 Die Inhalte dieses Blog dürfen nur unter Beachtung folgender Lizenz von Creative Commons bearbeitet werden. Wenn Sie bezüglich der Rechte hier nicht sicher sind, folgen Sie bitte dem CC-Link oder wenden sich per eMail an mich.
|
|
|
powered by
 |
|
|
geschrieben von molosovsky, am: Samstag, 12. Jul. 2008
(Eintrag No. 517; Lyrik) — Wie gesagt: Durch meinen Vollzeitjob komme ich kaum noch zum Schreiben dieser Tage. Also, sozusagen als kleiner Trosthappen, hier nun ein kleiner Abzählreim, den ich diese Woche erdichtet habe, als ich mit einer Auswahl verschiedener Kuchen zurande kommen mußte.
Jeden Tag ess ich nen Frosch,
dann brat ich eine Nachtigall;
sing ein Duett mit einem Dorsch
und bringe einen Papst zu Fall.
geschrieben von molosovsky, am: Mittwoch, 30. Jan. 2008
(Eintrag No 453; Juvenilia) — Heute aus Zeitknappheit auch wieder lyrisches Archivmaterial aus meiner Teen- und Twen-Zeit. Diesmal ein in der Schlaflosigkeit des 11. Mai 1992 frühmorgens entstandenes Gedicht.
•••••
WANKELSCHREITENDER SUSPEK-TANZ
liebe und menschen
komische sache
frauen und männer
seltsames spiel.
da rennen sie rum
die menschenkinder
den kopf voller hirn
das herz voller blut
versuchen zu leben
und beladen zum spaß sich
gegenseitig bewohnte särge
auf ihre müden knochenschultern
diese ganze sexuelle fummelei
wenn sie so schluderig
herzlos gehandhabt wird
ist mir wahrhaft suspekt
die sätze werden länger
die gedanken kürzer
wer braucht schon narben
ich tanz mit mir selber
geschrieben von molosovsky, am: Mittwoch, 23. Jan. 2008
(Eintrag No. 446; Lyrik, Juvenilia) — Auch heute wieder wenig Zeit und deshalb nur etwas aus meinem Archiv. Heute ein Künstlergedicht, über Kunstschulenschülerbefindlichkeiten, geschrieben am 10. Mai 1992 in Wien (3. Bezirk).
ZWISCHEN
Ich schlage ein Buch auf
und fange an
zwischen den Zeilen
gelesen zu werden.
—»Verdammich!«
Links von mir fällt
eine braunfleckige
Banane gravitätisch
bodenwärts.
—›Flatsch!‹
Die knarrende Hirnklappe
öffnet sich und
die verfluchte Muse
räkelt herein…
…»AchDubist’s«…
…zeigt mir spitzfingrig
entnervt ‘nen Vogel
und geht gelassen
zurück in ihr Chaos.
—›Knaaarz‹
Das Bett in dem ich lüge
erscheint mir wieder mal
viel zu groß für mich
und meinen Schwanz.
—›Seufz!‹
Breitbeinig aus der Ecke
grient das Klavier
unverschämt bulldoggig
zu mir herüber.
—›Plink‹
Ich hab aber keine Lust
heut schon wieder
keine Lust zu haben
nur weil ich keine Lust hab’…
…»Nixda!«
Ich schaue meine müde
müde Hand an und
da fällt mir ein kleines
Skribbel aus dem Finger.
—›Skrääätsch‹
Ich schlage ein Buch
auf und krieg’ prompt
von der Schlauheit
eine gelangt.
—›Patsch!‹
geschrieben von molosovsky, am: Freitag, 18. Jan. 2008
(Eintrag No. 439; Lyrik, Juvenilia, Deutschland) — Auch heute habe ich wenig Zeit, aber es ist mir nicht zu peinlich etwas aus meinem Archiv anzubieten. Diesmal Jugenddichtung, genauer: mein freies Lyrik-Triptychon über meine Teenagerbefindlichkeit zum Thema ›Deutscher sein‹, geschrieben am 13. Mai 1990, Hepberg. Zur Erinnerung: Damals regierte seit gefühlten 100 Jahren der Kandesbunzler Kohl.
