hexametern geschrieben wurde.
  • Most mindboggling Rube Goldberg machine like plot just for the fun to describe stuff going BOOOM! ••• Preis für die abgefahrenste Rube Goldberg-Maschinen-artige Handlung die zu nichts anderem dient, als zu beschreiben, wie Zeugs in die Luft fliegt.
  • Best poetic appreciation of nature incorporated in a story about cosmological horror. ••• Schönste poetische Natur-Wertschätzung im Rahmen einer Geschichte über das kosmologische Grauen.
  • Most effective meme bomb that causes readers to forsake all mundane trappings & become a (deadly) hermit. ••• Wirkungsvollste Meme-Granate, die ihre Leser dazu bringt, alle weltlichen Verstrickungen hinter sich zu lassen, um ein (tödlicher) Einsiedler zu werden.
  • Best SF-homage to classic philosophical dialogues (aka »Anathem«-Award). ••• Beste Science Fiction-Würdigung der Form des klassischen philosophischen Dialoges (auch bekannt als: »Anathem«-Preis).
  • Most sensitive failing of Bechdel test. ••• Für das empfindsamste Scheitern des Bechdel-Tests.
  • Best skiping at least 1000 years halfway through the story-Award. ••• Bestes Überspringen von mindestens 1000 Jahren mitten in der Handlung.
  • Best intimidation of editor to spineless coward-Award. ••• Beste Einschüchterung seines Lektors zu einem rückgratlosen Feigling.
  • Best follower of the *suggestions* made by PR- & Consumer Research-Office-Award. ••• Bestes Befolgen der ›Anregungen‹ von PR- & Marktforschungs-Abteilungen.
  • The Joseph Campbell Monomyth Bullsh*t Bingo-Award. ••• Der Joseph Campbell-Monomythos-Schwirrwort-Bingo-Kacke-Preis.
  • The Gibbon-Asimov-Award for best remaking of literary classic into a SF story. ••• Der Gibbon-Asimov-Preis für den besten Wiederaufguss eines literarischen Klassikers als SF-Geschichte.
  • Most courageous utilization of deus ex machina after having written story into a cul de sac. ••• Mutigster Einsatz eines deus es machina, nachdem man sich mit der Geschichte in die Ecke geschrieben hat.
  • Best application of irony to hide the fact that author is a cynical square. ••• Beste Verwendung von Ironie um zu verbergen, dass der Autor ein zynischer Spießer ist.

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Seit 4103 Tagen aktiv. Am 24. Mai 2013 gab's zuletzt 'ne Änderung.


Re-Aktionen
molosovsky (24.Mai.13): Molos Wahl beim KLP 2013
molosovsky (11.Mrz.13): Martin Mosebach
molosovsky (10.Mrz.13): Plus 1!
molosovsky (10.Mrz.13): Martin Walser
molosovsky (10.Mrz.13): #ReplaceMovieNameWithDrone
molosovsky (09.Mrz.13): Robert Spaemann
molosovsky (08.Mrz.13): {Kommentar gelöscht}
molosovsky (08.Mrz.13): Jennifer Nathalie Pyka

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30. Dez 2012: Immer noch Layout-Neugestaltung des Blogs. Liste mit Linkempfehlungen fehlt weiterhin.

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