I. PECHSCHWARZ
pechSCHWARZ
wird mir vor augen
wenn ich an sie denke
pechSCHWARZ
ist das innere ihrer welten
die meine zukunft werden sollen
pechSCHWARZ
ist wohl der himmel
in dem sie zu herrschen glauben
pechSCHWARZ
ist ihre treue
die sie zum gelde haben
pechSCHWARZ
sind die geschäfte
die sie betreiben
pechSCHWARZ
müssen ihre herzen
und ihre seelen sein
II. BLUTROT
bei dem kampf / um die macht / ist jedes mittel / die eignung / wird eingefangen / sterilisiert / eingedost / zu den akten / bei den wahlen / enblößt sich ihr denken / oder auch nicht / am ende sind sie es nicht / sondern andere / im hintergrund.
sie sind die wahren bewahrer / sie kennen sich aus / sie halten wacht / an den toren / freunde und klüngel / überall und immerdar / jeder ist für sie / jeder von ihnen / ist absolut ersetzlich / doch ihre taten sind entsetzlich / sie strecken den gewinn / und nutzen alle hebel / widerstände gibt es viele / und so ist ihr pfad / durch die akten / blutROT
III. KATZENGOLD
Wer sagt denn, dass ich glücklich bin —
hat das Leben einen Sinn?
Dass alles so schön rosa funkelt,
hat wohl ein Elephant gemunkelt.
Oder tragt ihr nach ob’rigen Willen
etwa alle rosa Brillen?
Ihr seid wohl alle echt vernarrt,
in euren Billigsupermarkt.
Alles ist so schrecklich günstig,
und macht die Zuckenden blutrünstig.
In eurem Lifestyleshopzentrum
lebt ihr nur für den Konsum.
Der Freigeist wurde arg verzollt,
es schwirren keine Träume durch die Köpfe,
kein Leben, keine Luft, nur gestutzte Zöpfe,
und alles hetzt nach KatzenGOLD.
In diesem Land, da gibt es Leute,
die woll’n Geschichte machen — heute!
Die nehmen Anlauf, woll’n springen,
und das Land hier vorwärtsbringen.
Doch ich glaub’ für diesen Kanzlerschein,
wird’s wieder nur ein Fettnapf sein.
Wer sagt denn, dass ich glücklich bin —
geschrieben von molosovsky, am: Montag, 28. Mai. 2007
(Eintrag No. 373; Lyrik) — Gestern hat mein Kumpel seine PS2 wieder abgeholt, um sie einer Freundin weiterzuleihen, die derzeit krankgeschrieben zuhause darbt und die Abwechslung des Daddelns nötiger hat als ich.
Eigentlich hätte ich ja derzeit genug Projekte laufen um voll beschäftigt zu sein … aber nein, ich habe den Mai vertändelt, indem ich alter Knacker (geboren 1972) mich abmühte, in die Rockstarwelten von »Cavis Carnem Edit« und »GTA III: San Andreas« einzutauchen (und zu überleben). Derzeitiges Fazit: liebe Leute, mit diesen großen Abenteuer-Äktschn-Spielen ist mittlerweile wirklich genug Möglichkeitsraum um die Story-Missionen da, damit ich mich ohne Verkrampfung traue von Kunst und Literatur zu sprechen. Jetzt sitzt ich angefixt da und überlege, wie ich die Kohle für eine PS3 zusammenbekomme, denn im Oktober erscheint »GTA IV« und im Dezember kommt dann das Überspiel für meinen Geschmack von den Rockstar-Zauberern: »L.A. Noire«: Krimi-Mystery in den 40ger Jahren, mit Jazz-Mukke als Spielesoundtrack. Der Trailer macht mich ganz weich vor Begeisterung, und beim »GTA IV«-Trailer bin ich natürlich ganz angetan davon, wie stilsicher man »Koyaanisquatsi« zitiert.
Deshalb also diesen Monat so wenig los hier. Jetzt aber noch schnell der kleine Vierzeiler, der mir beim Dadedeln aus dem Kopf gefallen ist.
-----------
Tauben und Gespenster
gucken rein durch mein Fenster;
ich kann es gar nicht glauben.
Gespenster und Tauben.
geschrieben von molosovsky, am: Sonntag, 13. Mai. 2007
(Eintrag No. 370; Gelegenheitsgedicht) — Gestern abend fiels mir aus dem Kopf.
––––––––––
Ausbuh’n und preisen,
loben und verreissen,
kann ein Rezensent
wenn er sich auskennt.
geschrieben von molosovsky, am: Sonntag, 04. Mrz. 2007
(Eintrag No. 333; Lyrik, Juvelinia) — Willkommen zu den »Verborgenen Orten«, zehn Gedichten unstrenger Form über Reisen in imaginär-poetische Terrains, die ich Anfang der 90ger-Jahre in Wien und Hepberg geschrieben habe. Nocturne Meditationen die mir als Überlaufventil für allzu heftigen Gefühls- und Denkanfallüberschwang dienten. Der Titel dieser Sammlung ist eine Homage für die brillianten Comics über die »Cities Obscures« des Künstlers Francois Schuiten und des Autores Benoit Peeters.
Zusammen mit den »Zehn Etüden« (bereits eingepflegt in die Molochronik) , meiner ersten ›brauchbaren‹ Kurzgeschichte und der Novelle »Molosovsky Fragmente« habe ich diese Gedichte versammelt als »Deliterium« zweimal als Privatdruck zugänglich gemacht.
•••••
eins: Exodus
—Laßt uns auswandern aus diesen Geistesbreiten…
zwei: Zufahrt
—Aus den Tälern des Geistes steigen die Nebel des Summens…
& Cafehaus
—Der Mond fällt mitten in den Kaffee…
drei: Wüste
—Wir verrichten unsere Notdurft des Geistes…
vier: Fluß
—Vergesse nicht. Verspreche nichts was du nicht halten kannst…
fünf: Archiv
—In den Regalen tümmeln sich allerlei Exponate…
sechs: Herren der Hölle
—In erstickender Umschlingung würgen sich ihre aufgedunsenen, riesenhaften Schwulstleiber umeinander…
sieben: Vakuum
—Innerhalb eines Tages erreicht mich die Einsamkeit…
acht: Presse
—Sie ist eingesperrt. In einer Kammer…
neun: Brunnen
—Irgendwo in den Gedankengängen gähnt der Brunnen in das Dunkel…
zehn: Horror Vacui
—Aus den dunklen Tunneln schnattert man es zwischen den Schritten hervor…
geschrieben von molosovsky, am: Montag, 29. Jan. 2007
(Eintrag No. 327; Lyrik) — Nach Ewigkeiten mal wieder ein Schüttelreim aus meinem Kladdenarchiv.
–––––
Die Politiker vom Bundesrat
planschen froh im runden Bad.
geschrieben von molosovsky, am: Samstag, 23. Dez. 2006
Prosalyrische Wanderungen ins Unbekannte
(Eintrag No. 342; Juvenilia) — 03. April 2008: Fehler gemerzt.
»Reality is just a story thats taken on a life of its own.« — John Constantine, Dez. 1997
Horror Vacui
Aus dunklen Tunneln schnattert man
es zwischen den Schritten hervor.
Von allen Bildschirmen wispert man
es uns schnabeläugig entgegen.
Akribische Buchhalter bemerken es
zwischen den Zeilen: Horror Vacui.
Lieber die Leere zwischen den Gedanken,
mit schnell trocknendem Kittkram stopfen,
als die brennende Wahrhaftigkeit von Wünschen
auf die Gefühlsrinde träufeln zu lassen.
Verschlagene Agenten durchstöbern alle Reflexe,
um irgendeinen Baustein für
die schwarzen Löcher zu finden.
Sie sind fleißig, schnell und routiniert.
Sie sind deine geheimen Lappenjäger
und freiheitlichen Inquisitoren.
Den letzten Rest zupflastern. Die letzte Lücke überkleben.
Nur keine Flecken des Nichts zwischen all dem Plunder,
sonst könnte man ergrausen beim Anblick;
oder erbleichen wegen der Aussicht dahinter
wäre noch Platz, für ganz neue Wesen:
Strolchend lebendige Phantasien zerfledderter Triebe und Gelüste,
oder saugende Exilanten erlebter Wirklichkeiten,
die richtig vernichtende Enttäuschung erkaufen
oder genügend genüßliches Genießen einhauchen.
Zum Menü der Verborgenen Orte
Vorheriger Verborgener Ort: Brunnen
geschrieben von molosovsky, am: Samstag, 23. Dez. 2006
Prosalyrische Wanderungen ins Unbekannte
(Eintrag No. 341; Juvenilia)
»Reality is just a story thats taken on a life of its own.« — John Constantine, Dez. 1997
Brunnen
Irgendwo in den Gedankengängen
gähnt der Brunnen in das Dunkel.
Sein Wasser dürstet nach Haut,
nach einer verlangenden Kehle
in die es rinnen kann.
Kein Licht. Nur Schwärze.
Ein Durst läßt uns nach diesen Brunnen suchen,
sie verzeichnen und erforschen,
was für Quellen sie verbergen.
Alle sind einzig.
Man wird von den dunklen Wassern verschlungen.
Kälte läßt eine Quelle vereisen.
Doch schon im Flimmern eines Irrlichts,
können sich zwei spiegelnde Veränderungen
und zwei Brunnen ineinander stürzen.
Zum Menü der Verborgenen Orte
Nächster Verborgener Ort: Horror Vacui
Vorheriger Verborgener Ort: Presse
geschrieben von molosovsky, am: Samstag, 23. Dez. 2006
Prosalyrische Wanderungen ins Unbekannte
(Eintrag No. 340; Juvenilia)
»Reality is just a story thats taken on a life of its own.« — John Constantine, Dez. 1997
Presse
Sie ist eingesperrt. In einer Kammer.
Ohne Bewegungsmöglichkeit.
Versuche es, aber mach
dich auf etwas gefaßt…
Komme und öffne die Schachtel.
Greif hinein und spüre nackte Haut.
Reibe dich daran. Laß es wölben.
Steig dazu und vergrößere die Enge,
damit Aufstrebendes eindringen kann.
Sie schließt in sich wieder,
die nun zweifach zusammengekauerte Nacktheit;
umschlungen in die Ecke getrieben;
Finger beginnen zu gleiten;
Küsse suchen nach spießenden Zungen;
Schweiß wird gekeltert und
die tröpfelnden Bewegungen der Lust
erweiche die Wände;
der Raum wird warm und fleischlich;
umschließt die zwei Gedanken und pulsiert zart.
Die Schachtel schwillt an.
Sie bläht sich auf und reißt hie und da;
schließlich platzt sie und alles
zu einem Organ gewobene bricht auseinander,
verteilt sich im Wirbel driftender Spritzer.
Zum Menü der Verborgenen Orte
Nächster Verborgener Ort: Brunnen
Vorheriger Verborgener Ort: Vakuum
geschrieben von molosovsky, am: Samstag, 23. Dez. 2006
Prosalyrische Wanderungen ins Unbekannte
(Eintrag No. 339; Juvenilia)
»Reality is just a story thats taken on a life of its own.« — John Constantine, Dez. 1997
Vakuum
Innerhalb eines Tages erreicht mich die Einsamkeit.
Wie jeden Tag vernichtet sie den Abstand zwischen mir und ihr.
So viel ich versuche zu vergessen;
so viele Bulldozer auch wegschieben;
die Sucht nach Menschen,
die Entzugserscheinungen der Liebe,
klettern aus jeder noch so bodenlosen Tiefe empor;
trocknet jedes noch so trennende Meer aus;
füllt jeden noch so gähnenden Leerraum
mit Abscheu und Ekel vor mir selbst.
…stürme den Tunnel.
Krieche in den Schächten.
Suche nach den Schlächtern
und bete zur Steckdose…
Die Adern krümmen sich vor Schmerz;
das Gedärm knirscht in stiller Disharmonie;
die Choreographie meiner Scham kommt aus dem Takt;
Gewaltverlust breitet sich aus;
Selbstverstümmelung scheint ein netter Bluttrost
für entschwundene Zärtlichkeit;
statt eines Streichelns eine dünne Spur rinnendes
Blut auf der verwaisten Haut;
die Augen sträuben sich irgend etwas
Schönes wahr zu nehmen;
der Anblick der Muse wird zur Singularitat
verstrudelter Unerreichbarkeiten.
…baumle am Knochengerüst.
Lache in den kalten Eimer.
Zertrete die Gehirnkrümel
und lästere der Zunge…
Zum Menü der Verborgenen Orte
Nächster Verborgener Ort: Presse
Vorheriger Verborgener Ort: Herren der Hölle
geschrieben von molosovsky, am: Samstag, 23. Dez. 2006
Prosalyrische Wanderungen ins Unbekannte
(Eintrag No. 338; Juvenilia)
»Reality is just a story thats taken on a life of its own.« — John Constantine, Dez. 1997
Herren der Hölle
In erstickender Umschlingung würgen sich
ihre aufgedunsenen, riesenhaften Schwulstleiber umeinander.
Ihre stinkende Umgarnung und zärtlichen Verrate
umtanzen ihre blinden, einsam umhertastenden Traumgespinste.
Zusammen zerdrücken sie
mit arroganter Ahnungslosigkeit
der Lebenden Leute Leiber,
deren umherdribbelndes Blut
der Lindwürmer Liebesbrunnen ist.
Zwanghaft und pathologisch tolerant,
das ständige Hinken und Stolpern
zum grazilen Tanz erklärt.
Trotz aus ängstlich hilfloser Distanz
die Spiegelkabinettigkeiten zur Tugend erhoben,
sind sie mit all ihrer Macht eines nicht:
zwingend systemimmanent.
Zum Menü der Verborgenen Orte
Nächster Verborgener Ort: Vakuum
Vorheriger Verborgener Ort: Archiv
geschrieben von molosovsky, am: Samstag, 23. Dez. 2006
Prosalyrische Wanderungen ins Unbekannte
(Eintrag No. 337; Juvenilia)
»Reality is just a story thats taken on a life of its own.« — John Constantine, Dez. 1997
Archiv
In den Regalen tümmeln sich allerlei Exponate.
Viele von gänzlich unscheinbarer Form.
Andere wirken monströs, melken Ekel in uns hoch,
aber doch sind sie von ungleichem Anmut und Reiz.
Viele der Sachen wirken alt und gebraucht.
Staub umgarnt viele Stücke, die in ihrer Art archaisch und roh wirken.
Wertvoll und einzig mögen all diese Dinge sein,
doch die wenigsten verraten diese Eigenschaft.
…komm und stirb. Stampfe in meinem Klang…
Den Plunder- und Tandgeschmack legen einige Stücke ab,
kostet man mehr von ihren Formen;
leckt man an ihrem geronnen Blut;
sehnt man sich nach zeremoniellen Gesängen.
…langsam und zucke.
Gegen meine Stille
hilft kein Pfeifen.
Weise und töricht
sind meine Bücher.
Allein dein Sinn
gibt ihnen Tat.
Die fahrige Angst
die uns umnebelt,
ist ehr eine Furcht
vor unserer Macht…
Man erkennt nun unter tausend Ornamenten
verbergender Frohnatur die tanzenden Krieger.
Man steht vor ihren wilden Weibern,
die dreieckigen Köpfe im Krampf verzückt,
aufrechte Glieder,
tanzende Speere,
vibrierende Brüste,
gespreizte Beine,
Tierfratzen,
verbrannte Feinde,
erlegtes Wild,
zertrampelte Dämonen,
verschwundene Wünsche,
gemarterte Engel,
verführte Märtyrer,
vergewaltigter Pöbel.
…so heiß wie die Bronze
beim Guß ein jederwelcher
betörend geilen GOttfigur,
ist das Leben in deinen Adern.
Wenn die Teufel dich genug gebissen haben
die Fledderer deiner Habe geifernde Diebe,
die Wucherer deiner Träume Hehler
wirst du die unverschämte Gabe haben,
nicht mehr vor uns ausweichen zu können.
Von Irgendwo weht Licht herein und der Schein ist hinweg.
Das wenig Helligkeit aus einem gedungenen Spalt reicht aus,
langweilige Schatten auf das Regal zu werfen.
Sind doch alle seine Gegenstände nur Schattenbilder dessen,
was sie eigentlich begatten sollten. Zwar sind sie alle Unikate,
doch so unendlich viele…
Sie gleichen sich unmündig
doch alle bis aufs Jota.
Zum Menü der Verborgenen Orte
Nächster Verborgener Ort: Herren der Hölle
Vorheriger Verborgener Ort: Fluß
|
|
Seit 2339 Tagen aktiv. Am 17. Juli 2008 gab’s zuletzt ‘ne Änderung.
Molos Wunschliste, falls Ihnen die Molochronik gefällt, und Sie mir aus Dankbarkeit eine Freude machen möchen.
Molos Wanderungen durch
der Büchergilde Gutenberg
Deutsche Fassungen (auch als PDF) der phantastischen Literaturseminare von ›Crooked-Timber‹ über:
◊ = Neueste Links
E = teilweise oder ganz Englisch
Molo schreibt mit bei:
BLOGS aus/um FFM
BLOGS ANDERSWO
FILM
LITERATUR
AUTOREN
PHANTASTIK
WELT
PHILOSOPHIE
KUNST
|